
„Ich liebe Dich sehr, aber mit diesen Einbrüchen alle paar Wochen kann ich echt schlecht leben“, sagt dein Freund vielleicht. Immer wieder gerätst du in Beziehungen unter Spannung – und diese Spannung ist kaum auszuhalten. In dir ist Tumult, der nach aussen dringt. Plötzlich fühlst du dich schrecklich einsam, isoliert und eingeengt. Weiterlesen

„Ich dachte, ich muss in die Notaufnahme oder mich umbringen“, erzählt eine Frau, die an der Angst vor dem ewigen Leben leidet. Der Autor Bobby Azarian leide unter dieser Apeirophobie seit er vier Jahre alt war – als seine Mutter ihm nach dem Versterben des Opas erzählte, dass er nun fröhlich im Himmel weiterlebe (The Atlantic, 1.9.2016). Manche Menschen bekommen diese Angst mit Psychotherapie, Psychoanalyse und/oder Medikamenten in den Griff, aber viele haben bisher keinen Weg gefunden, um diesen „existenziellen Terror“ zu lindern (Azarian, 2016). Weiterlesen

Manchmal fühlen wir uns, als sei alles nur noch dunkel. Ich meine damit nicht die „Schattenseiten“ in uns, von denen der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung sprach. Es geht nicht um die Seiten in uns, die wir nicht haben wollen, wie z.B. Neid, Gier, Aggressionen etc. Ich meine die Dunkelheit in uns, die wir manchmal lange oder weniger lang in uns spüren. Diese Dunkelheit ist wie eine tiefe innere Einsamkeit. Wie eine Gewissheit, dass es wohl keinen Menschen gibt, der „das“, dieses Namenlose, jetzt nachvollziehen kann. Es ist wie ein Loch in uns. Weiterlesen

Was „Bewusstsein“ eigentlich ist, wird gerade enorm erforscht. Insbesondere auf das „Hard Problem of Consciousness“ (Wikipedia), also auf die Frage, wie subjektives Bewusstsein entsteht, gibt es kaum Antworten. Weiterlesen

Wenn wir einschlafen, haben wir eine Phase, in der schwebende Bilder entstehen. Nach einem schlechten Tag verfolgen uns die Szenen. Wenn es uns gut geht, bemerken wir die Bilder kaum bewusst. Während wir zunächst noch in Worten denken, gehen die Wortgedanken beim Einschlafen in Bildgedanken über. Diese Phase zwischen Wachen und Träumen ist ein „Hypnagoger Zustand“ (hypnos = griechisch: Schlaf, ago = treiben, führen). Weiterlesen

Die Couch ist ein Instrument in der Psychoanalyse, auf die ich dauerhaft nicht verzichten will. Natürlich gibt es Psychoanalysen, die nur im Sitzen durchgeführt werden können, weil die Traumafolgen eines Patienten ihm nicht gestatten, auf der Couch zu liegen. Oft ist Blickkontakt zunächst wichtiger. Aber warum bleibt die Couch ein so wichtiger Bestandteil der Analyse? Weiterlesen

Je nach Tagesform, Ort und Aufgaben haben wir verschiedene „Ich-Zustände“. Manchmal fühlen wir uns gut und sind dankbar für diesen Zustand. Aber vielleicht werden wir immer wieder überwältigt von unaushaltbaren Zuständen, die aus unserer Vergangenheit herrühren oder aus aktuellen Lebenslagen, die lange anhalten. Wir würden am liebsten weglaufen. Weiterlesen