
In Schulen und Kindergärten sind man es oft: Wann immer sich ein Kind weh tut, gibt’s Cool Packs. Doch helfen sie wirklich oder stillen sie nur unser Verlangen, etwas zu tun? Eine Studie aus den USA aus dem Jahr 1994 zeigte an 131 Knie-operierten Patienten, dass diejenigen, die kühlten, keine Vorteile gegenüber den Patienten hatten, die nicht kühlten. Auch ein Tierversuch von 1975 zeigte, dass das Kühlen keinen oder gar einen nachteiligen Effekt hatte: Die Schwellung nahm unter Umständen sogar zu. Die Forscher erklärten es sich damit, dass durch die Kühle eine Ischämie (= Minderdurchblutung) entsteht, die dann eine erhöhte Durchlässigkeit der Gefäße zur Folge hat. Diese erhöhte Permeabilität (= Durchlässigkeit) könnte möglicherweise zu der stärkeren Schwellung geführt haben.Weiterlesen
Meistens hören wir die positiven Berichte von Menschen mit Nahtoderfahrungen (NTE, Near Death Experiences, NDE): Da gibt es gute Begleiter, viel Licht, nie gesehene Farben, unaussprechlich gute Gefühle und ein Verlassen des Körpers. Danach haben viele keine Angst mehr vor dem Tod. Doch etwa eine von fünf Nahtoderfahrungen sind erschreckende, grausame Erfahrungen, über die kaum jemand spricht (Bush und Greyson, 2014). Weiterlesen
Als ich meine Praxis eröffnete, sagte mir ein Nachbar: „Ich will aber nicht, dass hier jetzt die Verrückten durch unseren Hof rennen.“ Er hatte regelrecht Angst vor den Patienten, die zu mir kommen sollten. „Auf deinem Praxisparkplatz stehen aber coole Autos“, sagte mir ein anderer einmal, der erstaunt war, dass auch Menschen mit sogenannten psychsichen Störungen teure Autos fahren und erfolgreich sind.Weiterlesen
Ein Mädchen erlebt zu Hause Missbrauch, doch niemand weiß davon. In der Schule wird es gemobbt. Eine Anführerin gründet einen „Anti-(NameDesMädchens)-Club“ und animiert die anderen, sich mit ihr gegen das Mädchen zu verbünden. Eine grausame Geschichte, kürzlich gehört im Radio. Was da passiert, ist rätselhaft und kann doch auf verschiedenen Ebenen verstanden werden. Wir vermeiden oder verachten mitunter die Menschen, die Krankheiten oder Schicksale erlitten haben, vor denen wir uns selbst fürchten. Wenn wir diesen Menschen begegnen, können wir spüren, wie es sich anfühlen muss, etwas bestimmtes zu erleiden.Weiterlesen
Verachtung ist ein Gefühlsgemisch. Es mag eine Mischung aus Enttäuschung, Angst, Häme, Schmerz und Ärger sein. Oft ist der Wunsch nach Distanzierung dabei: „Ich bin nicht so wie mein Vater oder meine Mutter. Ich bin nicht so rassistisch wie die da. Ich verachte die Mitläufer von damals.“ Weiterlesen
Erst bist du auf der Suche. Vielleicht dein halbes Leben lang. Oder länger. Und dann triffst du auf einen Menschen, der ist gut. Der nimmt sich Zeit, der nimmt dich ernst. Er lehrt dich, dich selbst zu verstehen. Da gibt es keine „brutale Ehrlichkeit“, sondern vorsichtiges Fragen, vorsichtiges Interesse. Dann tritt noch ein guter Mensch in das eigene Leben. Und dann noch einer und noch einer. Keine Angst, es ist auszuhalten, denn der schlechten Menschen gibt’s genug. Aber das Gute, das ist wie eine Kette. Ein Glied reiht sich an das andere. Irgendwann wirst du gehalten und aufgefangen vom Guten. In Freiheit. Und Sicherheit. Und plötzlich kommt es: Das späte Glück, die späte Familie ist da.Weiterlesen

Wer träumt, der denkt „primärprozesshaft“ – Raum, Zeit und Realität gelten nicht mehr, aber im Traum wird ganz viel mit Gedachtem „gemacht“: Bei primärprozesshaftem Denken gibt es Vorgänge wie Verdichtung oder Verschiebung. Wenn wir wieder wach sind, denken wir „sekundärprozesshaft“ – Verstand und Vernunft setzen wieder ein und wir denken so, dass es in die reale Welt passt. Weiterlesen