
Wenn du an Reizdarm leidest, brauchst du vor allen Dingen eines: eine eigene Toilette und viel Zeit. Insbesondere in den Morgenstunden solltest Du Dir – wenn eben möglich – viel Zeit einrichten. Das Reizdarmsyndrom verschlimmert sich häufig im Kampf um Pünktlichkeit. Weiterlesen

Dieser ohrenbetäubende Lärm. Doch das Kind, es kann nicht mehr schreien. Die Mutter drückt ihm den Atem ab. Das Kind liegt auf dem Rücken. Es ist vielleicht acht oder neun Jahre alt. Es sieht. Weiße Tropfen. Von der Tapete herunterrinnen. Es bekommt keine Luft mehr. Noch eine Sekunde. Und das Licht geht aus, denkt das Kind. Weiterlesen
Kaum etwas beschäftigt uns mehr als die Abwesenheit von etwas oder jemandem. Die Abwesenheit der Mutter ist für das kleine Kind das Dasein von furchtbarem Schmerz. Die abwesende Mutter wird zur bösen Mutter. Weiterlesen

Wohl die meisten Menschen, die eine Psychoanalyse beginnen, sind zutiefst verzweifelt. Vielleicht geht es ja auch bei dir sozusagen um „Leben und Tod“ und um unaushaltbare Zustände. Weiterlesen

Ich schaue auf meine Hand und werde gewahr, dass ich lebe. Ich schaue aus mir selbst heraus und bin ganz alleine. Ich denke und fühle: Ich. Ich, ich, ich. Grusel-ich! Auf einmal spüre ich nach aussen hin immer weiter ganz viele „Ichs“ und „Mich-Selbste“ – endlos sich anfühlend, als ob mich niemand jemals befreien oder zerstören könnte. Weiterlesen

Bei meinem Gegenüber ist es schon dunkel. Onlinetherapie kann man von überall in der Welt machen. Nah am Bildschirm spüre ich manchmal sogar den Lufthauch, der vom Lautsprecher kommt, wenn der andere spricht. Diese blöde Scheibe zwischen uns möchte ich oft so gerne einfach wegnehmen. Und doch entstehen mitunter „Now Moments“, die denjenigen der „echten“ Psychotherapie sehr nahe kommen. Weiterlesen
Donald Woods Winnicott (1896-1971) war ein britischer Kinderarzt und Kinderpsychoanalytiker. Er prägte die Begriffe „Übergangsobjekt“ (1953) und „Übergangsraum“. Ein Übergangsobjekt ist ein Objekt, das die Verbindung zwischen Säugling und Mutter herstellt, wenn sie nicht da ist. Weiterlesen

Säuglinge wirken manchmal wie Monster: Sie suchen ohne Rücksicht nach der Brust. Wenn sie hungrig sind, kennen sie kein Erbarmen. Das kann bei dir als Mutter Angst hervorrufen. Du spürst, welch große Bedeutung du für das Baby hast, leidest aber vielleicht irgendwo auch unter der „Rücksichtslosigkeit“ deines Babys. Weiterlesen

Es gibt Menschen, die machen jahrelang eine Psychoanalyse, aber sie erzählen nicht von ihrem einschneidendsten Erlebnis. Sie verschweigen es nicht bewusst. Da ist auch kein Widerstand. Der Grund, warum sie es nicht erzählen: Es kommt ihnen einfach nicht in den Sinn, es zu tun. Weiterlesen

Der Psychoanalytiker hört zu, indem er gleichschwebend (= frei schwebend) aufmerksam ist. Das Unbewusste des Analytikers ist dabei auf Empfang gestellt für das Unbewusste des Patienten. Der Patient wiederum assoziiert frei, das heißt, er spricht aus, was immer ihm in den Sinn kommt. Weiterlesen