Bist du gelangweilt, bist du zu müde zum Wachsein und zu wach zum Schlafen. Ein Sonntagnachmittagsspaziergang bei heissem Wetter kann auch zeigen: Übelkeit und Langeweile liegen nah beieinander. Wir essen, trinken, schlafen aus Langeweile. Wir warten darauf, wieder anzuspringen, doch nichts spricht uns an. Wir brauchen Resonanz. Übermäßiges Versorgtsein kann das Gefühl von Langeweile hervorrufen. Hingegen ist das Nicht-Wissen, was man morgen zu essen hat, oft das Gegenteil von Langeweile. Der Mangel ist ein Motor.Weiterlesen

Du wachst auf, zitterst, bekommst schwer Luft. Da sind Schweiß, Herzrasen, vielleicht Übelkeit und Durchfall. Gedanken, die sich Dir immer wieder aufdrängen. Du befürchtest vielleicht, verrückt zu werden oder schwer krank zu sein. Kurzum: Du bist verzweifelt. Weiterlesen
Mit dem Bösen ist es leicht, wenn es eindeutig ist: Mörder, Amokläufer und Menschen, die keine Schuld empfinden können sind böse. Vieles überschreitet unsere Vorstellungskraft. Doch diese Eindeutigkeit ist im alltäglichen Leben meistens nicht vorhanden. Es ist sehr schmerzlich, wenn wir uns mit unserem eigenen „Bösen“ beschäftigen – mit unseren ungewollten Phantasien, Gefühlen, Wünschen und Aggressionen. Weiterlesen

Manchmal fühlen wir uns, als sei alles nur noch dunkel. Ich meine damit nicht die „Schattenseiten“ in uns, von denen der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung sprach. Es geht nicht um die Seiten in uns, die wir nicht haben wollen, wie z.B. Neid, Gier, Aggressionen etc. Ich meine die Dunkelheit in uns, die wir manchmal lange oder weniger lang in uns spüren. Diese Dunkelheit ist wie eine tiefe innere Einsamkeit. Wie eine Gewissheit, dass es wohl keinen Menschen gibt, der „das“, dieses Namenlose, jetzt nachvollziehen kann. Es ist wie ein Loch in uns. Weiterlesen