Nicht jeder ist seines Glückes Schmied und nicht jeder kann Verantwortung übernehmen
Kinder, die in „Bildungsferne“ aufwuchsen, die Gewalt, Armut und Vernachlässigung erlebt haben, haben oft nur geringe Fähigkeiten, sich zu spüren, auszudrücken oder zu mentalisieren. Sie wuchsen bei psychisch kranken Eltern auf und haben in ihrem Umfeld kaum etwas anderes erlebt als Desaster.
Manchen Menschen geht es so schlecht, dass sie eben nicht „Verantwortung“ für sich übernehmen können. Man müsste das Gefühl haben, dass man selbst der Autor, der Urheber eines Geschehens sein kann. Wenn Babys an einer Leine ziehen und sehen, dass sich dann ein Püppchen bewegt, jauchzen sie vor Freude, weil sie ihre Selbstwirksamkeit spüren.
Manche Kinder wachsen in so unberechenbarem Umfeld auf, dass sie ihre Selbstwirksamkeit fast nie spüren – meistens eben nur in Form von Gewalt. Diese Menschen befinden sich in einem Alptraum. Und daraus kann man sich zunächst gar nicht wecken. Erst im Verlauf des Traumes, wenn man wacher wird, wird es möglich, sich selbst durch Schreien aufzuwecken.
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