Chunk = englisch „Klumpen“, wird eine Einheit genannt, die das Gehirn über die Sinne pro Sekunde aufnehmen kann. Man sagt, dass wir 7 Chunks pro Sekunde verarbeiten können. Der Psychologe und Physiker Walter von Lucadou erklärt es ganz einfach: „Ein Schüler, der gerade erst lesen lernt, braucht viel Zeit für jedes Wort, weil jeder Buchstabe für sich einen Chunk darstellt. Für geübte Leser dagegen ist das ganze Wort ein Chunk, manchmal sogar ein ganzer Satz“ („Die Geister, die mich riefen“, Bastei-Lübbe, Köln 2012: S. 61).
Ich habe einen guten Gang. Der liegt weit unterirdisch. Die anderen sehen ihn nicht. Ich muss ihn verheimlichen, denn er ist mein Überlebensgang. Nur manchmal, da könnte er etwas Luft vertragen. Oben sind andere Schichten. Es sind Abwehrschichten. Vordergründig sind dort Kämpfer, die mit der Außenwelt kämpfen. Sie stehen mit den Männlein im unteren Gang in Kontakt. „Hast du sie noch alle gut im Griff?“, frage ich aus der Tiefe. „Ja, alle im Gefecht!“, rufen die Männchen von oben. „Du kannst ganz beruhigt sein!“ Weiterlesen
Für Symptome haben die Ärzte und Psychologen viele Namen. Da gibt es die Angststörung, die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder die Borderlinestörung. Ängste kommen sowohl bei der PTBS als auch bei der Borderlinestörung vor. Viele Therapeuten sehen in der Borderlinestörung gleichzeitig eine posttraumatische Belastungsstörung. Doch die Diagnose hat für den Patienten und die Umgebung eine große Bedeutung: Während man mit Angstpatienten oder traumatisierten Patienten Mitleid hat, werden Borderline-Patienten als schwierige Patienten angesehen, obwohl auch sie traumatisiert sind und unter Ängsten leiden. Weiterlesen
Die meisten Einzelkinder, die ich kenne, haben sich ihr Leben lang Geschwister gewünscht. Über die spezielle Einsamkeit von Einzelkindern wird selten gesprochen. Auf Einzelkindern lastet der Blick der Eltern viel schwerer. Sie haben gegenüber den Eltern keine Verbündeten. Die „Verwöhnung“, die die Einzelkinder oft erfahren, lässt sie sich manchmal nur noch einsamer fühlen. Einzelkinder wünschen sich vielleicht viel, so das gängige Bild. „Doch eigentlich habe ich mir immer nur Eines gewünscht: ein Geschwisterkind“, sagt eine ältere Frau. Die vielen Wünsche kommen oft daher, dass das, was sich das Einzelkind wirklich wünscht, nicht in Erfüllung geht. Weiterlesen
„Behandlungsvoraussetzungen und Krankheitsverarbeitung“ lautet die Überschrift der Achse I der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD). Hier kann der Therapeut folgende Punkte beschreiben: Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen: Seit wann bestehen die Beschwerden? Wann traten sie das erste Mal auf? Zur Krankheitsdarstellung des Patienten: Wie hoch ist der Leidensdruck? Welche körperlichen/psychischen/sozialen Probleme bestehen? Zum Krankheitskonzept des Patienten: Orientiert er sich am Körper? An der Psyche? Am Sozialleben? Veränderungskonzepte des Patienten: Welche Therapie wünscht er sich? Welche Veränderungsressourcen und -hemmnisse bestehen? Weiterlesen