
Elf Jahre hat meine Ausbildung bei der DPV gedauert, bis ich mich endlich bei der Ärztekammer zur Prüfung angemeldet habe. Ein Abschlusskolloquium bei der DPV habe ich jedoch nicht gemacht. Ein paar Jahre zuvor wäre diese Vorstellung für mich noch katastrophal gewesen. Weiterlesen

Am Anfang der Psychoanalyseausbildung steht die Suche nach dem Lehranalytiker. Sie unterscheidet sich eigentlich nicht von der Suche als Patient nach einem Analytiker. Hatte man vorher noch keinen Kontakt zur Psychoanalyse-Welt, gibt es oft zunächst nur Adresslisten aus dem Institut und Websites. Nicht selten wird einer der Lehranalytiker, bei denen man sich im Bewerbungsgespräch vorstellt, später zum eigenen Lehranalytiker.Weiterlesen
Supervisor: „Ihren Fallbericht sollten Sie noch einmal gründlich überarbeiten.“ Dann zur Bank: „Einen Ausbildungskredit können wir Ihnen nicht geben: Sie machen ja jeden Monat 1400 Euro Verlust!“ (Anmerkung: Die Ausbildung kostet monatlich 1400 Euro, deshalb bin ich ja da.) Dann schnell in die Praxis. Rasch aus dem Briefkasten ein Schreiben gefischt: „Die Krankenkasse hat Ihren Antrag (für die Therapie des „Ausbildungsfalls“) abgelehnt.“ Gefahrene Strecke heute: 200 km. An solchen Tagen: Einfach weiteratmen. Weiterlesen
Voraussetzung für eine Psychoanalyse-Ausbildung ist ein akademischer Abschluss. Meistens werden Ärzte oder Psychologen Psychoanalytiker – fast immer jedoch sind es Menschen, die es gewohnt sind, sehr viel zu leisten. Sie haben hunderte Prüfungen hinter sich gebracht zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Psychoanalyse-Ausbildung beginnen. Weiterlesen

„Mein Baby war ein Schreibaby und ich habe das Gefühl, dass das nie aufgehört hat. Immer ist mein Kind unruhiger und auffälliger als andere Kinder geblieben.“ Vielleicht kennst Du das. Eine Studie von Ina Santos und Kollegen (2014), jech.bmj.com/…, gibt Dir recht: Kinder, die mit drei Monaten exzessiv schreien, zeigen im Alter von vier Jahren häufiger Verhaltensauffälligkeiten als ruhigere Babys. Weiterlesen
„Du hast doch eine Psychoanalyse gemacht – wie kommt es denn, dass Du immer noch unter Einsamkeit, Ängsten und Neid leidest?“, höre ich manchmal. Und auch ich frage mich, wie ich den Unterschied zwischen Vorher und Nachher beschreiben könnte. Weiterlesen
Ha! Ich hab’s! Ich habe keine Angst mehr. Komm‘ doch, Du Böses! Du Ungewolltes! Du darfst gerne kommen, liebe Verkrampfung, liebe Abneigung, lieber Hass. Weiterlesen

Menschen in einer Psychose entwickeln häufig eine ganz eigene Sprache. Ihr inneres Erleben ist so schwierig zu beschreiben, dass sie z.B. Worte für spezielle Erfahrungen erfinden. Ähnlich tun es Kinder in ihrer Entwicklung. Pippi Langstrumpf erfindet das Wort „Spunk“. Weiterlesen

„Psychodynamische Seelsorge“, also eine Seelsorge, die eng mit der Psychoanalyse verwandt ist – davon hatte ich noch nie etwas gehört. Daher traf ich mich mit Pfarrer Florian Sebastian Ehlert (Gespräch auf Youtube), denn mein Eindruck war bisher, dass die Pastoralpsychologie heute eher an die Verhaltenstherapie angelehnt ist. Weiterlesen

Scham folgt oft rasch auf unsere – oft unbewussten – Phantasien. Oft können wir gar nicht so genau sagen, warum wir uns in diesem Ausmaß schämen. Weiterlesen