Glutamat

Glutamat ist ein erregender Botenstoff (Neurotransmitter) im zentralen Nervensystem. Glutamat ist eine Aminosäure. Es kommt besonders stark in der Hirnrinde (Cortex) und im Hippocampus vor. Glutamat aktiviert einen Rezeptor namens „NMDA-Rezeptor“. Die NMDA-Rezeptoren können auch durch den Stoff N-Methyl-D-Aspartat aktiviert werden – daher der Name. NMDA-Rezeptoren werden auch „Glutamat-Rezeptoren“ genannt, weil sich Glutamat mit ihnen verbindet.

Zu viel Glutamat ist schlecht

Wenn sich zu viel Glutamat mit zu vielen NMDA-Rezeptoren verbindet, dann können Hirnzellen zugrundegehen. Das ist der Fall, wenn das Gehirn besonders „gestresst“ („aufgeregt“) ist, zum Beispiel bei einem Unfall oder bei einer Minderdurchblutung.

Diese Übererregung (Excitation = englisch: Erregung) wird als Excitotoxizität (Exzitotoxizität) bezeichnet, weil die Erregung selbst wie ein Gift (Toxin) wirkt.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Mechanismus durch bestimmte Medikamente verhindert werden kann, nämlich durch die NMDA-Rezeptor-Antagonisten (Antagonist = Gegenspieler). So ein NMDA-Rezeptor-Antagonist ist zum Beispiel der Wirkstoff Memantine. Viele Ärzte verordnen Patienten mit einer Demnenz Arzneimittel mit diesem Wirkstoff.

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