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Psychoanalyse-kritische Literatur lesen: Jeffrey Masson: „Final Analysis“

Wer eine Psychoanalyse-Ausbildung macht, betreibt täglich eine Art Hochleistungssport. Man braucht ein gutes Durchhaltevermögen, das nur aufrecht erhalten kann, wenn es mehr Freud als Leid gibt. Die Abhängigkeit von Patienten, Gutachtern, Krankenkassen, Supervisoren, Institutsleitern, Lehranalytikern und den Finanzen lehrt einen, mit Ungewissheiten zu leben. Man ist wieder Schüler und stellt sich selbst in Frage. Man lernt, dass auch Psychoanalytiker nur Menschen sind, die die Institutsstrukturen mitgestalten und unter Systemen leiden. Weiterlesen

„No memory, no desire, no understanding“ – geht das in der Psychoanalyse-Ausbildung?

„No memory, no desire, no understanding“ (nichts erinnern, nichts wünschen, nichts verstehen) – wenn es dem Psychoanalytiker gelingt, diese Haltung einzunehmen, kann er sich ganz auf das Hier und Jetzt der Analyse-Sitzung einlassen. Geprägt wurde der Begriff von Wilfred Ruprecht Bion (1897-1979). Doch in der Ausbildung zum Psychoanalytiker ist man häufig so angespannt, dass diese Haltung ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint. Weiterlesen

Das Ausfallhonorar in der Psychoanalyse

Da ist man krank, sagt die Stunde ab und der Psychoanalytiker verlangt ein Ausfallhonorar in voller Höhe. „Es ist wie bei einem Kurs in der Volkshochschule“, erklärt der Analytiker. „Wenn Sie da nicht kommen, müssen Sie den Gesamtpreis ja auch zahlen.“ Nach § 615 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) darf der Psychotherapeut ein Ausfallhonorar verlangen. Gerade in der Ausbildung zum Psychoanalytiker kann es aus vielen Gründen schwierig sein, vom Patienten ein Ausfallhonorar zu verlangen. Manchmal fühlt man sich als Ausbildungskandidat nahezu dazu gedrängt, ein Ausfallhonorar zu berechnen, weil es so gelehrt wird. Doch wichtig ist es, die eigenen Gefühle und Phantasien dazu wahrzunehmen und seine eigenen Regelungen zu entwickeln.Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Einen Lehranalytiker finden und die Lehranalyse erleben

Am Anfang der Psychoanalyseausbildung steht die Suche nach einem Lehranalytiker. Sie unterscheidet sich eigentlich nicht von der Suche als Patient nach einem Analytiker. Es gibt oft zunächst nur Adresslisten und Websites. Nicht selten wird einer der Lehranalyt...

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Wie werde ich Psychoanalytiker*in? „Sind Sie noch da?“

„Sind Sie noch da?“, fragt der Patient den Analytiker, wenn er still hinter der Couch sitzt. Hat der Patient traumatisierende, frühe Abwesenheiten von Mutter und Vater erlebt, dann wird die Vorstellung, der Analytiker könnte verschwunden sein, unter Umständen so stark, dass der Patient sich auf der Couch umdrehen und vergewissern muss, dass der Analytiker noch da ist. Das Gefühl, der andere sei da oder auch das Gefühl, man selbst ist da, ist nicht immer selbstverständlich. Weiterlesen

Wie soll ich die Psychoanalyseausbildung finanzieren?

Eine Psychoanalyse-Ausbildung, zum Beispiel bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) ist teuer. Eine Lehranalyse-Stunde kostet um die 100 Euro. DPV-Institute bieten für Ärzte und Psychologen Weiter- bzw. Ausbildungen nach den Richtlinien der Ärzt...

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Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Das Psychiatrische Jahr

Der Begriff "Psychiatrisches Jahr" bezieht sich eigentlich auf Psychologen. Wenn Psychologen Psychotherapeuten werden, dann arbeiten sie eine Zeit lang als "Psychotherapeuten in Ausbildung" (PiA). Die Zeit als PiA ist in eine "Praktische Tätigkeit I und II" un...

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Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Das Unbewusste anlocken

Psychoanalyse ist ein ständiges Oszillieren zwischen der Realität und der Phantasie, zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten. Der Psychoanalytiker kann in gewissem Maße dosieren, wieviel Bewusstes und Unbewusstes in die Suppe kommt. Wie kann das gehen? Das Bewusste zeichnet sich uner anderem durch die Sprache aus. Wofür ich Worte finde, das ist mir meistens bewusst. Die unbewusste Region fängt oft da an, wo ich sagen muss: „Ich weiß es nicht – es fühlt sich so komisch an. Ich habe da gar keine Worte für.“ Weiterlesen

Ein Tag aus dem Leben einer angehenden Analytikerin

Supervisor: "Ihren Fallbericht sollten Sie noch einmal gründlich überarbeiten." Dann zur Bank: "Einen Ausbildungskredit können wir Ihnen nicht geben: Sie machen ja jeden Monat 1400 Euro Verlust!" (Anmerkung: Die Ausbildung kostet monatlich 1400 Euro, deshalb b...

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Bin ich zu alt für die Psychoanalyse-Ausbildung?

Psychoanalytiker und Schriftsteller haben Eines gemeinsam: Sie werden mit dem Alter immer besser. Nicht wenige fangen ihre Ausbildung erst mit Mitte 40 oder später an. Das typische Alter für den Beginn einer psychoanalytischen Ausbildung lag Anfang in den Jahr...

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