
Wir wollen alles im Griff haben und doch geschieht uns immer irgendwas – Dinge, die wir so gar nicht wollen: Neue Kosten kommen auf uns zu, wir werden verlassen, wir bekommen ein riesiges Haus vor unser eigenes Fenster gesetzt, die Klassenlehrerin wechselt, die Diagnose ist schrecklich. Mit uns wird etwas „gemacht“. Weiterlesen

Am Anfang stehen manchmal Gefühle von Minderwertigkeit und Unterwerfung. Man „gehorcht“ dem anderen und tut das, was er will, weil man ihm unterlegen und weil man von ihm abhängig ist. Aber man verachtet sich selbst für sein unterwürfiges Verhalten. Ist die Situation vorbei, wird man hämisch und verspottet den anderen. Weiterlesen

Je nach Tagesform, Ort und Aufgaben haben wir verschiedene „Ich-Zustände“. Manchmal fühlen wir uns gut und sind dankbar für diesen Zustand. Aber vielleicht werden wir immer wieder überwältigt von unaushaltbaren Zuständen, die aus unserer Vergangenheit herrühren oder aus aktuellen Lebenslagen, die lange anhalten. Wir würden am liebsten weglaufen. Weiterlesen

„Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“ (Psalm 127). Wenn ich mich schon lange abmühe und arbeite, ohne dass meine Arbeit Früchte trägt, kommt mir dieser Satz in den Sinn. Weiterlesen

Als Kinder glaubten wir im Vater-Mutter-Kind-Spiel noch, dass unsere erträumte Familie später einmal selbstverständlich Wirklichkeit werde. Doch wenn wir als Kinder – aus welchen Gründen auch immer – zu sehr litten oder in stark neurotischen oder gar psychotischen Familien groß wurden, verloren wir rasch an Lebenszeit. In unserer Orientierungslosigkeit waren wir als junge Erwachsene vielleicht lange damit beschäftigt, Versäumtes aufzuholen und Sonderbares abzuarbeiten. Vielleicht haben wir unseren emotionalen Mangel und die Einsamkeit mit unserem Beruf kompensiert. Möglicherweise sind wir sogar sehr erfolgreich. Aber wir fühlen uns auch sehr einsam.Weiterlesen

Wenn sich ein Psychotherapie-Patient das Leben nimmt, kann der Psychotherapeut trauern wie nach dem Tod eines Angehörigen. So erging es mir selbst – und so wird es auch im Deutschen Ärzteblatt beschrieben: „Selbstfürsorge: Wenn Patienten sterben“ (PP 10, Ausgabe November 2011, Seite 506). Weiterlesen

Psychotherapie kann tiefgreifendere Probleme meistens nicht dauerhaft beseitigen. Eine sogenannte psychische Störung ist oft ein Wechselspiel aus Phasen des Wohlergehens und Phasen des Aufruhrs, der Depression und Angst. Der Umgang mit dem persönlichen Leid ist häufig ein lebenslanger Prozess. Viele Psychotherapeuten haben ihren Beruf ergriffen, weil sie selbst einmal eine Psychotherapie gemacht haben. Weiterlesen
Es ist so komisch, was mit mir geschieht. Ich werde dauernd angegriffen. Ständig kommen Moleküle auf mich zu und verursachen mir Übelkeit. Heiße Strahlen lassen mich brennen. Ich weiß doch auch nicht, wie das geschehen konnte. Ich sah kein Ufer mehr. Die Verbindung zu den anderen war mir abhanden gekommen. Und da begann ich, einfach zu wachsen. Die Leute sollten sehen, wer ich war! Ich streckte mich ihnen entgegen, doch sie wendeten sich ab in Ekel. Je mehr ich mich zeigte, desto mehr schlugen sie auf mich ein. Weiterlesen

Es haut einen um, dieses unglaubliche Krankheitsgefühl. Plötzlich ist es da, mitten in der Nacht. Man möchte aufstehen, doch die Beine tragen kaum. 39 Grad und höher, wie aus heiterem Himmel. Der Kopf ist zu wie bei einer Nasennebenhöhlenentzündung. Das körperlich-sinnlich-emotionale Resonanzsystem ist abgeschaltet. Wie betäubt ist man von: Grippe. Weiterlesen
Andy Holzer ist blind und Bergsteiger. Linda Thomas ist aus Leidenschaft Reinigungsfachkraft. Sie schreibt Bücher und hält Vorträge über den spirituellen Hausputz (Putzen!? Von der lästigen Notwendigkeit zu einer Liebeserklärung an die Gegenwart, amazon). Safi Nidiaye hat sich mithilfe ihrer Intuition aus ihrer Geldnot befreit und die „Intuitive Herzensarbeit“ entwickelt. Weiterlesen