
Wer seine Neurodermitis-Stelle kratzt, der spürt dabei vielleicht manchmal sexuelle Erregung. Diese Erregung wird immer stärker und es wird immer schwieriger, mit dem Kratzen aufzuhören. Wenn der Juckreiz aufhört und vielleicht Schmerz einsetzt, wird dies oft als große Erleichterung erlebt. Diese Erleichterung kann dem Erleben eines Orgasmus fast gleich kommen. Danach schmerzt die aufgekratzte Stelle jedoch oft so sehr, dass man sich schwört, nie wieder daran zu kratzen. Man versucht, beim Abtrocknen nicht zu sehr zu „trocknen“ und schon geht es wieder los. Weiterlesen

Gemäß der traditionell chinesischen Medizin hat jedes Organ seine Zeit, in der es besonders aktiv ist. In der chinesischen Medizin gibt es zu den Organen teilweise ganz andere Vorstellungen als in der westlichen Schulmedizin. Zum Beispiel kommt der Milz eine besondere Rolle zu: Sie wandelt Nahrung in Lebensenergie („Chi“) um. Es gibt den „Dreifachen Erwärmer“ (San-Jiao) im Bauch, der kein einzelnes Organ sondern eher eine Art „kombinierte Energie“ darstellt. Auch gibt es die Organ-Meridiane, also die Energiebahnen, die entlang des Körpers verlaufen. Manches klingt sehr fremd, doch vieles erkennen wir wieder – besonders, wenn wir krank sind.Weiterlesen

Mit „Ganzkörperphänomen“ meine ich nicht die chronische tophöse Ganzkörpergicht, die sich ähnlich wie eine Fibromyalgie äußern kann (eine Patientin erzählt ihre Geschichte auf Youtube: Living With Gout). Ich spreche zunächst von der Gicht an der Großzehe, mit der man frühmorgens aus dem Schlaf gerissen wird. Ein Schmerz so groß, dass man noch nicht einmal mehr die Bettdecke auf der Haut erträgt. Während die stärksten Schmerzen innerhalb weniger Tage abklingen, können Allgemeinsymptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen, eine erhöhte Herzfrequenz, Schüttelfrost, erhöhte Temperatur und Erschöpfung mehrere Wochen anhalten. Obwohl sich die Gicht (englisch: Gout) vielleicht zuerst nur am Großzehengrundgelenk und schließlich oft am ganzen Fuß äußert, fühlt man sich mitunter richtig krank, wie bei einer Infektion. Weiterlesen
Wenn Du Dich in die Notaufnahme eines Krankenhauses begibst, musst Du meistens lange warten – besonders an Weihnachten oder Ostern. Der Warteraum quillt über! Und zwar sehr oft mit Patienten, die in seelischer Not sind. Da ist der „Asthma-Anfall“, der sich als pure Hyperventilation entpuppt, da sind die Bauchschmerzen, die Kopf- und Ohrenschmerzen, die Herzbeschwerden, die sich größtenteils als völlig ungefährlich erweisen. Die Kunst besteht für die Ärzte darin, die bedrohlichen Symptome von den unbedrohlichen zu unterscheiden. Erfahrene Ärzte können oft relativ schnell sagen, was „ernst“ ist und was nicht. In jedem Fall aber könnte ein Psychosomatiker im Warteraum die Situation in der Notaufnahme entspannen. Weiterlesen

„Ich soll spätestens nach einer Stunde Schmerzen etwas einnehmen, damit sich der Schmerz nicht ins Schmerzgedächtnis einprägt und dann immer leichter kommt und länger bleibt“, erklärt mir ein Patient, der an chronischen Schmerzen leidet. Dies habe ihm ein Arzt empfohlen. Ich höre das oft. Es ist, als ob viele Menschen sich gar keine Chance mehr gäben, bei Schmerzen nach Lösungen ohne Schmerzmittel zu suchen. Zu groß ist die Angst, die Schmerzen könnten sich wie auf einer Nerven-Autobahn in die Nervenbahnen einbrennen. Weiterlesen

„Wo willst Du in fünf Jahren sein?“ Wenn Du diese Frage hörst – wo schaust Du dann hin? Vielleicht blickst Du nach oben oder rechts. Wirst Du nach der Vergangenheit gefragt, schaust Du eher nach links oder unten. Wie es wohl bei Linkshändern ist? Zu den Augenbewegungen im Zusammenhang mit Denken und Erinnerung gibt es viele interessante Studien. Anbei eine kleine Literaturliste.Weiterlesen