
Aufgewachsen in Gewalt und Todesangst. Aufgewacht in dieser kalten Welt. Auf einmal sickert Dir ins Bewusstsein: „Du bist ganz allein.“ Allein wie eine Aussätzige. Wie hinter Glasscheiben bewegen sich die anderen – als Paare, Familien, Geschwister, als Kinder und Eltern. Lachend und gemeinsam. Schmerzvermeidung tut weh. Du selbst bleibst unberührt. Du berührst niemanden. Weiterlesen

Manche unserer eigenen Taten erleben wir wie ein Trauma. Die Bilder verfolgen uns und es gibt nichts auf der Welt, das entschuldigen könnte, was wir getan haben. Manchmal kann uns das Leben in furchtbare Zwangslagen bringen. Weiterlesen
„Desperation is the feeling that a situation is so bad that no matter what you do, it will never get better“, heißt es auf paintedbrain.org („Verzweiflung ist das Gefühl, dass eine Situation so schlecht ist, dass sie – egal, was Du tust – niemals besser wird“). Verzweiflung erscheint als etwas zutiefst Inneres. Obwohl sie so stark ist, fällt es schwer, sie in Worte zu fassen. Weiterlesen
Sobald ein Ungeborenes das Licht der Welt erblickt, nimmt es Kontakt zur Mutter auf. Seine Stimme und Blicke erreichen sie und die Mutter weiß intuitiv, was zu tun ist. Dieses angeborene Bindungsverhalten sichert uns seit jeher das Überleben. Der britische Arzt und Psychoanalytiker John C. Bowlby (sgipt.org) (1907-1990) und die amerikanische Entwicklungspsychologin Mary S. Ainsworth (Wikipedia) (1913-1999) entwickelten die Bindungstheorie. Weiterlesen

„Stimmen im Kopf“ lautet der Titel einer Dokumentation auf arte.tv (youtube). 10% der Menschen hörten Stimmen, heißt es dort. Kinder, die schwer traumatisiert (z.B. sexuell missbraucht) wurden, haben eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, als Erwachsene Stimmen zu hören. Weiterlesen

Wir lesen etwas vor uund pötzlich erscheint uns unsere Stimme fremd. Wir bekommen Angst vor uns selbst. Besonders in einer mündlichen Prüfung kann das sehr unangenehm sein. Weiterlesen
„Das Lebensalter, in welches der Inhalt der frühesten Kindheitserinnerung verlegt wird, ist meist die Zeit zwischen zwei und vier Jahren (so bei achtundachtzig Personen in der Beobachtungsreihe der [V. und C.] Henri). Eis gibt aber einzelne, deren Gedächtnis weiter zurückreicht, selbst bis in das Alter vor dem vollendeten ersten Jahr, und anderseits Personen, bei denen die früheste Erinnerung erst aus dem sechsten, siebenten, ja achten Jahre stammt.“ Sigmund Freud, Gesammelte Werke: Über Deckerinnerungen, Imago Publishing London, 1952, S. 533Weiterlesen
Sexueller (Kindes-)Missbrauch kommt in unzähligen Farben und Varianten vor. Er kann von Vätern, Müttern, Großeltern, Geschwistern, Lehrern und anderen Menschen ausgehen. Er ist meistens umso folgenschwerer, je näher der Täter/die Täterin dem Opfer stand und je chronischer das Geschehen war. Weiterlesen

Der Satz „Ich mache mir Sorgen um Sie“ ist sicher einer der sensibelsten in der Psychotherapie. Es kann so vieles heißen. Das Sich-Sorgen kann anzeigen, dass eine bedeutsame Bindung zwischen Analytiker und Analysand entstanden ist. Weiterlesen
Wir können im MRT viel sehen: Was passiert mit dem Schmerzempfinden, wenn jemand meditiert? Wo im Gehirn sitzt die Angst (die Amygdala spielt eine große Rolle), wo sitzt das Taktgefühl („Takt“ im Sinne von respektvollem Verhalten). Was wir aber nicht darstellen können, ist der „Sitz“ der inneren Objekte. Weiterlesen