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Wie werde ich Psychoanalytiker*in? „Sind Sie noch da?“

„Sind Sie noch da?“, fragt der Patient den Analytiker, wenn er still hinter der Couch sitzt. Hat der Patient traumatisierende, frühe Abwesenheiten von Mutter und Vater erlebt, dann wird die Vorstellung, der Analytiker könnte verschwunden sein, unter Umständen so stark, dass der Patient sich auf der Couch umdrehen und vergewissern muss, dass der Analytiker noch da ist. Das Gefühl, der andere sei da oder auch das Gefühl, man selbst ist da, ist nicht immer selbstverständlich. Weiterlesen

Früheste Kindheitserinnerung und Deckerinnerung: Das ganze Leben in einer Szene

„Das Lebensalter, in welches der Inhalt der frühesten Kindheitserinnerung verlegt wird, ist meist die Zeit zwischen zwei und vier Jahren (so bei achtundachtzig Personen in der Beobachtungsreihe der [V. und C.] Henri). Eis gibt aber einzelne, deren Gedächtnis weiter zurückreicht, selbst bis in das Alter vor dem vollendeten ersten Jahr, und anderseits Personen, bei denen die früheste Erinnerung erst aus dem sechsten, siebenten, ja achten Jahre stammt.“ Sigmund Freud, Gesammelte Werke: Über Deckerinnerungen, Imago Publishing London, 1952, S. 533Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? „Ich mache mir Sorgen um Sie.“

Der Satz „Ich mache mir Sorgen um Sie“ ist sicher einer der sensibelsten in der Psychotherapie. Es kann so vieles heißen. Das Sich-Sorgen kann anzeigen, dass eine bedeutsame Bindung zwischen Analytiker und Analysand entstanden ist. Weiterlesen

Psychoanalyseausbildung: Kann ich als Alleinerziehende Psychoanalytikerin werden?

„Psychoanalytikerin zu werden ist für mich ein großer Traum, den ich jedoch noch nach hinten schieben muss.“ Dieser Satz einer alleinerziehenden Ärztin stimmte mich nachdenklich. Er erinnerte mich an meine eigene Situation.Weiterlesen

Die psychoanalytische Deutung erlernen – eine Kunst in Psychotherapie und Psychoanalyse

Ein Psychoanalytiker hört lange zu und deutet dann. Er findet im Dickicht eine Lichtung, beschreibt das Gefühl oder Bild, das in ihm entstanden ist, er hat eine Idee, errät den Zustand des Patienten oder stellt einen bisher nicht gesehenen Zusammenhang her. Weiterlesen

Scheitern an der Psychoanalyseausbildung? Nach langer Ausbildung ohne DPV-Abschluss gehen, aber den Ärztekammerabschluss schaffen

Elf Jahre hat meine Ausbildung bei der DPV gedauert, bis ich mich endlich bei der Ärztekammer zur Prüfung angemeldet habe. Ein Abschlusskolloquium bei der DPV habe ich jedoch nicht gemacht. Ein paar Jahre zuvor wäre diese Vorstellung für mich noch katastrophal gewesen. Weiterlesen

Die Lehranalyse beginnen, durchleben, beenden

Am Anfang der Psychoanalyseausbildung steht die Suche nach dem Lehranalytiker. Sie unterscheidet sich eigentlich nicht von der Suche als Patient nach einem Analytiker. Hatte man vorher noch keinen Kontakt zur Psychoanalyse-Welt, gibt es oft zunächst nur Adresslisten aus dem Institut und Websites. Nicht selten wird einer der Lehranalytiker, bei denen man sich im Bewerbungsgespräch vorstellt, später zum eigenen Lehranalytiker.Weiterlesen

Ein Tag aus dem Leben einer angehenden Analytikerin

Supervisor: „Ihren Fallbericht sollten Sie noch einmal gründlich überarbeiten.“ Dann zur Bank: „Einen Ausbildungskredit können wir Ihnen nicht geben: Sie machen ja jeden Monat 1400 Euro Verlust!“ (Anmerkung: Die Ausbildung kostet monatlich 1400 Euro, deshalb bin ich ja da.) Dann schnell in die Praxis. Rasch aus dem Briefkasten ein Schreiben gefischt: „Die Krankenkasse hat Ihren Antrag (für die Therapie des „Ausbildungsfalls“) abgelehnt.“ Gefahrene Strecke heute: 200 km. An solchen Tagen: Einfach weiteratmen. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytikerin? Leistung und Wissen zählen weniger – das Sein und Sein-Lassen ist wichtig

Voraussetzung für eine Psychoanalyse-Ausbildung ist ein akademischer Abschluss. Meistens werden Ärzte oder Psychologen Psychoanalytiker – fast immer jedoch sind es Menschen, die es gewohnt sind, sehr viel zu leisten. Sie haben hunderte Prüfungen hinter sich gebracht zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Psychoanalyse-Ausbildung beginnen. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Schweigen und Zuhören lernen in der Psychoanalyse

„Psychoanalytiker werden dafür bezahlt, dass sie nichts sagen“, heißt es. „Manchmal frage ich mich, warum ich dahin gehe – der sagt ja gar nichts“, sagt ein Patient. „Sie können das Schweigen nicht aushalten“, sagt der Supervisor. „Ich bin so froh, dass Sie gerade nichts sagen“, sagt eine Analysandin tief berührt. Schweigen und dem Schweigen ausgesetzt zu sein, ist immer anders. Weiterlesen