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Im Bann

Warum konnten wir es jahrelang zulassen, missbraucht zu werden? Warum sind wir wie versteinert, wenn die Chefin uns anschaut? Warum führen wir die Vojta-Therapie bei Babys durch, obwohl wir schon so lange wissen, dass sie möglicherweise psychisch schadet? Warum fahren wir als Geisterfahrer immer schneller? Weil wir im Bann sind. Wenn wir gebannt sind, sind wir wie gelähmt. Doch wenn wir die Idee bekommen, dass wir im Bann sind, dann dämmert es uns: Wie in einem Alptraum merken wir, dass wir träumen. Weiterlesen

Toxische Menschen: Über die Sorge, der andere oder meine Situation könnten mich krank machen

Viele Kinder erleben Gewalt und werden durch die Erfahrungen, die sie in ihrer Familie machen, psychisch oder körperlich krank. Ist man erwachsen, kann diese Sorge immer wieder auftauchen: „Macht mich mein Partner krank? Er nörgelt an allem herum, was ich tue oder sage. Er engt mich so ein, dass ich kaum noch atmen kann.“ In der Folge verlässt man den Partner – doch das Alleinsein schmerzt und die lange Strecke ist länger als gedacht, sodass auf einmal der Gedanke kommt: „Kann mich das lange Alleinsein krankmachen?“ Weiterlesen

Schwangerschaft: „Aber es sollte doch SEIN Kind sein!“

Eine der wichtigsten Fragen im Leben einer Frau ist wohl: „Wer soll der Vater meines Kindes sein?“ Und damit fangen ganz viele Dramen an. Wenn der Schwangerschaftstest positiv ist und das Baby im Bauch heranwächst, findet nicht selten erst einmal ein Überlebenskampf statt. Die Gedanken der Mutter (und natürlich auch des Vaters) können wechseln zwischen liebevoller Zuwendung, Hass und Todeswünschen. „Eigentlich wollte ich immer ein Kind von meiner großen Liebe. Und jetzt weiß ich nicht, wie ich damit zurechtkommen soll, dass mein Kind im Bauch nicht von dem Mann ist, den ich so sehr geliebt habe“, denkt so manche Schwangere.Weiterlesen

Regression im Dienste des Ichs, maligne Regression und Regression im Traum

Der Begriff „Regression“ stammt vom lateinischen Wort „regredi“ ab, was „zurückgehen“ bedeutet. Wer sich von altersentsprechenden Verhaltensweisen zurückzieht auf frühere Entwicklungsstufen, der regrediert. In kritischen Situationen neigen wir zur Regression. Wir haben dann verstärkt Angst vor dem Alleinsein, verkrümeln uns in unser Bett oder weinen leicht vor anderen. Die Fähigkeit, zu regredieren ist wichtig. So können wir entspannen, uns helfen und trösten lassen und wir können einschlafen. Weiterlesen

„Es ist wie es ist“ – Sätze, die den Zustand bei vielen Frühtraumatisierten schlimmer machen

„Erlauben wir dem jetzigen Moment, zu sein.“ – „Erlauben wir uns, da zu sein.“ – „Es ist, wie es ist“, hören wir. „Das heißt aber doch nicht, dass es gut ist!“, wagt einer zu sagen. Es gibt Sätze, die tun häufig den Menschen gut, die ein „Mindestmaß“ an psychischer Stabilität haben, die eine behütete Kindheit oder zumindest eine gute Mutter-Kind-Beziehung hatten. Viele Menschen jedoch, die in der Baby- und Kleinkindzeit Gewalt oder Vernachlässigung ausgesetzt waren, bekommen bei diesen Sätzen ein schwer mulmiges Gefühl. Ihr Körper „erinnert“ sich möglicherweise an furchtbaren Qualen von damals – und die Seele auch. Weiterlesen

Du darfst kommen, Du Böses, Du Unerwünschtes!

Ha! Ich hab’s! Ich habe keine Angst mehr. Komm‘ doch, Du Böses! Du Ungewolltes! Du darfst gerne kommen, liebe Verkrampfung, liebe Abneigung, lieber Hass. Wie oft habe ich gedacht: „Oh bitte nicht! Ich kann das jetzt nicht gebrauchen, nicht ertragen. Ich will das nicht so! Er/sie darf sowas nicht sagen, ich darf dieses oder jenes nicht denken oder fühlen.“ Die Wahrheit wollte ich so oft verbannen. Weiterlesen

Abhängige Persönlichkeit: Wie viel Struktur und Halt kann ich mir selbst geben?

„Da haben wir wieder so eine abhängige Persönlichkeit: Die Patientin meint, nicht ohne uns leben zu können“, sagt die Stationsschwester genervt. Die Klinik gibt der Patientin Struktur, doch sobald sie entlassen ist, leidet sie wieder unter übergroßer Angst. Weiterlesen

Trennungen sind gut aushaltbar, wenn sie organisch verlaufen

„Ich habe eine riesige Trennungsangst!“, sagen manche und fürchten sich sehr vor Trennungen. Doch was sie damit meinen, ist die „unorganische“ Trennung. Eine Trennung, die zu früh oder plötzlich kommt, ist oft kaum aushaltbar. Weiterlesen

Paartherapie: Warum wir uns über die Zahnpasta-Tube streiten

„Lass‘ uns doch sprechen wie zwei erwachsene Menschen! Dieser Kinderkram ist ja nicht auszuhalten!“, sagt der Partner laut. „Es ist kindisch, worüber wir uns immer streiten. Es dreht sich immer nur um Kleinigkeiten!“, sagt die verzweifelte Ehefrau. Warum hängen wir uns an den Kleinigkeiten auf? Weil der „kleine Haken“ einen schweren Mantel trägt. Weiterlesen

Asymmetrische Liebe – wie damit leben?

Man liebt ihn immer noch, aber er ist schon tot. Die Mutter hat die Tochter immer mehr geliebt als den Sohn. Der Mann liebt die Frau „mehr“ als die Frau den Mann. Der Patient ist in die Therapeutin verliebt und es schmerzt ihn, dass sie glücklich verheiratet ist. Der Lehrer liebt den Mitschüler mehr, obwohl man selbst den Lehrer über alles liebt. Der Patient hängt emotional sehr am Analytiker, auch nachmittags, doch der Analytiker hat noch andere Patienten. „Emotionale Asymmetrien“ begleiten uns immer, überall, ein Leben lang. Doch worauf es ankommt, das sind die „Now Moments“, die emotionalen Berührungen, die uns überraschen und uns ganz und gar erfüllen.