Wer glaubt, Psychotherapie sei nur etwas für jüngere Leute, der irrt. Psychotherapie kann bis ins hohe Alter wirken und bringt älteren und alten Menschen ebenso Entlastung wie jüngeren. Wieviel Bewegung es auf dem Gebiet gibt, zeigen diese Websites und Beiträge: (Text: © Dunja Voos, Bild: © joujou, Pixelio) [Read more...]
Psychotherapie im Alter
Die hochambivalente Mutter
“Der Turm, der wackelt, der Turm, der wackelt, die oberste Spitze fällt ab.” Kennen Sie dieses Kinderlied? Wie an der Spitze eines solchen Turmes muss sich ein Kind fühlen, dass eine hochambivalente Mutter hat. Ob es Mütter gibt, die “nur schlecht” sind, wage ich zu bezweifeln. Wohl alle Mütter haben auch gesunde, ruhige und liebevolle Seiten. Doch das Kind einer ambivalenten Mutter, die in extremem Ausmaß mal so, mal so ist, kann sich nicht orientieren. Das Kind wird davon ganz unruhig. Es kann nicht einfach “sein”. Es muss immer die Lage checken und sich fragen: “Wie ist mir die Mutter heute gesinnt? Bekomme ich plötzlich Prügel oder Strafen, obwohl ich nichts Schlimmes getan habe? Wird sie nett und zugewandt sein? Ist sie gut gelaunt? Kann sie ertragen, wenn es mir gut geht?” (Text: © Dunja Voos, Bild: © Gitti, Pixelio) [Read more...]
Wie sprichst Du eigentlich mit Dir?
“Sag mal – wie sprichst Du eigentlich mit mir?”, fragen wir vorwurfsvoll den anderen. Doch was ist mit uns selbst? Wie sprechen wir eigentlich mit uns? Vielen fällt es leicht, freundlich zu anderen zu sein. Wir sprechen anderen Mut zu, sagen ihnen: “Kopf hoch, das wird schon, Du machst das doch gut.” Doch wer einmal auf seine Selbstgespräche achtet, wird möglicherweise feststellen, dass diese nicht die nettesten sind. Da sagt man sich: “Mensch, jetzt reiß Dich aber mal zusammen”, oder “Das verzeih ich mir nie”, oder “Da war ich zu hochnäsig. Dass mir das aber auch immer wieder passiert – peinlich!” Wie wir mit uns selbst reden, hängt oft unweigerlich damit zusammen, wie unsere Eltern mit uns sprachen. Und was die Eltern uns sagten, kann man sehr einfach herausfinden: Man muss sich bloß selbst zuhören. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Petra Borg, Pixelio) [Read more...]
Ein Kind. Erlebt. Gewalt.
Ein Kind. Die Mutter hütet es, die Mutter liebt es. Die Mutter liebt es und sperrt es ein. Die Mutter hasst es und schlägt es. Eines Tages, das Kind ist 8, bringt es die Mutter fast um. Die Mutter hat das Kind fest im Griff. Auf dem Bett. Zum Schreien hat das Kind keine Luft mehr. Das Kind blickt flehentlich. Eine Ewigkeit. Die Mutter lässt los. Sie läuft weg. Mit seinem Blick hat das Kind sich selbst gerettet. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Erich Westendarp, Pixelio) [Read more...]
Cortisol, Depressionen und Panikattacken
Das “Stresshormon” Cortisol spielt anscheinend bei Depressionen und Panikattacken eine große Rolle. Ich habe da das Bild von ängstlichen und dünnen Studentinnen, die von Panikattacken geplagt sind. Und dann gibt es die übergewichtigen, ruhigeren, älteren Frauen, die unter Depressionen leiden. Häufig aber wechseln sich Panikattacken und Depressionen ab; Ängste können eine Depression überdecken. Welche Rolle spielt das Cortisol dabei? Dieser Frage geht das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus (Dresden) in einer Studie nach. Weitere Informationen finden Sie hier: www.uniklinikum-dresden.de. [Read more...]
Einsamkeit: Am schlimmsten sind die Sonntage
Sonn- und Feiertage – einsame Menschen würden sie am liebsten abschaffen. Auch die Abende oder schlaflosen Nächte können die Einsamkeit verstärken. Viele Menschen sind davon betroffen. Aber darüber sprechen – das tun nur die wenigsten. Meistens schämen sich die Einsamen ihrer Einsamkeit. Eine stille Wut auf die anderen und ein schmerzender Neid auf alle, die nicht einsam sind, macht sich breit. Dabei sind nicht nur alte und kranke Menschen oder “komische Kauze” betroffen – gerade die Singles in den besten Jahren, beruflich erfolgreiche und attraktive Frauen und Männer sind einsam und halten die Stille kaum länger aus. Geplatzte Träume oder Kinderlosigkeit wider Willen lässt den Schmerz an manchen (Feier-)Tagen sehr, sehr groß werden. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Heinz Lampe, Pixelio) [Read more...]
