„Gestern habe ich wieder den ganzen Tag Angst gehabt. Ich konnte es kaum aushalten. Ich dachte, ich muss sterben!“ Manche Psychotherapeuten stellen vielleicht diese Frage: „Was wäre denn das Schlimmste, was passieren könnte?“ Manche Patienten fühlen sich durch diese Frage entlastet, weil sie dann feststellen, dass bei genauerer Betrachtung das Schlimmste gar nicht so schlimm ist. Doch wenn die Probleme tiefer liegen, kann es sein, dass man sich noch unverstandener fühlt. Weiterlesen
Deine Regel hat bestimmte Rhythmen. Wenn du dir etwas Zeit nimmst, kannst du vielleicht noch Dinge feststellen, auf die du sonst nicht achtest. Wenn du einmal ruhige Tage hast, kannst du versuchen, deinen Blutschwall, wenn du ihn spürst, auf der Toilette abfliessen zu lassen. Es kann 5-10 Minuten dauern, bis er völlig abgeflossen ist. Doch dadurch kannst du den Verbrauch von Binden und Tampons reduzieren.Weiterlesen
„Woran merkt man eigentlich, dass man psychisch krank ist?“, werde ich manchmal gefragt. Ich glaube, man merkt es unter anderem daran, dass man zu viel denken muss. Wenn das Denken zum Leid wird, dann ist das häufig ein Anzeichen einer psychischen Erkrankung. Weiterlesen
Auf einmal sind beim Lesen die Buchstaben weg. Es ist, als wäre ein blinder Fleck entstanden. Alles verschwimmt und der undeutliche Bereich wird immer größer. Langsam wandert der verschwommene Halbkreis nach außen. Diese Dynamik, dieses „Wandern“ ist typisch für das Flimmerskotom. Manchmal entstehen auch Taubheitsgefühle an Händen und Mund. Hier können Betroffene, die einen Schlaganfall befürchten, beruhigt sein: Bei einem Schlaganfall „wandern“ die Symptome nicht so stark. Pfeiffen, Sprechen, Armheben, Zunge gerade herausstrecken – all das funktioniert im Gegensatz zum Schlaganfall weiterhin normal. Weiterlesen
Als Psychotherapeut muss man in Arztbriefen/Patientenberichten einen „psychischen Befund“ formulieren. Hier ein typischer, erdachter Beispieltext (unabhängig davon, ob gut oder schlecht), wie man ihn in vielen Berichten findet: Weiterlesen
„Guten Tag, Frau Doktor“, begrüßt mich mein HNO-Arzt, als ich geschwächt, hypochondrisch und mit Wahnsinns-Ohrenschmerzen seinen Raum betrete. „Lassen Sie bitte das ‚Doktor‘ weg“, entgegne ich, „wenn ich krank bin, ist der Titel total unpassend.“ Ich fühle mich elend. Weiterlesen