

Psychoanalytiker gehen selbst in eine lange Lehranalyse. Sie lernen anfangs unter anderem durch Nachahmen, ähnlich wie ein Musiker, der zunächst die Technik beherrscht, die er beim eigenen Lehrer erlernt hat. Auch das Selbststudium spielt eine große Rolle. So sind Lesen, Musik, Bewegung, Meditation und die Beschäftigung mit Märchen und Mythen wichtige Bausteine für die tägliche Arbeit. Weiterlesen

Bist du gelangweilt, bist du zu müde zum Wachsein und zu wach zum Schlafen. Ein Sonntagnachmittagsspaziergang bei heissem Wetter kann auch zeigen: Übelkeit und Langeweile liegen nah beieinander. Wir essen, trinken, schlafen aus Langeweile. Wir warten darauf, wieder anzuspringen, doch nichts spricht uns an. Weiterlesen

Manche unserer eigenen Taten erleben wir wie ein Trauma. Die Bilder verfolgen uns und es gibt nichts auf der Welt, das entschuldigen könnte, was wir getan haben. Manchmal kann uns das Leben in furchtbare Zwangslagen bringen. Weiterlesen

„Ich gehe mit Dir auf eine Reise zu Deinem inneren sicheren Ort“, sagt der Therapeut. Du sollst Dir einen Ort vorstellen, an dem Du Dich sicher und wohl fühlst. Doch wenn du z.B. komplex traumatisiert bist, dann kann das sehr schwierig werden. Weiterlesen
„Ich war so froh, als der Tag kam, dass ich ins Heim konnte“, sagt Sebastian. „Ich hätte trotz aller Gewalt nicht von meiner Familie weg gewollt“, sagt Andrea. Im Radio sagt eine Pädagogin: „Wir wollen die Kinder stärken. Wir wollen ihnen erklären, wo Missbrauch anfängt.“ Es klingt so intellektuell – so weit weg. Weiterlesen

Am Anfang stehen manchmal Gefühle von Minderwertigkeit und Unterwerfung. Man „gehorcht“ dem anderen und tut das, was er will, weil man ihm unterlegen und weil man von ihm abhängig ist. Aber man verachtet sich selbst für sein unterwürfiges Verhalten. Ist die Situation vorbei, wird man hämisch und verspottet den anderen. Weiterlesen
Wenn Babys und Kleinkinder die Vojta-Therapie erhalten, können sie sich später nicht bewusst daran erinnern. Als junge Erwachsene sind sie dann unter Umständen in psychiatrischen Kliniken und es lässst sich oft nicht so richtig erklären, warum die psychische Störung so ausgeprägt ist. Psychotherapeuten kommen nicht auf die Idee, nach Vojta zu fragen – meistens haben sie auch keine Vorstellung davon, wie diese Form der Physiotherapie aussieht. Weiterlesen

Gleich kommt es auf mich an. Alle Blicke liegen auf mir. Ich muss da sein, parat sein. Das Gefühl, auf den Punkt genau leistungsfähig sein zu müssen, lässt uns zittrig und ängstlich werden. Doch wir können das trainieren: Freihändig Rad fahren, obwohl die Augen auf uns gerichtet sind. Wir können weiter auf unserer inneren Insel bleiben, auch, wenn Menschen um uns herum hohe Erwartungen haben. Weiterlesen

Je nach Tagesform, Ort und Aufgaben haben wir verschiedene „Ich-Zustände“. Manchmal fühlen wir uns gut und sind dankbar für diesen Zustand. Aber vielleicht werden wir immer wieder überwältigt von unaushaltbaren Zuständen, die aus unserer Vergangenheit herrühren oder aus aktuellen Lebenslagen, die lange anhalten. Wir würden am liebsten weglaufen. Weiterlesen

Er steht da, im Paradies: Der Baum der Erkenntnis. Um mich herum ist die Welt in Ordnung. Innen drin bin ich unwissend. Ich stelle mich dumm, ich halte mich dumm. Ich weiß: Wenn ich diesen Apfel esse, wird die Welt um mich herum zusammenbrechen. Aber ich bin lieber gebildet in einer kaputten Welt als ungebildet in einer heilen Welt. Und als ich den Apfel esse, sehe ich, dass die Welt schon vorher nicht heil war. Aber jetzt können wir einander verstehen, die Welt und ich .Weiterlesen