
Feindselige Beziehungen sind relativ einfach: Hier schaue ich, dass ich zu meinem Recht komme und dass der andere nicht zu viel Gutes abbekommt. Schwierig wird es für uns oft dann, wenn wir eine Beziehung eingehen mit jemandem, den wir wirklich mögen. „Es ist, als verließe ich mich selbst“, sagt eine Studentin in der Psychotherapie und beschreibt die Situation, in die sie kommt, wenn sie jemanden mag: „Dann ist es nur noch wichtig, dass Frieden herrscht. Meine eigenen Bedürfnisse stelle ich hinten an und Missstände spreche ich nicht an. Ich bin in einer guten Beziehung wie gelähmt.“ „Aggression“ bedeutet nicht nur wütendes Schreien oder gewaltsamer Kampf. Aggression (vom Lateinischen: aggredi = herangehen) heißt, dass man auf jemanden zugeht. Weiterlesen
So, wie man bei einer Magen-Darm-Grippe das gute Essen nicht riechen und nicht essen kann, so, wie man bei Heuschnupfen die schöne Frühlingsluft nicht verträgt, so, wie man bei einer Wunde Berührung meidet, so ist es bei psychischem Leid: Der, der die psychische Wunde hat, kann das Gute nicht vertragen, auch wenn es direkt neben ihm liegt. Solange die Krankheit da ist, will man das Gute auch gar nicht: Der Heuschnupfler zieht sich in die Wohnung zurück, der Magen-Darm-Kranke will nichts essen. Weiterlesen
Im Traum verarbeitet man seine Erfahrungen und lässt sie zu einem Teil von sich selbst werden. Psychoanalytiker sagen, man „introjiziert“ seine Erfahrungen. Die rohen Erfahrungen und Gefühle werden zu bedeutungsvollen Bildern und Worten. Manchmal ist es auch umgekehrt: Wir verarbeiten innere Erfahrungen außerhalb von uns selbst. Wir „projizieren“ sie nach aussen – in andere Menschen, aber auch in Gegenstände, beispielsweise, wenn wir die Unordnung in einem Schrank besonders dann unerträglich finden, wenn auch in unserem Inneren gerade Chaos herrscht. Im Traum lernen wir etwas aus unseren emotionalen Erfahrungen. Weiterlesen
Die Operationalisierte Psychodynamische Diganostik beschreibt auf der 5. Achse, woran der Patient psychisch und psychosomatisch leidet. Hier kommen Fragebögen zum Einsatz, das Diagnostische Manual Psychischer Störungen (DSM) sowie die Internationale Klassifikation von Erkrankungen (ICD). Die ICD-10 beschreibt in „Kapitel F“ die möglichen psychischen Störungen:Weiterlesen