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Da! Da ist es wieder …

Da! Da ist es wieder: Das Gefühl. War es die Liebe, der gleichzeitige Hass oder die Lähmung? Die Verwirrung? Die Erinnerung oder Assoziation? Mein Körper geht innerlich auf. Man erwartet mich. Pünktlich! Es ist zu spät. Zu spät, um noch irgendwo anders auf Klo zu gehen. Ich befürchte, ich befürchte! Dass ich undicht werde, dass ich lecke. Dass ich dort zum Klo muss und alles gleichzeitig verliere – flüssigen Stuhl und Tränen und Kotze. Und dass ich mit meinem Gestank alles verpeste. Dass ich nie wieder aus diesem Klo rauskomme. Dass ich dort auf den Boden falle. Weiterlesen

Festgemauert

Festgemauert in der Erde … hält sie mich, lässt mich nicht los. Es gibt kein Vor und kein Zurück, kein Auf und kein Ab, kein Links und Rechts. Dieses Festgehaltenwerden macht Panik und lässt die Angst auf eine merkwürdige Weise verschwinden. Auch, wenn der Körper unter diesem Druck sterben könnte. Wenn ich Abschied davon nehmen möchte, fliege ich weg. Oder nicht?

Das Erbrechen

Alles zieht sich im Mund zusammen. Da kommt eine Welle, das spürt man. Liegen ist jetzt nicht mehr. Unruhig steht man auf. Ab auf's Klo, mit Eimer davor und dann warten. Dann hyperventilieren. Man spürt, wie der Atem schneller geht. Wie es einem heiß wird. Dan...

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Widerstand (englisch: Resistance), Übertragungswiderstand und Widerstandsanalyse in der Psychoanalyse

Sigmund Freud bezeichnete die Aktionen des Patienten, die das Weiterkommen in der Psychoanalyse verhindern, als Widerstand. Wenn Patienten "Widerstand leisten", dann tun sie das meistens aus Angst. Wer in der Psychoanalyse seinen vorbewussten Neid oder seine S...

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Auge-Herz-Reflex (Okulo-kardialer Reflex): Druck aufs Auge verlangsamt das Herz

Wenn wir etwas Schönes erblicken, hüpft unser Herz vor Freude. Auch das ist eine Art „Auge-Herz-Reflex“. Aber eigentlich ist der folgende körperliche Vorgang damit gemeint: Wird Druck auf den Augapfel ausgelöst, so schlägt das Herz langsamer. Bei einem hohen Augeninnendruck können herzinfarktähnliche Symptome auftreten. Übelkeit, Brechreiz, Schwitzen, Blutdruckerhöhung, Verlangsamung des Herzschlages (Bradykardie) und schließlich Herzstillstand können die Folge des Drucks auf den Augapfel sein. Der Druck auf das Auge beeinflusst die Spannung des Nervus vagus (Vagotonus, Vagusnerv = 10. Hirnnerv). Der Herz-Auge-Reflex wird auch trigemino-vagaler Reflex genannt. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Soll ich eine Decke zur Verfügung stellen?

Manche Psychoanalytiker haben eine, andere haben keine: eine Decke auf der Couch. Sie kann zu sehr interessanten Beobachtungen und Erkenntnissen führen. Der Patient darf sich die Decke nehmen, wenn er friert oder einfach das Bedürfnis hat, sich zuzudecken. Hie...

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Von der Angst, sich frei zu bewegen – Kinesiophobie

In manchen Situationen „halten wir die Luft an“. Wir machen uns schmal, versuchen nicht aufzufallen und halten uns ganz still. Das sind oft Situationen der Angst. Wir geben keinen Mucks von uns, um nur nicht bemerkt zu werden. Wir erleben den anderen als Feind und ziehen uns in uns selbst zusammen. Weiterlesen

Weiße Depression: wenn die depressive Mutter unerreichbar ist

Der Ausdruck „weiße Depression“ wurde von dem Psychoanalytiker André Green geprägt. Er meint damit eine Depression, die entsteht, wenn ein Kind eine depressive Mutter hat. Die depressive Mutter ist für das Kind emotional nicht anwesend, auch wenn sie körperlich da ist. Das Kind nimmt das Bild dieser -emotional abwesenden – Mutter in sich auf. Diese Mutter wirkt innerlich und äußerlich wie „tot“. Sie erscheint unerreichbar. Weiterlesen

Sexueller Missbrauch in den Medien: einseitige Nein-Sage-Beiträge werden Kindern nicht gerecht

In den Medien und in der Schule wird oft sehr einseitig über sexuellen Missbrauch aufgeklärt. Auch heute noch findet man ähnliche Sätze wie in einem Artikel der ZEIT von 2010: „Bei sexuellem Missbrauch geht es immer darum, dass Erwachsene etwas mit Kindern machen, was die Kinder nicht wollen“ (Kinder-ZEIT vom 22.4.2010: „Nein zu Kindesmissbrauch!“). Da sollen Kinder lernen, „Nein!“ zu sagen und „schlechte Gefühle“ rechtzeitig zu erkennen. Möglicherweise sind solche Präventions-Versuche besser als nichts. Doch viele Menschen, die als Kinder selbst missbraucht wurden, können über solche „Nein!“-Beiträge nur den Kopf schütteln – so sehr gehen sie an der Realität vieler Betroffener vorbei. Weiterlesen

Bodenlos

Bodenlose Angst, bodenlose Frechheit, bodenloser Hass. Wenn es keinen Halt mehr gibt, geht der Riss durch und durch. Den Unterschied zwischen psychischer Gesundheit und Krankheit macht die Dicke des Bodens. Der Borderliner fällt nie ganz durch, doch für den Psychotiker ist zeitweise jede Hoffnung verloren. Durchlässig, prorös, arrodiert fühlt man sich. Manchmal kommen Durchfall, Schweiß und Übelkeit. Die Muskeln zittern. Niemand versteht. Grenzenlose Einsamkeit. Doch was macht den Boden aus? Wie kann er wieder eingezogen werden? Weiterlesen