Depressions-Tests
Gefühle lassen sich ebenso schwer messen wie Schmerzen. Wer eine Depression hat, der weiß das oft selbst – er fühlt es deutlich. Um jedoch in etwa einzuschätzen, ob jemand depressiv ist oder nicht, gibt es eine Reihe von Tests. Sie bieten einen groben Anhaltspunkt für das Befinden des Betroffenen. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Tobias Zeller, Pixelio) [Read more...]
Negativ-Bias bei Depressionen
Wer an einer Depression leidet, der kann oft am schönsten Sonnenstrahl und an der prächtigsten Blume nichts Schönes mehr erkennen. Es ist, als ob man bei einer Depression eine grau-gefärbte Brille tragen würde. Diese “verzerrte Wahrnehmung” nennen Wissenschaftler einen “Negativ-Bias” (sprich: “baies”). “Bias” ist das englische Wort für “Tendenz”, “Voreingenommenheit” oder auch “systematischer Fehler”. Woher diese “Negativ-Wahrnehmung”, diese “affektive Urteilsverzerrung” kommt, daran forschen die Forscher gerade emsig. Ein Forscherteam um Katja Werheid, Humboldt-Universität Berlin, will herausfinden, ob bei einer Depression Negatives stärker verarbeitet wird oder Positives schwächer wahrgenommen wird. Vielleicht ist auch beides möglich. (Text: © Dunja Voos, Bild: © rograb, Pixelio) [Read more...]
Schwächen anbieten – warum macht man das?
Es gibt Menschen, die tragen ihre Fehler geradezu vor sich her. Während einige Menschen ihre Fehler überspielen und versuchen, sie zu verbergen, gibt es andere, die ständig zeigen: “Sehr her, hier habe ich eine Schwäche.” Manchmal ist es, als wollten sie damit sagen: “Haut ruhig rein.” Wenn andere die “Einladung” dann annehmen und tatsächlich auf den eigenen Schwächen “herumtanzen”, hält man das vielleicht zunächst gut aus und “genießt” es vielleicht sogar ein wenig. Doch dann kommt die Wut und man denkt sich: Demnächst werde ich meine Schwächen nicht so zur Schau stellen. Demnächst gebe ich anderen nicht die Gelegenheit, mich bei meinen Schwächen zu packen. Doch manche Menschen kommen immer wieder in diese Situation – woran liegt das? (Text: © Dunja Voos, Bild: © Ich-und-Du, Pixelio) [Read more...]
Dysthymia
“Dysthymia” oder “Dysthymie” heißt wörtlich “Verstimmung” (dys = ungut, Thyme = Stimmung, Gemüt). Die Dysthymie ist eine Form der Depression. Dabei handelt es sich um eine chronische “depressive Verstimmung”, also nicht gerade um eine schwere Depression. Aber diese Verstimmung tritt bei den Betroffenen immer wieder auf. Sie begleitet die dysthymen Patienten meistens über viele Jahre, oft schon von Jugend an. (ICD-10: Dysthymia = F.34.1)
Major Depression
Im englischsprachigen Raum wird eine unipolare Depression (also eine Depression ohne Phasen der Hochstimmung = ohne Phasen der Manie) als “Major Depression” bezeichnet. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) schreibt in seiner Leitliniensynopse zum Thema “Depression” aus dem Jahr 2009: (Text: © Dunja Voos. Bild: © Rainer Sturm, Pixelio) [Read more...]
Wieviel Herd verträgt die Frau?
Unter Müttern wird heiß diskutiert: Wieviel Kinderbetreuung ist nötig? Wieviel kann/darf die Mutter arbeiten und wie sehr sollte sie sich um die Kinder kümmern? Die “Herdprämie” hat diese Diskussion angeheizt. (Als “Herdprämie” wird das Betreuungsgeld bezeichnet, das Eltern erhalten, wenn sie ihre Kinder selbst betreuen und nicht in die Kindertagesstätte schicken.) Gerade unter Müttern wird viel über den “Herd” diskutiert – er ist ein interessantes Symbol unserer Zeit. (Text: © Dunja Voos, Bild: © Petra Bork, Pixelio) [Read more...]



