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Aktuelle Seite: Startseite / Lebenshilfe / Kann man nachträglich Urvertrauen gewinnen?

Kann man nachträglich Urvertrauen gewinnen?

30.04.2020 von Dunja Voos 6 Kommentare

„Am schlechtesten geht es den Menschen, die ohne innere Mutter leben“, sagte einmal der Selbstpsychologe Heinz Kohut (1913-1981). „Urvertrauen“ ist ein großes Wort und viele Menschen machen sich große Sorgen, weil sie selbst davon ausgehen, dass sie kein Urvertrauen haben. Doch der Begriff ist idealisiert, denn wer wünscht sich nicht ein Grundgefühl von „absolutem Vertrauen“ oder ungetrübter Geborgenheit?

Insbesondere schwer frühtraumatisierte Menschen haben kein Urvertrauen, so das gängige Bild.

Doch wenn man Urvertrauen einmal weniger absolut sieht, sondern auf individuelle Menschen oder Situationen bezogen, dann kann man wohl sagen, dass die meisten Menschen wenigstens ein für Momente anhaltendes oder ein situatives Urvertrauen spüren.

Manche Menschen spüren Urvertrauen insbesondere dann, wenn sie allein in der Natur sind oder wenn sie zusammen mit einem anderen vertrauensvollen Menschen sind. Manche spüren es in einer Gruppe, in der es viele Gemeinsamkeiten gibt, beim Sport oder beim Musizieren. Manche Menschen spüren es das erste Mal in einer Psychoanalyse.

Doch viele Menschen leiden unter einer unangenehmen „Grundangst“. Sie spüren, dass ihnen das ursprüngliche Vertrauen zur Mutter fehlt und sie fragen sich, ob sie auf dieses Gefühl für immer verzichten müssen.

Die Psychoanalyse bietet die Chance

In einem Internetforum lese ich diese Sätze: „Kann man Urvertrauen nachträglich bekommen?“ Das fragt eine Patientin ihren Psychotherapeuten. Dieser antwortet: „Man kann schon ein gewisses Maß an Vertrauen erwerben, aber Urvertrauen lässt sich nachträglich nicht herstellen, wenn man es als Kind nicht entwickeln konnte.“ Eine enttäuschende Antwort, die so wahrscheinlich niemand hören will, die aber immer wieder zu hören ist.

Ich selbst habe da ein weitaus positiveres Bild und glaube, dass eine hochfrequente Psychoanalyse die Chance bietet, nachträglich ein beachtliches Grundvertrauen zu entwickeln.

Auch Yoga kann die Bildung des Urvertrauens, oder besser gesagt: Grundvertrauens, ermöglichen. Wer sich wieder in seinem eigenen Körper zu Hause fühlt, kann sich auch leichter bei anderen zu Hause (im positiven Sinne) fühlen.

In einer hochfrequenten Psychoanalyse sieht man den Psychoanalytiker 4-mal pro Woche. Der Psychoanalytiker übernimmt die Funktion einer Mutter bzw. eines Vaters. Zusammen mit dem Behandlungszimmer, der Couch, seinem Feld an Kollegen, Supervisoren und Literatur bietet er quasi ein ganzes Nest.

Wohl nirgendwo sonst nimmt sich ein anderer Mensch so viel Zeit für einen Menschen. Wohl nirgendwo sonst stellt sich ein anderer Mensch so zur Verfügung und lässt sich so in das psychische Leben einbinden wie in der Psychoanalyse. Meiner Erfahrung nach lässt sich Urvertrauen – oder anders gesagt: die Fähigkeit, ohne Angst zu zweit zu sein – durchaus nachträglich gewinnen. Es ist kein ständiges Dauergefühl, geht immer wieder mal verloren, aber es hält doch mehr und mehr Einzug in das eigene Leben.

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Dieser Beitrag wurde erstmals veröffentlicht am 6.7.2014
Aktualisiert am 30.4.2020

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Kategorie: Lebenshilfe, Psychoanalyse, Trauma Stichworte: Lebenshilfe, Psychoanalyse, Trauma

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Dunja Voos meint

    27.12.2020 um 21:26

    Liebe Anke, es ist schwierig, darauf zu antworten, weil ich Ihre individuelle Situation nicht kenne. Ich würde raten, genau diese Fragen mit der Therapeutin zu besprechen und am Ball zu bleiben.

  2. anke meint

    27.12.2020 um 13:21

    Danke für Ihre Antwort. Darf ich noch etwas fragen? Würden Sie raten, die Einzelgespräche evtl. auszusetzen, bis wenigstens zwei Wochentermine möglich sein werden oder gar den Platz zu wechseln? Wegen meiner Ängstlichkeit fällt es mir eh schwer, mich auf die Therapie einzulassen, seit einem Jahr, wobei eine hochfrequentere Behandlung mir sicher helfen würde.
    Gibt es außerhalb der Therapie eine Stelle, wo man über solche Dinge mal sprechen kann?

  3. Dunja Voos meint

    26.12.2020 um 19:56

    Ja, leider muss man oft lange auf einen Analyseplatz warten. Wenn die Analyse dann beginnt, kann sie sehr oft helfen. Eine Therapie einmal pro Woche würde ich nicht als Analyse bezeichnen.

  4. anke meint

    26.12.2020 um 19:02

    Was, wenn der Wunsch nach einer hochfrequenten Behandlung von Anfang an im Raume steht, die Therapeutin auch dafür spricht, leider jedoch auch nach einem Jahr keinen zweiten Wochentermin anbieten kann? Kann Analyse dann überhaupt helfen?

  5. Dunja Voos meint

    17.05.2020 um 11:34

    Ist es auch ;-)

  6. annimal meint

    17.05.2020 um 10:59

    Das klingt sehr gut und hoffnungsvoll :)

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