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Wie es ist, in der Gruppen-Supervision auf dem heissen Stuhl zu sitzen. Ein Erfahrungsbericht.

Schon in den Ferientagen zuvor überkamen mich Angst und Übelkeit – ein mulmiges Gefühl. Wie würde es nach dem Urlaub weiter gehen? Zurück in der Klinik schauten Teammitglieder weg, als ich sie grüsste. Das war mir noch nie passiert. Ich merkte, dass auf der Station kaum einer mit mir sprach. Immerhin sollte mittags unsere Supervisionsrunde sein, auf die ich mich normalerweise freute. Doch heute war irgendetwas anders. Wir setzten uns in eisigem Schweigen auf unsere Stühle. Die anderen des Teams durften zuerst reden. Mir wurde bedeutet, jetzt gar nichts zu sagen. Weiterlesen

Hilfe, ich kann mit meinem Patienten nicht mitfühlen! Woran liegt das?

Der Patient sitzt vor uns und weint bitterlich. Wir jedoch fühlen uns wie versteinert. Wir versuchen, wenigstens mitfühlend dreinzublicken, aber so richtig mag es uns nicht gelingen. Es wird uns unangenehm und wir fragen uns, wie sehr der Patient merkt, dass wir hier nicht so richtig „bei ihm“ sein können. Wieso können wir manchmal mit einem Patienten nicht mitfühlen, obwohl sein Leid so offensichtlich ist? Weiterlesen

zuckerfrei – wie schaffe ich das?

nie hätte ich gedacht, dass sich eine konsequent zuckerfreie ernährung (also eine ernährung ohne künstlich zugegebenen zucker) so positiv auf die mundgesundheit, das wohlbefinden und die wachheit auswirkt. grenzwertig kranke zähne beruhigen sich. die grosse erschöpfung lässt nach. doch wie kann zuckerfreie ernährung gelingen? vorab: ich weiss nicht, ob ich das damals mit kleinem kind oder als angestellte im klinikalltag geschafft hätte, denn man braucht viel zeit. vergegenwärtige dir, dass hunger auf süsses nicht nur bei emotionaler anspannung kommt. er kommt auch, wenn du dich nicht traust, dich morgens und mittags satt zu essen. oft essen wir nicht viel, doch füllen wir die lücke zum sattsein mit süssem auf. Weiterlesen

Das Gefühl, dass ein anderer in die eigene Seele dringt: Intrusionen und Überwältigung machen uns sprachlos

„Immer, wenn ich eine Panikattacke habe, habe ich das Gefühl, dass jemand in mich eindringt. Ich glaube in dem Moment, ich fühle mich so unfassbar schlecht, weil meine Mutter mir in eben diesem Moment Böses wünscht. Ich schäme mich, das zu sagen, weil es so psychotisch klingt. Obwohl ich meinen Verstand einsetze, bleibt diese Angst bestehen“, sagte ich als Studentin. Weiterlesen

Soll mein Kind an den Nikolaus glauben?

„Heute Nacht kommt die Zahnfee“, „Morgen kommt das Christkind“, sagen die Eltern. „Kannst du nochmal unter dem Bett nachgucken, ob da wirklich kein Monster ist?“, fragt das Kind. Das Problem mit guten Geistern: Sie sind nicht allein. Erzählt du deinem Kind etwas von einer guten Fee, dann kann im Unbewussten auch schnell die Vorstellung von einer bösen Hexe auftauchen. Weiterlesen

Ich und mein Körper: Wir werden alt – und warum Hocktoiletten eine gute Idee sind

Eines Morgens hörte ich im Deutschlandfunk einen Essay, der davon handelt, dass kaum jemand etwas über den alternden Körper der Frau schriebe. Erst wenn man bei der Google-Suche das Wort „Altern“ durch „Alzheimer“ ersetze, könne man fündig werden. Und ich dachte darüber nach, wie es eigentlich ist mit dem Altwerden. Häufig habe ich das Gefühl, im Außen nicht das zu finden, was ich selbst erlebe. Da loben viele das Buch von Sheila de Liz: „Woman on Fire“ (Rowohlt, 17. Auflage 2023). Beliebt ist auch die Apothekerin und Hormoncoachin Ann-Katrin Pause. Weiterlesen

Zu müde zum Sport? Erst erholen, dann bewegen. Bei Post Exertional Malaise (PEM) ist Pacing wichtig

Wir wollen, dass es uns wieder besser geht und schleppen uns ins Fitnessstudio oder zwingen uns zum Spaziergang. Doch dadurch geht es uns häufig nicht besser – im Gegenteil: Die körperliche Anstrengung führt vielleicht dazu, dass wir uns noch schlechter fühlen. Manchmal entstehen Zahn-, Hals- und Muskelschmerzen, es verstärkt sich die Erschöpfung oder es kommt zu Drehschwindel und einem fiebrigen Gefühl. Der Begriff „Post Exertional Malaise“ (PEM) bedeutet soviel wie „Schlechtgehen nach körperlicher Betätigung“. Weiterlesen

Wir müssen nicht immer reagieren und nicht immer etwas „machen“

„Da muss jetzt unbedingt etwas passieren. Was soll ich tun?“ Nichts. Manchmal einfach nichts. Oder sogar öfter mal nichts. Wir kommen so oft in Bedrängnis, weil wir ständig das Gefühl haben, dass wir aktiv etwas tun sollen. Wir wollen immer sofort reagieren. Im Rechtsstreit, bei medizinischen Problemen, bei psychischen Beschwerden. Schlimmer noch: Wir wollen nicht nur sofort reagieren, wir wollen sogar verhindern, dass etwas passiert. Doch so kann sich nichts entfalten. Gerade in der Meditation oder in der Psychoanalyse entdecken die Menschen häufig unerwünschte Gefühle, die sie sofort wieder loswerden wollen, nachdem sie sie entdeckt haben: „Was soll ich jetzt tun?“, ist die Frage, die sofort kommt. Weiterlesen

Wie der Psychoanalytiker Martin Grotjahn das Rauchen aufgab, als er in den USA landete

Einen mutmachenden Beitrag zum Thema Rauchen fand ich hier: Martin Grotjahn: Rauchen, Husten, Lachen und Beifall – eine vergleichende Studie zur Symbolik des Atmens (salmoxisbote.de). Martin Grotjahn, Wikipedia, (1904-1990) war ein deutscher Psychoanalytiker, der 1936 mit seiner Frau Etelka und Sohn Michael in die USA emigrierte. Weiterlesen

Psychoanalyse und Musik: Warum im Himmel die Harfen sind

„Wenn ich singe, ist mein ganzer Körper beteiligt. In der Musik komme ich zur Ruhe“, sagt ein Geiger. „Wenn ich bei meinem Patienten sitze und in mich auf ihn einlassen kann, dann bin ich glücklich“, sagt ein Psychoanalytiker. Psychoanalytiker und Musiker empfinden das, was sie da tun, als Kunst. Es ist eine Freude, ein Spielen, ein Ausprobieren und auch ein Stück Freiheit. Weiterlesen