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Die Lehranalyse beginnen, durchleben, beenden

Am Anfang der Psychoanalyseausbildung steht die Suche nach dem Lehranalytiker. Sie unterscheidet sich eigentlich nicht von der Suche als Patient nach einem Analytiker. Hatte man vorher noch keinen Kontakt zur Psychoanalyse-Welt, gibt es oft zunächst nur Adresslisten aus dem Institut und Websites. Nicht selten wird einer der Lehranalytiker, bei denen man sich im Bewerbungsgespräch vorstellt, später zum eigenen Lehranalytiker.Weiterlesen

Ein Tag aus dem Leben einer angehenden Analytikerin

Supervisor: „Ihren Fallbericht sollten Sie noch einmal gründlich überarbeiten.“ Dann zur Bank: „Einen Ausbildungskredit können wir Ihnen nicht geben: Sie machen ja jeden Monat 1400 Euro Verlust!“ (Anmerkung: Die Ausbildung kostet monatlich 1400 Euro, deshalb bin ich ja da.) Dann schnell in die Praxis. Rasch aus dem Briefkasten ein Schreiben gefischt: „Die Krankenkasse hat Ihren Antrag (für die Therapie des „Ausbildungsfalls“) abgelehnt.“ Gefahrene Strecke heute: 200 km. An solchen Tagen: Einfach weiteratmen. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytikerin? Leistung und Wissen zählen weniger – das Sein und Sein-Lassen ist wichtig

Voraussetzung für eine Psychoanalyse-Ausbildung ist ein akademischer Abschluss. Meistens werden Ärzte oder Psychologen Psychoanalytiker – fast immer jedoch sind es Menschen, die es gewohnt sind, sehr viel zu leisten. Sie haben hunderte Prüfungen hinter sich gebracht zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Psychoanalyse-Ausbildung beginnen. Weiterlesen

Psychoanalyse macht aus dem leeren Schmerz etwas Lebendiges

„Du hast doch eine Psychoanalyse gemacht – wie kommt es denn, dass Du immer noch unter Einsamkeit, Ängsten und Neid leidest?“, höre ich manchmal. Und auch ich frage mich, wie ich den Unterschied zwischen Vorher und Nachher beschreiben könnte. Weiterlesen

Du darfst kommen, Du Böses, Du Unerwünschtes!

Ha! Ich hab’s! Ich habe keine Angst mehr. Komm‘ doch, Du Böses! Du Ungewolltes! Du darfst gerne kommen, liebe Verkrampfung, liebe Abneigung, lieber Hass. Weiterlesen

Keine Angst vor der Wahrheit mehr

Im Anfang war der Widerstand. Wenn ich merkte, ich war einsam, rachsüchtig, zerstört und zerstörerisch, sagte ich mir: „Das kann nicht sein!“ Wenn ich merkte, ich hatte jemandem geschadet, wies ich es wütend von mir. Hilflosigkeit zu bemerken, Schuldgefühle auszuhalten und ein böses Ich zu fühlen, war einfach zu schwer. Die Angst dahinter: Die Wahrheit schadet mir. Ich werde ausgestoßen. Ich halte den Schmerz nicht aus. Eines Tages war es anders. Ich nahm einen Schluck Wahrheit und merkte, wie sie sich innerlich ausbreitete. Weiterlesen

Sexueller Missbrauch und die erotische Komponente: „selbst schuld“ am sexuellen Missbrauch?

Sexueller (Kindes-)Missbrauch kommt in unzähligen Farben und Varianten vor. Er kann von Vätern, Müttern, Großeltern, Geschwistern, Lehrern und anderen Menschen ausgehen. Er ist meistens umso folgenschwerer, je näher der Täter/die Täterin dem Opfer stand und je chronischer das Geschehen war. Weiterlesen

Die Sprache in der Psychose: Es war einmal der Sinn

Menschen in einer Psychose entwickeln häufig eine ganz eigene Sprache. Ihr inneres Erleben ist so schwierig zu beschreiben, dass sie z.B. Worte für spezielle Erfahrungen erfinden. Ähnlich tun es Kinder in ihrer Entwicklung. Pippi Langstrumpf erfindet das Wort „Spunk“. Weiterlesen

Psychodynamische Seelsorge: im Gespräch mit Pfarrer Florian Sebastian Ehlert

„Psychodynamische Seelsorge“, also eine Seelsorge, die eng mit der Psychoanalyse verwandt ist – davon hatte ich noch nie etwas gehört. Daher traf ich mich mit Pfarrer Florian Sebastian Ehlert (Gespräch auf Youtube), denn mein Eindruck war bisher, dass die Pastoralpsychologie heute eher an die Verhaltenstherapie angelehnt ist. Weiterlesen

Scham, Körper und unbewusste Phantasien: Wenn du dich vor Scham kaum bewegen kannst

Scham folgt oft rasch auf unsere – oft unbewussten – Phantasien. Oft können wir gar nicht so genau sagen, warum wir uns in diesem Ausmaß schämen. Weiterlesen