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Über die Angst, den Respekt und die Autorität zu verlieren

Eltern, Lehrer, Ärzte, Führungskräfte kennen es: Die Angst, ihre Autorität zu verlieren. „Das Kind, der Klient, der Mitarbeiter soll mir auf keinen Fall auf der Nase herumtanzen“, sagen sie. Doch was genau befürchten Eltern ebenso wie Führungskräfte, wenn sie um den Verlust ihrer Autorität fürchten? Ein „Autor“ zu sein bedeutet ja, der Urheber von etwas zu sein. Wenn alles gut geht, spüren wir, dass wir etwas bewirken können. Zufriedene Kinder wissen: Wenn ich eine Umarmung brauche und meiner Mutter das zeige, wird sie mir die Umarmung geben. Weiterlesen

Der Ödipus-Komplex, der negative Ödipuskomplex und der Laios-Komplex

Aus der Beziehung unserer Eltern sind wir auf eine entscheidende Art ausgeschlossen. Wir können nicht unsere Mutter oder unseren Vater heiraten, die beiden bilden für uns auf eine gewisse Art eine unüberschreitbare Grenze. Mit dieser Grenze müssen wir uns unser Leben lang auf verschiedene Weise auseinandersetzen, zum Beispiel, wenn wir mit Hierarchien konfrontiert sind oder uns von einer Gruppe ausgeschlossen fühlen. Sigmund Freud prägte für dieses Problem den Begriff des „Ödipus-Komplex“. Es geht um die Akzeptanz des eigenen Geschlechts, um die Akzeptanz der Grenzen. Die Tochter wird den Vater nie heiraten können und der Sohn nicht die Mutter. Um Themen wie diese geht es im Ödipus-Komplex. Schwierig ist es für viele, als Erwachsene die eigene Liebe zu finden und Liebe und Sexualität zusammenbringen zu können. Weiterlesen

„Aber ihr könnt doch zusammen spielen!“

Zwei Kleinkinder streiten sich um die rote Schaufel. Die Tränen fließen, das Geschrei ist groß. Um Frieden bemüht sagt die Mutter: „Aber ihr könnt doch zusammenspielen!“ Immer wieder ist die Mutter ratlos, weil sie die Vorstellung hat, dass die Kleinkinder doch teilen und sich abwechseln könnten. Aber damit macht die Mutter sich unnötigen Stress, denn die Kinder sind mit zwei und drei Jahren schlicht noch zu klein. Sie können tatsächlich noch nicht zusammenspielen. Das Argument, (Klein-)Kinder bräuchten andere (Klein-)Kinder, um sich zu sozialisieren, ist weit verbreitet. Dabei kommen die meisten Kleinkinder ganz wunderbar ohne andere Kleinkinder aus. Es ist sogar eher so, dass sich die Kleinkinder gegenseitig stressen, wenn es zu viele sind. Weiterlesen

Fremdenhass: Aggressionen vorbeugen heißt auch Rassismus vorbeugen

Aggressive Kinder sind nicht einfach so aggressiv – sie haben immer einen Grund dazu. Meistens sind es chronische Frustrationen, die dazu führen, dass ein Kind aggressiv wird. Vernachlässigte und eingeengte Kinder leiden zudem oft an einem schwachen Selbstwertgefühl. Weiterlesen

Einzelkinder – werden ihre Probleme übersehen?

Die meisten Einzelkinder, die ich kenne, haben sich ihr Leben lang Geschwister gewünscht. Über die spezielle Einsamkeit von Einzelkindern wird selten gesprochen. Auf Einzelkindern lastet der Blick der Eltern viel schwerer. Sie haben gegenüber den Eltern keine Verbündeten. Die „Verwöhnung“, die die Einzelkinder oft erfahren, lässt sie sich manchmal nur noch einsamer fühlen. Einzelkinder wünschen sich vielleicht viel, so das gängige Bild. „Doch eigentlich habe ich mir immer nur Eines gewünscht: ein Geschwisterkind“, sagt eine ältere Frau. Die vielen Wünsche kommen oft daher, dass das, was sich das Einzelkind wirklich wünscht, nicht in Erfüllung geht. Weiterlesen

Nicht jeder ist seines Glückes Schmied und nicht jeder kann Verantwortung übernehmen

Kinder, die in „Bildungsferne“ aufwuchsen, die Gewalt, Armut und Vernachlässigung erlebt haben, haben oft nur geringe Fähigkeiten, sich zu spüren, auszudrücken oder zu mentalisieren. Sie wuchsen bei psychisch kranken Eltern auf und haben in ihrem Umfeld kaum etwas anderes erlebt als Desaster.Weiterlesen

Vojta-Therapie bei Babys – eine Umfrage (beendet)

Das Schreien der Babys während der Vojta-Therapie ist für die meisten Mütter nur schwer zu ertragen. Viele Mütter führen die Vojta-Therapie dennoch aus den verschiedensten Gründen fort – sei es, weil sie die Behandlung als wirksam empfinden, sei es, weil sie dem Arzt/der Therapeutin vertrauen. Anfang 2011 habe ich auf Surveymonkey eine kleine anonyme Umfrage dazu durchgeführt, wie Mütter das Schreien ihrer Babys empfinden. Weiterlesen

Bist du vielleicht eine „Too-good-Mother“?

Wenn uns jemand zu sehr bemuttert, werden wir ungehalten. Ich war einmal zu Gast bei einer übereifrigen Gastgeberin. Jedesmal, wenn ich meinen letzten Schluck Kaffee genießen wollte, fand ich schon wieder frischen Kaffee in meiner Tasse vor. Das war unglaublich frustrierend. Ich hatte das Gefühl, mir sei der „letzte Schluck“ nicht gegönnt. Auch ein Kind, das zu häufig etwas erhält, bevor es sich äußern darf, reagiert irgendwann mit Abwehr. Es fühlt sich in seinem Eigenleben beschnitten und versucht, sich Raum zu schaffen, um eigene Gefühle zu erleben. Es schiebt die Mutter weg. Dadurch fühlt sich die Mutter abgelehnt und versucht vielleicht umso mehr, dem Kind entgegenzukommen und seine Wünsche – vorzeitig – zu erfüllen. Weiterlesen

Das Kind in der Therapie – so fühlt sich die Mutter

„Bei mir hat das Kind einen geschützten Raum“, sagt die Therapeutin und schließt die Tür des Behandlungszimmers, während die Mutter im Wartezimmer zurückbleibt. „Toll“, denkt die Mutter. „Als ob mein Kind bei mir keinen geschützten Raum hätte! Sicher spielt die Therapeutin auf unseren Sorgerechtsstreit an.“ Weiterlesen

Psychische Störungen hängen mit Beziehung zusammen

Wenn Du eine Psychotherapie machst, merkst Du vielleicht, wie wichtig Dir die Stunden sind. Fällt eine Sitzung aus, ist es für Dich schwer auszuhalten. Es ist Dir wichtig, dass Dein Therapeut für Dich anwesend ist. Vielleicht fühlst Du Dich auch in anderen Beziehungen sehr auf den anderen angewiesen. Wenn Deine nächste Bezugsperson weg ist, kommst Du vielleicht in psychische Not. Weiterlesen