
„Skills“ (englisch: Fähigkeiten) ist ein Begriff aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) nach Masha Linehan. Insbesondere Borderline-Patienten können durch das Erlernen von „Skills“ entlastet werden. Skills sollen das tägliche Leben und Miteinander verbessern. Außerdem sollen Patienten die Sicherheit erlangen, in unaushaltbaren Zuständen etwas tun zu können. Manchen Betroffenen helfen diese Skills sehr, andere fühlen sich schlecht, weil sie das Gefühl haben, etwas falsch zu machen, wenn ihnen das Erlernte in kritischen Situationen nicht hilft. Zu den Skills zählen insbesondere diese Bereiche:Weiterlesen
„Psychoanalytiker werden dafür bezahlt, dass sie nichts sagen“, heißt es. „Manchmal frage ich mich, warum ich dahin gehe – der sagt ja gar nichts“, sagt ein Patient. „Sie können das Schweigen nicht aushalten“, sagt der Supervisor. „Ich bin so froh, dass Sie gerade nichts sagen“, sagt eine Analysandin tief berührt. Schweigen und dem Schweigen ausgesetzt zu sein, ist immer anders. Weiterlesen

Viele vegetative Beschwerden kommen unter anderem daher, dass wir unseren Körper nicht gut genug kennen. Am Schreibtisch sitzend fühlen wir uns irgendwann wie eingelullt. Doch bleiben wir zu lange sitzen, können unerklärliche Beschwerden, Angst und Panikattacken hinzukommen – Auslöser ist oft ein zu langes Verharren in derselben Position (das spielt sogar schon bei der Schulangst eine Rolle). Weiterlesen

Wenn Du Dich ruhig hinstellst, die Augen schließt und eine Weile so stehen bleibst, dann kann es sein, dass Du etwas bewegen möchtest. Ganz leicht vielleicht – Du möchtest und kannst vielleicht Deine Arme heben oder kaum sichtbare Bewegungen mit den Fingern durchführen. Du kannst Deinen Kopf millimeterweise nach hinten neigen oder Deine Zehen leicht heben. Und so kommst Du vielleicht in kleine oder größere Bewegungen, so wie Dir gerade zumute ist. Du kannst Deinen leichten Impulsen folgen. Es ist vielleicht so, als ob Dein Körper frei assoziieren würde.Weiterlesen
Als Praxisraum reicht eine Wohnung aus. Die Bau-Nutzungs-Verordnung (BauNVO) erklärt in §13 („Gebäude und Räume für freie Berufe“, dejure.org), dass ein Freiberufler in „allgemeinen Wohngebieten“ einen Raum zur Berufsausübung nutzen darf. Weiterlesen
Von Kindes Beinen an beschäftigt mit einer Frage: Wohin? Von klein auf kein Widerhall. Kein Verstehen, keine Resonanz. Die Eltern, die Schutz bieten sollten: eine Bedrohung. Gewalt. Entwicklung ist so nicht möglich, Überleben hat höchste Priorität. Wachsen. Erwachsen. Der Schweiß läuft über die Stirn, die Hände zittern. Wohin? Wer kann mich verstehen? Wem kann ich trauen? Die Lebensangst geht über den Tod hinaus. Wohin nur? Wohin?Weiterlesen

Initiationsrituale kommen in der ganzen Welt vor. Sie sind dazu da, den Heranwachsenden in die Gemeinschaft aufzunehmen und ihm zu sagen: „Jetzt bist Du so weit, Du gehörst jetzt dazu.“ In vielen Urvölkern gibt es gefährliche oder gar brutale Rituale. Hierzulande sind die Initiationsrituale vielleicht nur mäßig gewaltsam, aber immerhin auch schmerzhaft. Das Kind wird ins Jugendalter geführt, indem ihm eine Zahnklammer verpasst wird – auch, wenn der Außenstehende kaum „schiefe Zähne“ feststellen kann. Tinnitus, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Karies unter der Spange und andere Folgen werden inkauf genommen. Weiterlesen

Wir schenken ihnen kaum Aufmerksamkeit, dabei sind sie so mächtig: die Momente auf der Schwelle. Das Baby weint, wenn es ins Bettchen gelegt wird – das Gefühl an der Schwelle zum Getrenntsein, zum Lichtausmachen, zum Schlaf ist so unangenehm. Bevor die Psychotherapiestunde beginnt, kommt der Druck, auf die Toilette zu laufen. Weiterlesen