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Mutter-Kind-Kommunikation

„Es ist hart“, sagt die Mutter. Und sucht Anerkennung. „Da siehste mal, wie das für mich war!“, sagt deren Mutter. Auch sie sucht Anerkennung. Müde gehen sich beide mit ihren Blicken aus dem Weg. „Ich mach‘ es besser“, denkt die Tochter. Denkt die Mutter. Und die Mutter, die Tochter beendet den Kampf nicht. Anerkennung kann so nicht kommen. Zu alleingelassen waren beide viel zu lange. Lassen ist die Medizin. Weiterlesen

Die psychische Verfassung bei Grippe (Influenza)

Es haut einen um, dieses unglaubliche Krankheitsgefühl. Plötzlich ist es da, mitten in der Nacht. Man möchte aufstehen, doch die Beine tragen kaum. 39 Grad und höher, wie aus heiterem Himmel. Der Kopf ist zu wie bei einer Nasennebenhöhlenentzündung. Das körperlich-sinnlich-emotionale Resonanzsystem ist abgeschaltet. Wie betäubt ist man von: Grippe. Weiterlesen

Geborgen an der Grenze zur Katastrophe

Wenn die Katastrophe da ist, fühlen sich viele zwar allein, aber das quälende Einsamkeitsgefühl scheint gewichen zu sein. Man ist beschäftigt mit der Katastrophe und auch irgendwie "gehalten", denn in der Katastrophe wird das katastrophale Bild zur Gewissheit....

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(Sexuelle) Gewalt gegen Kinder: nicht übereifrig helfen wollen

„Ich war so froh, als der Tag kam, dass ich ins Heim konnte“, sagt Sebastian. „Ich hätte trotz aller Gewalt nicht von meiner Familie weg gewollt“, sagt Andrea. Im Radio sagt eine Pädagogin: „Wir wollen die Kinder stärken. Wir wollen ihnen erklären, wo Missbrauch anfängt.“ Es klingt so intellektuell – so weit weg. Das Kind, das missbraucht wird, spürt, dass da etwas nicht stimmt. Schon Kleinkinder spüren, wenn da was „nicht richtig“ ist. Weiterlesen

Die Welt voller Amuse-Gueules

„Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung“, sagt der Lehrer und legt seine warmen Hände um meine Hand. „Na? Hamm’wers geschafft?“, sagt der beste Freund und klopft mir auf die Schulter. „Es macht Spaß, mit dir Musik zu machen“, sagt der Kollege und packt seinen Cellokasten. „Free Hugs“, steht auf dem Schild eines Mannes in der Fußgängerzone. „Das macht dann 80 Euro“, sagt der Physiotherapeut nach der Massage. Und alle gehen sie nach Hause. Zu ihrer Frau. Zu ihrer Familie. Weiterlesen

Alleiniges Sorgerecht – soll ich vor Gericht ziehen? Familienanwälte machen manchmal alles nur schlimmer

Während Mutter und Vater es haben, erscheint es beiden manchmal wie die Hölle: das gemeinsame Sorgerecht. Obwohl eigentlich über nur wenige Punkte gemeinsam entschieden werden muss, können diese Punkte zu aufwühlenden Dramen führen. Weiterlesen

Alleinerziehend: „Die Väter zahlen nie genug!“ und: Zum Wohle des Kindes

„Die Väter zahlen in 90% der Fälle nicht den Kindesunterhalt, den sie gemessen an der Düsseldorfer Tabelle eigentlich zahlen sollten“, erklärt eine Beraterin des Jugendamtes. Kaum eine alleinerziehende Mutter, die nicht darüber klagt, dass der Vater zu wenig zahlt. Wie kommt das? Väter wollen für ihre Familie sorgen. Es ist ebenso ein „Ur-Instinkt“ wie der Wunsch der Mutter, ihr Kind zu ernähren. Weiterlesen

Das Kind in der Therapie – so fühlt sich die Mutter

„Bei mir hat das Kind einen geschützten Raum“, sagt die Therapeutin und schließt die Tür des Behandlungszimmers, während die Mutter im Wartezimmer zurückbleibt. „Toll“, denkt die Mutter. „Als ob mein Kind bei mir keinen geschützten Raum hätte! Sicher spielt die Therapeutin auf unseren Sorgerechtsstreit an.“ Die Mutter fühlt sich extrem unwohl. Was machen die beiden hinter der Tür? Was wird das Kind erzählen? Mütter brauchen oft sehr viel Mut und müssen oft vieles einstecken, wenn sie ihr Kind einem Therapeuten oder einer Therapeutin anvertrauen – egal, ob es sich um Psycho-, Ergo- oder Sprachtherapie handelt. Weiterlesen

Hans Hopf: Die Psychoanalyse des Jungen (Buchtipp)

Der Kinderanalytiker Dr. Hans Hopf hat in seinem Buch "Die Psychoanalyse des Jungen" seine Erfahrungen aus der Jahrzehnte-langen Arbeit mit Jungen zusammengetragen. "In den neunziger Jahren begannen Jungen zum Problem zu werden", schreibt Hans Hopf. Die Diagno...

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Psychische Störungen hängen mit Beziehung zusammen

Wenn Du eine Psychotherapie machst, merkst Du vielleicht, wie wichtig Dir die Stunden sind. Fällt eine Sitzung aus, ist es für Dich schwer auszuhalten. Es ist Dir wichtig, dass Dein Therapeut für Dich anwesend ist. Vielleicht fühlst Du Dich auch in anderen Beziehungen sehr auf den anderen angewiesen. Wenn Deine nächste Bezugsperson weg ist, kommst Du vielleicht in psychische Not. Weiterlesen