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Kinder in gewaltvollen Familien: nicht übereifrig helfen wollen

„Ich war so froh, als der Tag kam, dass ich ins Heim konnte“, sagt Sebastian. „Ich hätte trotz aller Gewalt nicht von meiner Familie weg gewollt“, sagt Andrea. Im Radio sagt eine Pädagogin: „Wir wollen die Kinder stärken. Wir wollen ihnen erklären, wo Missbrauch anfängt.“ Es klingt so intellektuell – so weit weg. Weiterlesen

Es geschieht mir – ein Ringen um Akzeptanz

Wir wollen alles im Griff haben und doch geschieht uns immer irgendwas – Dinge, die wir so gar nicht wollen: Neue Kosten kommen auf uns zu, wir werden verlassen, wir bekommen ein riesiges Haus vor unser eigenes Fenster gesetzt, die Klassenlehrerin wechselt, die Diagnose ist schrecklich. Mit uns wird etwas „gemacht“. Oder aber – manchmal am Schlimmsten – wir haben selbst unwillentlich etwas getan, das uns in Schuld und Unglück stürtzte. Wir waren unseren eigenen Impulsen, Schwächen und Grenzen ausgeliefert. Weiterlesen

Häme – ein kurioses Gefühl

Am Anfang stehen manchmal Gefühle von Minderwertigkeit und Unterwerfung. Man "gehorcht" dem anderen und tut das, was er will, weil man ihm unterlegen und weil man von ihm abhängig ist. Aber man verachtet sich selbst für sein unterwürfiges Verhalten. Ist die Si...

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Punktgenau

Gleich kommt es auf mich an. Alle Blicke liegen auf mir. Um Punkt 13 Uhr fängt meine Prüfung an. Das Problem bei Wettkämpfen ist das Gefühl, auf den Punkt genau leistungsfähig sein zu müssen. Die Nerven zu behalten. Wir können das trainieren: Freihändig fahren, obwohl die Augen auf uns gerichtet sind. Wir können weiter auf unserer inneren Insel bleiben, auch, wenn Menschen um uns herum hohe Erwartungen haben. Weiterlesen

Der tiefe Wunsch, zu zerstören, kann sehr be(un)ruhigend sein

Ich habe den tiefen Wunsch, zu zerstören. Nicht nur ein bisschen was abzubrechen, nicht nur einen Katscher reinzumachen, Kaffee drüberlaufen zu lassen oder ein bisschen zu kneifen. Ich habe den tiefen Wunsch, ganz zu zerstören, vollkommen, sodass nichts mehr übrig bleibt. Der Hass in mir ist unermesslich. Ich will nicht nur irgendwas zerstören, sondern alles, was mir im Weg ist. Besonders, wer und was mir am nächsten steht, will ich zerstören. Und zwar ganz. Weiterlesen

„Wenn der Herr nicht das Haus baut …“ Warum wir unser Unbewusstes bei unseren Projekten berücksichtigen sollten

"Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen" (Psalm 127). Wenn ich mich schon lange abmühe und arbeite, ohne dass meine Arbeit Früchte trägt, kommt mir dieser Satz in den Sinn. Immer wieder kannst du beim Bau deines inneren und ä...

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Was nutzt es uns, im Chaos ruhig zu bleiben? Meditation vor dem Abgrund

„Ich habe so viel zu erledigen, ich kann mich jetzt nicht hinsetzen und ‚Oom‘ singen“, sagst du vielleicht. Sobald du dir vornimmst, Yoga zu machen, drängen sich dir unglaublich wichtige, ja lebenswichtige Dinge auf: der Streit mit dem Partner, das nicht überwiesene Geld, der zu verschiebende Termin, der Schimmel im Kühlschrank, der merkwürdige Hautfleck. Weiterlesen

Ich wehre mich nicht mehr

Ich habe meine krallende Hand vom Ufer entkrallt, habe mich in die Fluten sinken lassen. War das anstrengend vorher. Immer nur Widerstand zu leisten. Jetzt muss ich gar nichts mehr. Alles geschieht von selbst. Und während ich mich vom Wasser mitziehen lasse, m...

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Kinderlos: Vom Schmerz des unerfüllten Kinderwunsches

Als Kinder glaubten wir im Vater-Mutter-Kind-Spiel noch, dass unsere erträumte Familie später einmal selbstverständlich Wirklichkeit werde. Doch wenn wir als Kinder – aus welchen Gründen auch immer – zu sehr litten oder in stark neurotischen oder gar psychotischen Familien groß wurden, verloren wir rasch an Lebenszeit. In unserer Orientierungslosigkeit waren wir als junge Erwachsene vielleicht lange damit beschäftigt, Versäumtes aufzuholen und Sonderbares abzuarbeiten. Vielleicht haben wir unseren emotionalen Mangel und die Einsamkeit mit unserem Beruf kompensiert. Möglicherweise sind wir sogar sehr erfolgreich. Aber wir fühlen uns auch sehr einsam.Weiterlesen

Meine Erfahrungen mit Online-Therapie als Psychotherapeutin

Bei meinem Gegenüber ist es schon dunkel. Onlinetherapie kann man von überall in der Welt machen. Nah am Bildschirm spüre ich manchmal sogar den Lufthauch, der vom Lautsprecher kommt, wenn der andere spricht. Diese blöde Scheibe zwischen uns möchte ich manchmal so gerne einfach wegnehmen. Und doch entstehen mitunter „Now Moments“, die denjenigen der „echten“ Psychotherapie sehr nahe kommen. Weiterlesen