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Wie lässt sich mit psychischem Dauerschmerz leben? Das eigene Leid zur Lebensmeditation machen

Gewalterfahrungen in der Kindheit haben das Leben ausgebremst. Es gab einen Unfall und schwere Verletzungen. Der eigene Sohn hat sich vor Jahrzehnten abgewendet. Die Angststörung ist trotz Psychotherapie nicht vergangen. Der Junkie greift die Ärztin an – seither hat sie Hepatatis C. Der Kinderwunsch wurde nie erfüllt. Wie lässt sich mit solchen Dauerschmerzen leben? Weiterlesen

Geduld

Ein Wort, so schnell und leicht gesagt. Vielleicht stellen wir uns ein paar Stunden oder Tage, höchstens Wochen vor. „Geduld“ aber braucht man in schwierigen Dingen Monate und Jahre, nicht selten Jahrzehnte. Geduld erfordert einen langen Atem. Geduld ist ein Band – manchmal kann ein Geduldsfaden reißen, aber oft man kann den Faden wieder aufnehmen und ihm weiter folgen. Manchmal kann man resignieren, manchmal gibt man auf. Die Dinge gehen nicht immer gut aus.Weiterlesen

Leben fast ohne Berührung – was hilft bei jahrelangem Alleinsein?

Wenn du einsam lebst, sind gelegentliche Umarmungen vielleicht die einzige Quelle von Berührung. Fehlt auch diese Berührung, kann das großes Leid hervorrufen. Doch auch, wenn Alltags-Umarmungen möglich sind, hilft dir das vielleicht herzlich wenig. Trotz Kuschelparties, Free Hugs, Massagen und vielem mehr – Berührung ist dann erfüllend, wenn sie von einem vertrauten Menschen kommt. Gelegenheitslösungen bieten nur zeitweise Ersatz. Weiterlesen

Körperdysmorphophobie aus psychoanalytischer Sicht: wenn Du Dich oder Teile von Dir nicht akzeptieren kannst

Die ständige Sorge über die „unschönen Teile deines Körpers“ (Body Dysmorphic Disorder) kann unerträgliche Züge annehmen und hängt eng mit vielen anderen Leiden zusammen. Weil du meinst, dass dein Aussehen extrem unschöne Seiten hat, kann es sein, dass du dich zurückziehst und sogar soziale Kontakte meidest (Soziale Phobie). Die Körperdysmorphophobie kann auch mit abstossenden Empfindungen in Bezug auf Dein Geschlecht oder Gewicht zusammenhängen. Vielleicht aber belasten dich auch ganz konkrete Formen wie zum Beispiel ein Überbiss, eine auffällige Nase, die Folgen einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte als Baby, OP-Narben, X-Beine, schiefe Zähne und vieles mehr. Das Leiden bezieht sich oft auf Körperteile, die hervor ragen.Weiterlesen

Die soziale Phobie wird durch innere Verbote verstärkt

Wenn Du an einer Sozialen Phobie leidest, bekommst Du vielleicht schon Schweißausbrüche, wenn Du nur daran denkst, anderen Menschen zu begegnen oder mit ihnen zusammen zu sein. Besonders spannungsgeladen sind die ersten Momente der Begegnung und Situationen, in denen Du im Mittelpunkt stehst. Weiterlesen

Hochgebildete Frauen finden oft nur schwer einen Partner

„Je klüger, desto einsamer: Gebildete Frauen stellen zu hohe Ansprüche bei der Partnerwahl“, lese ich auf femininleben.ch. Die Autorin Linda Leitner schreibt unter anderem: „So sollte die kultivierte Singlefrau von heute bei der Partnerwahl wohl also ein klein bisschen ihrer romantischen Vorstellungen aufgeben und es genießen, dass das angeblich so starke Geschlecht ein Stück weit Männlichkeit opfert, um zu ihr aufzublicken.“ Sätze wie diese regen mich furchtbar auf. „Du hast zu hohe Ansprüche“ ist genau so ein kränkender und unpassender Satz wie „Sie müssen doch mal die Realität sehen!“. Weiterlesen

Neid macht einsam – Einsamkeit macht neidisch

„Ich fahr‘ da nicht hin, denn da sind nur Pärchen.“ – „Ich geh da nicht hin, denn da sind all die Schwangeren/die Gesunden/die, die eine Arbeit haben oder im Studium weiterkommen.“ Wir beneiden meistens die, die uns ähnlich sind und die etwas geschafft haben, was wir beinahe auch geschafft hätten oder was wir vielleicht noch erreichen können. Weiterlesen

Grausame Kreise – eine kurze Geschichte der Weihnachtseinsamkeit

Es war, als sei ich eines Tages, mitten im Leben, aufgewacht inmitten einer großen Leere. Wie konnte ich nur hierhin gekommen sein? Wo waren die anderen? Die anderen waren im Kreise ihrer Familie. Dort waren sie geboren, feierten ihre Feste, heirateten und starben dort. Mir wurde kalt. Im Alltag, im Beruf, da war ich im Kreise meiner Freunde und Arbeitskollegen. Aber Mengenleere ist grausam: Sobald die Feiertage kommen, ziehen sich alle in ihre Kreise zurück. Weiterlesen

Verlassenheitsschmerz, nächtlicher: „Er schläft mit dem Rücken zu mir ein und ich liege wach.“

Er dreht sich um. Ich schaue auf seinen Rücken. Ich höre, wie sein Atem tiefer wird. Er schlummert ein. Seine Gedanken schweifen ab. „Und was ist mit mir?“, möchte ich schreien. Ich starre auf die Decke, die sich gleichmäßig in seinem Atemrhythmus auf und ab hebt. Meine Haut fängt an zu jucken. Die innere Unruhe steigt in mir auf. Weiterlesen

Ich will das nicht so.

Achtung! Ich werde gleich einen Annäherungsversuch starten. Ich habe dich schon im Blick. Im Visier. Ich weiß, dass du mir nicht geben wirst, was ich brauche. Ich habe diese Erfahrung abertausende Male gemacht. Ich werde 100 Arten haben, dich zu fragen, doch ich weiß: Ich bekomme das Gute nicht. Ich komme zu dir. Der Komet nähert sich dem Planeten. Ich komme näher. Frage indirekt. Beschämt. Pein ist dabei. Wie soll ich nur fragen. Ich versuche es anders. Während ich es versuche, bebt meine Stimme. Der andere, er fühlt sich wie gelähmt. „Was will man von mir?“, fragt er sich. Er fühlt sich unwohl. Beschämt. Die Lähmung nimmt ihm den Atem. Es geht runter. Reise eines Handlungsunfähigen. Weiterlesen