Duldungsstress ist stark belastend: Wenn man wo drinsteckt, wo man so schnell nicht rauskommt, hilft Millimeter-Arbeit

„Haben Sie Stress?“, fragt der Arzt. Was willst du darauf antworten. Unter Stress verstehen wir meistens Zeitdruck, Hektik, zu viele Termine, zu viel Arbeit und Streit. Was aber gehörigen Stress verursachen kann, ist das Dulden.

Vielleicht leidest du unter Aggressionen in der Familie, doch du duldest sie, um die Familie nicht aufzubrechen. Das Kind alkoholkranker Eltern erduldet geduldig die Kindheit, bis es endlich von zu Hause ausziehen kann. Der Pflegende wartet auf den Tod des zu Pflegenden. „Duldungsstress“ ist eine große Belastung, die niederdrückt.

Es gibt Lebensphasen, da können wir nur wenige Veränderungen vornehmen – da sind wir abhängig von anderen und stecken in einer bestimmten Situation fest. Wir können unser Leben lang in Situationen kommen, in denen wir gefangen sind, ohne die geringste Idee, wie wir die Situation auf Dauer verändern könnten.

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Luciana d’Allessio et al. (2020):
Reducing Allostatic Load in Depression and Anxiety Disorders: Physical Activity and Yoga Practice as Add-On Therapies. frontiers in Psychiatry, doi 10.3389/fpsyt.202000501

Dieser Beitrag wurde erstmals veröffentlicht am 27.3.2015
Aktualisiert am 7.1.2026

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