Was für eine Befreiung. Wenn man merkt, dass man den, den man am meisten liebt, auch hassen darf. „Mama, ich hasse Dich!“ Dass das Kind sich traut, das zu sagen, kann bedeuten, dass es sich gewiss ist, dass die Mutter deswegen nicht wegläuft. Es ist leicht, jemanden zu hassen, den man kaum kennt. Aber es ist oft schwer, jemanden bewusst zu hassen, der einem nahesteht. Mit Erlaubnis zu hassen, kann auf gewisse Art Lebensfreude hervorrufen und von depressiver Stimmung befreien. Hass ist auch Vitalität. Hass enthält viel Kraft, die für Gutes genutzt werden kann. Weiterlesen
Auch sie liebt ihn. Er ist die Quelle der Eifersucht. Also bringe ich nicht sie um, sondern ihn. Dann habe ich immer noch sie, mit der ich mein Leid teilen kann“, denkt die Träumerin. Weiterlesen
Über einige Formen des psychischen Schmerzes kann man relativ gut sprechen: über Trauer, Neid, Eifersucht, Zorn, Ärger, Wut. Es sind Gefühle, die wir erspüren und benennen können. Doch darunter liegt noch eine andere Schmerzschicht, eine andere Art von Schmerzen: Es gibt namenlose Schmerzen, die sich nur schwer als Schmerzen identifizieren lassen. Meistens äußern sie sich durch eine nicht beschreibbare Stimmung oder ein völlig unverständliches Verhalten. Wir wollen zerstören, sind „schlecht gelaunt“, attackieren die, die wir liebe, finden keinen Sinn mehr im Leben und möchten sterben. Weiterlesen