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„Achtsame Menstruation“ kann bei Regelschmerzen helfen und: Angststörungen sind vor der Regel am schlimmsten.

Deine Regel hat bestimmte Rhythmen. Wenn du dir etwas Zeit nimmst, kannst du vielleicht noch Dinge feststellen, auf die du sonst nicht achtest. Wenn du einmal ruhige Tage hast, kannst du versuchen, deinen Blutschwall, wenn du ihn spürst, auf der Toilette abfliessen zu lassen. Es kann 5-10 Minuten dauern, bis er völlig abgeflossen ist. Doch dadurch kannst du den Verbrauch von Binden und Tampons reduzieren.Weiterlesen

Selbstliebe – wie geht das?

„Du musst lernen, Dich selbst zu lieben.“ Das ist so leicht daher gesagt, doch Selbstliebe und Selbstakzeptanz sind die schwierigsten Kunststücke unseres Lebens. „Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst“ – das ist oft so schwierig, weil man sich selbst oft eben nicht liebt, sondern sogar ablehnt. Es ergibt wenig Sinn, sich die Selbstliebe zwanghaft aufzuerlegen. Selbstliebe und Selbstinteresse entstehen vor allem dadurch, dass wir von anderen liebevoll und mit Interesse angeblickt werden – von Mutter und Vater, von Lehrern, vom Partner, vom Psychoanalytiker.Weiterlesen

„Ich wohne mit einem Mörder zusammen.“ Frühtraumatisierung und Lebensgefühl

Ich sitze ihm gegenüber. Dem Mörder. Er ist hoch-explosiv, gefährlich. Ich sage den anderen Bescheid, sie schauen kurz nach, aber sie können ihn nicht wirklich entschärfen. Sie zucken mit den Schultern und gehen wieder. Und ich sitze wieder da. Zusammen mit dem Mörder. Ich kann mich dabei nicht entspannen. Ich muss ihn im Blick behalten. Und in mir das ständige Gefühl des elektrischen Aufgeladenseins.Weiterlesen

Es, Ich und Über-Ich: Das Instanzenmodell (Strukturmodell) und das topographische Modell von Sigmund Freud

„Jetzt könnte ich ihr die Brille von der Nase hauen“, denke ich. Meine Wut wächst, das „Es“, der Trieb, lässt mich zum Tier werden. Doch ich lächele freundlich und zeige meiner Kollegin nichts von meiner Wut. Mein strenges „Über-Ich“, das Gewissen, verbietet es mir. Weiterlesen

Podcast: Wer braucht eine Psychoanalyse? Danke an „Der 8. Tag“

Ausreden dürfen in einem Interview – es ist eine Seltenheit und es ist eine große Freude, wenn das möglich ist. Diese Woche (Juni 2021) durfte ich zu Gast sein im Podcast „Der 8. Tag“ und wurde von der Journalistin Alev Dogan zum Thema „Psychoanalyse“ interviewt. Sie fragte unter anderem: „Wer braucht eine Psychoanalyse?“ In diesem Podcast geht es auch um frühe Bindung und ich konnte ausführlich darstellen, warum ich die Vojta-Therapie bei Babys für schwer traumatisierend halte. Obwohl ich schon viele Medien auf dieses Thema aufmerksam gemacht hatte, konnte ich erst hier Gehör finden. Ich freue mich sehr über dieses Podcast und bedanke mich herzlich bei Alev Dogan, Marc Saha und dem Team von „ThePioneer.de“.

Was heißt „Besetzung“ in der Psychoanalyse?

Etwas sei „libidinös besetzt“ heißt es oft in der Psychoanalyse. Damit meint der Psychoanalytiker, dass quasi unser Herz daran hängt. Wenn wir an unseren Liebsten denken oder immer noch unser rotes Spielzeugauto lieben, sind der Liebste und das Auto „libidinös besetzt“. Sigmund Freud hat den Begriff der „Besetzung“ in diesem Sinne geprägt. Schon die Vorstellung vom Auto kann „libidinös besetzt“ sein, das heißt, die Vorstellung in unserer Psyche ist quasi „energetisch aufgeladen“. Unser Körper gerät in Wallung, wenn wir nur an den Liebsten denken. Der Psychoanalytiker Timo Storck schreibt: „Die Besetzung an sich bedeutet, dass bestimmte Vorstellungen libidinös-triebhaft besetzt sind, weil Lust und Befriedigung (bzw. die Erwartung dessen) damit verbunden sind.“ (Timo Stock: Das dynamisch Unbewusste, Kohlhammer 2019, S. 58)Weiterlesen

„Diese psychotische Welt ist so echt!“

Wer schon als Baby oder (Klein-)Kind schwer traumatisiert wurde, hat meistens extrem außergewöhnliche Dinge erlebt. Die Erfahrungen brennen sich fest in Psyche und Körper ein und führen auf eine Art zu einem hochsubjektiven Gefühl. Die Gefühle, die gefühlt werden, die Bilder die entstehen, die gedanklichen Schlüsse, die aus all dem gezogen werden, sind sehr fest. „Ich bin mir ganz sicher“, sagen viele Menschen, die schwer traumatisiert sind. Weiterlesen

Psychosexuelle Entwicklung: Aus oral, anal, ödipal wird depressiv, zwanghaft und hysterisch. In der Psychoanalyse kannst du die Entwicklungsschritte nochmals durchlaufen.

Mit der „Psychosexuellen Entwicklung“ sind die Phasen gemeint, die ein Baby und Kleinkind in der Entwicklung durchläuft: Die orale, anale und ödipale Phase. Zunächst ist der Mund die Körperregion, die wichtig ist und Lust erweckt. Zwischen zwei und drei Jahren spielen die Themen Verdauung, Laufenlernen, Ich-Sagen, Nein-Sagen und Ausscheidung eine wichtige Rolle (anale Phase). Zum Schluss entdeckt das Kind sein Geschlecht – mit vier bis sechs Jahren ist es in der ödipalen Phase. Danach kommt das Kind bis zur Pubertät relativ zur Ruhe (Latenzzeit). Weiterlesen

Überwältigtsein. Die Hölle des Jetzt.

Ich bin erstarrt. Kann nur noch da sitzen und ganz flach atmen. Ich kann es nur noch mit Mühe beobachten, denn es gibt kaum ein Ich. Nur leere Schale um Schaule um Schale. Jede einzelne löst sich auf, sobald ich zu ihr komme. Ich kann fast nicht mehr denken. Nur noch zittern und Durchfall haben. Da: Ein kurzer beruhigender Gedanke. Er verwandelt sich sofort zur Bedrohung. Und der nächste auch, der nächste auch, der nächste auch. Weiterlesen

Buchtipp: Psychotische Körperbilder. Oder: Psychotisch ist flüssig, gesund ist fest

Als ich den Titel „Psychotische Körperbilder“ las, war meine Neugier geweckt und ich bestellte gleich das Buch des Psychoanalytikers David Rosenfeld (Buenos Aires, IPA) im Psychosozial-Verlag. „Psychoanalytische Arbeit mit schwer gestörten Patienten“ – auch der Untertitel versprach viel. Dann war ich jedoch ziemlich enttäuscht: Das Buch besteht aus einigen kurzen Patientengeschichten, die nur oberflächlich angeschnitten werden und so manches erschien mir beim Lesen sehr befremdlich. Ein merkwürdiges Buch. Inspiriert vom Psychoanalytiker Harold Searles (1918-2015) sowie dem Film „Take These Broken Wings – Schizophrenie heilen ohne Medikamente“ war ich von folgendem Satz David Rosenfelds erst einmal ernüchtert: Weiterlesen