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Stärker als der Wille: unser Körper

Bis zu einem gewissen Zeitpunkt hab' ich's im Griff: Die Angst ist spürbar, aber handhabbar. Die Übelkeit macht sich bemerkbar, vielleicht habe ich mir einen Virus eingefangen, aber ich kann mich zusammenreißen. Der Druck ist da, aber ich kann warten. Die Kur...

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Immer am Rand

Ich schaue, dass das Kind kein Fieber bekommt. Dass es nachts nicht mit Erbrechen aufwacht. Ich sorge für seine gesunde Ernährung, für ausreichend Bewegung und Freunde. Ich hole das Geld rein. Ich halte mich gesund, das Auto fit. Ich schaue, dass der Laden läuft. Es läuft rund, es geht gut. Der Abgrund, er ist in sicherer Entfernung. Doch nur ein Tröpfchen, nur ein Fünkchen, etwas Fieber, eine Unachtsamkeit, eine Absage, eine Nachzahlung, und der Abgrund, er steht gähnend vor mir.

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Dieser Beitrag wurde erstmals veröffentlicht am 20.5.2016
Aktualisiert am 3.2.2021

Spaltung

Das "Spalten" der Menschen mit einer Borderline-Störung wird oft einfach als "unreife" Abwehrform angesehen. Der Psychoanalytiker Don Carveth (IPA) erklärt in einem seiner Youtube-Videos, warum die Spaltung jedoch der erste reife Schritt der Psyche ist. E...

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Störungen des Körperbildes hängen auch mit unsicheren Bindungen zusammen

Menschen mit einer Angststörung leiden häufig sowohl unter unsicheren Bindungen als auch unter hypochondrischen Ängsten. Die Beziehung zu anderen Menschen spiegelt sich nicht selten in der Beziehung zum eigenen Körper wieder. Der eigene Körper wird als unberechenbar erlebt. Er kommt einem mit verschiedenen Symptomen immer wieder in die Quere. Viele Menschen, die ihren eigenen Körper als unattraktiv empfinden, haben gleichzeitig auch große Schwierigkeiten mit der Beziehung zu anderen Menschen. Die amerikanischen Wissenschaftler Thomas F. Cash und Kollegen der Old Dominion University, Virginia, haben bereits 2004 eine Studie veröffentlicht, die zeigt: Unsichere Bindungen und ein gestörtes Körperbild hängen zusammen.

Die Wissenschaftler befragten 103 männliche und 125 weibliche College-Studenten nach ihrem Körperbild, ihrer sozialen Angst, ihrer Angst vor Intimität, ihrem Bindungsstil und ihren Liebesbeziehungen. Bei beiden Geschlechtern zeigte sich, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Körperbild und sozialer Angst gab: Je schlechter das Bild vom eigenen Körper, desto stärkere soziale Ängste waren vorhanden. Bei Frauen hing das Körperbild zusätzlich stark mit dem Thema „Liebesbeziehung“ zusammen. Bei beiden Geschlechtern waren Störungen des Körperbildes mit wenig sicheren Bindungen verknüpft.

Links:

Thomas F. Cash et al. (Old Dominion University, Norfolk, Virginia, USA):
Body Image in an Interpersonal Context: Adult Attachment, Fear of Intimacy and Social Anxiety.
Journal of Social and Clinical Psychology: Vol. 23, 1 Special Issue: Body Image and Eating Disorders: Influence of Media Images, pp. 89-103, doi: 10.1521/jscp.23.1.89.26987
http://guilfordjournals.com/doi/abs/10.1521/jscp.23.1.89.26987

Francoise Dolto:
The Unconscious Body Image
Routledge, 2022
https://www.amazon.de/Unconscious-Body-Image-Fran%C3%A7oise-Dolto/dp/1032320389/

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Dieser Beitrag wurde erstmals veröffentlicht am 3.10.2014
Aktualisiert am 28.12.2020

Wenn das Trauma „Bindung“ heißt, dann wird’s kompliziert

"Achtung, Trigger!", steht in manchen Internetforen, was eigentlich eine Warnung an traumatisierte Menschen sein soll. Sie sollen hier nicht weiterlesen, denn es könnten ungute Gefühle, Erinnerungen ans Trauma, "Flashbacks" und Ängste ausgelöst werden. Natürl...

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Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT)

Die „Dialektisch Behaviorale Therapie“ (DBT) ist eine spezielle Therapie für Patienten mit Früher Störung bzw. Borderline-Störung und komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung. Häufig schädigen sich die Betroffenen auf die verschiedenste Weise selbst und haben große Schwierigkeiten, gut für sich zu sorgen und mit anderen Menschen befriedigend zu kommunizieren. Sie können Spannungen schwer aushalten und verlieren leicht die Fassung. Die DBT soll hier rasch und konkret helfen. Die Psychologin Marsha Linehan, die selbst einmal an einer Borderline-Störung litt, hat die DBT entwickelt.Weiterlesen

Skills und Werkzeugkoffer – manchmal hilfreich, manchmal enttäuschend

"Skills" (englisch: Fähigkeiten) ist ein Begriff aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) nach Masha Linehan. Insbesondere Borderline-Patienten können durch das Erlernen von "Skills" entlastet werden. Skills sollen das tägliche Leben und Miteinander...

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Der „geheimnisvolle Modus“ von psychotischen Menschen

Wenn man sich Gruselgeschichten erzählt, tut man das meistens mit einer geheimnisvollen Stimme. Das Gesagte wirkt schwebend, während die Zuhörer große Augen und eine Gänsehaut bekommen. Mit säuselnder Stimme sagt die Tante: "Und dann habe ich am Ufer eine Ges...

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Der Dämon in uns

Die Indie-Rock-Band "Imagine Dragons" singt von den "Demons", den "Dämonen" in uns. Immer wieder spüren wir sie: Kräfte, die über unserer Willenskraft stehen. Manchmal streiten wir mit dem Partner, werden böse und schauen uns dabei zu. "Ich kenne mich sel...

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Frühes Trauma: Körperhaltung im Schlaf kann Ängste triggern

"Ich wache nachts immer wieder mit unerklärlichen Panikattacken auf." Wir wissen, dass Gerüche, einzelne Laute oder Worte, Bilder und Geräusche an Traumata erinnern können und dann im Betroffenen starke Angst auslösen. Diese Einflüsse werden "Trigger" genannt...

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