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Warum sich Psychoanalyse im Kern nur schwer erforschen lässt

Manche Psychoanalytiker bekommen Bauchschmerzen, wenn sie daran denken, dass die Psychoanalyse so erforscht werden soll wie die Körpermedizin oder die Verhaltenstherapie - dazu gehört z.B. die Psychoanalytikerin Egle Laufer im Video Encounters through Generati...

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„Ich liebe Dich“ – warum gehen Gefühle kaputt, wenn wir sie aussprechen?

Ich las einmal ein englisches Stück, das ging ungefähr so: Sie spürte Liebe in ihrem Bauch. Das Gefühl stieg in ihrem Hals auf und legte sich auf ihre Zunge. Sie sprach das Wort „Liebe“ aus. Und es fiel auf den Boden und zerbrach wie Glas in tausend Scherben. | Warum haben wir so oft den Eindruck, dass unser Gefühl stirbt, wenn wir es aussprechen? Vielleicht, weil die Worte unserem Gefühl nicht immer gerecht werden können. Unsere Gefühle sind oft so unaussprechlich, dass wir spüren: Das Wort kann nicht annähernd ausdrücken, was wir wirklich fühlen. Vielleicht denken wir, der andere will von uns hören, was wir fühlen – so wie Erwachsene zu einem Kind manchmal sagen: „Was sagt man da?“, um das Wort „Danke“ zu hören. Doch dadurch wird etwas Wertvolles zerstört: Das Gefühl geht kaputt. Weiterlesen

Ausgeschlossensein ist der größte Schmerz

Einer der größten Schmerzen, die wir erleben können, ist das Ausgeschlossensein. Die ersten Erfahrungen damit haben wir mit unseren Eltern und unseren (auch vielleicht nicht vorhandenen) Geschwistern gemacht: Die Eltern gehörten zusammen und verschlossen – konkret oder auch im übertragenen Sinne – ihre Schlafzimmertür vor uns. Wie kaltherzig oder verständnisvoll sie das taten, hatte Einfluss auf die Art, wie wir das Ausgeschlossensein erleben. Waren wir Einzelkind, konnten wir uns mit niemandem zusammentun. Hatten wir Geschwister, fühlten wir uns vielleicht von ihnen ebenfalls ausgeschlossen. Wir sind gekränkt, aber auch sehr unruhig, denn auch der Tod ist etwas, was uns ausschließt. Stirbt unsere nächste Bezugsperson, fühlen wir uns schwer erschüttert. Wenn wir Krieg und Flucht erleben oder in einer fremdsprachigen Umgebung sind, haben wir oft nur sehr wenig Kraft, uns mit anderen zu verbinden. Weiterlesen

Buchtipp: Die psychische Geburt des Menschen nach Margaret Mahler

Die Entwicklung eines Babys ist unglaublich spannend. Die Psychoanalytikerin Margaret Schonberger Mahler (1897-1985), beschreibt die Säuglingsentwicklung eindrucksvoll in ihrem Buch "Die psychische Geburt des Menschen". Ein Baby wird "psychisch geboren", wenn ...

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Das Tourette-Syndrom aus psychoanalytischer Sicht

Billie Eilish hat es, Jan Zimmermann beschreibt sein Tourette-Syndrom sehr anschaulich in seinen Videos „Gewitter im Kopf“ und im Fernsehen finden sich immer häufiger Menschen, die von dieser Erkrankung erzählen. Dabei leiden die Betroffenen unter nicht oder nur schwer kontrollierbaren Bewegungen (Tics) und Ausbrüchen von Worten, kurzen Sätzen und Geräuschen bzw. Stimmlauten (Vokalisationen). Sehr oft sind es aggressive, provokante und obszöne Worte, die plötzlich aus den Betroffenen ausschießen. Weiterlesen

Rumpelstilzchen – was, wenn wir uns selbst so fühlen?

Wenn das Märchen "Rumpelstilzchen" interpretiert wird, liegt der Schwerpunkt häufig auf der Müllerstochter, die sich zur Frau entwickelt und viele Hürden überwinden muss. Märchen helfen, die eigene Innenwelt zu verstehen. Was aber, wenn man das Märchen aus Sic...

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„Und ich hab‘ alles dafür getan, damit es daneben geht“

Manchmal gehen wir fast mit teuflischen Mitteln ans Werk. Wir haben eine Unternehmensgründung, ein Projekt, eine Reise, eine Prüfung vor uns und fürchten uns davor. Wir fürchten die Ohnmacht, die damit einhergeht. Aber wir können uns vorbereiten. Doch nicht nur darauf, dass alles gut geht und wir bestehen – denn dann lassen wir ein Stück Abhängigkeit von den Prüfern, den inneren Zuständen und äußeren Umständen zu. Wir können uns darauf vorbereiten, unser Vorhaben nicht zu bestehen und zu scheitern. So sind wir abhängig von niemandem, außer von unserem eigenen Geschick. Wir haben alles in der Hand. Und das macht Lust. Die Lust wächst. Wir haben einen Plan. Und der ist sicher.Weiterlesen

Geld kommt, wenn man die Dinge nicht tut, um damit Geld zu verdienen

Mit dem Geld ist es wie mit der Diät: Sobald man krampfhaft versucht, mehr zu verdienen, werden die Zahlen auf dem Konto kleiner. „Konto rauf, Gewicht runter“ – das funktioniert meistens nicht, wenn man darüber nachdenkt und es kontrollieren will. Wenn man versucht, Diät zu machen, steigen die Kilo-Zahlen auf der Waage. Es ist so verflixt wie mit dem Einschlafen: Wenn man es krampfhaft versucht, weil man doch den Schlaf braucht, liegt man stundenlang wach. Wenn man nur noch ans Geld denkt, fehlt einem die Energie zur liebevollen Arbeit. Weiterlesen

„Minus K“ (-K) nach Bion: Nichtwissen als Abwehr

Manchmal will man nicht wissen, was die andere Person denkt und fühlt. Zu schrecklich könnte das Ergebnis sein. Ein kleines Kind, das mit einer gewalttätigen Mutter aufwächst, kann das oft nur aushalten, indem es die bösen Teile der Mutter ausblendet. Es beobachtet zwar die Mutter genau, es weiß immer besser, wann es mit ihrer Wut zu rechnen hat, aber es ist nicht wirklich frei, empathisch zu sein. Dieses Kind geht dem Wissen um den wirklichen emotionalen Zustand der Mutter aus dem Weg. Es will vieles gar nicht erspüren können und zieht das Nichtwissen vor, denn die Wahrheit erscheint zu bedrohlich, solange das Kind noch abhängig von der Mutter ist. Weiterlesen

Zu viel! Wie gehen wir psychisch mit Überflutung und Überforderung um?

Im Leben ist es uns immer wieder zu viel - sagt der Psychoanalytiker Adam Phillips in seinem Video "On being too much for ourselves" (Youtube). Wenn wir emotional oder physisch überfordert sind, dann reagieren wir körperlich: Herzrasen, Übelkeit, Bluthochdruck...

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