Kommt ein Baby zur Welt, ist es ganz auf seine Sinne gestellt – es spürt Berührung auf der Haut, es wird (zusammen-)gehalten, geschaukelt, gefüttert und besungen. Diese frühe Art des sensorischen Erlebens beschreibt der Psychoanalytiker Thomas Ogden als ein Sein in einer „autistisch-berührenden Position“ (englisch: autistic-contiguous position, contiguous = direkt aneinanderliegend). Weiterlesen

Saugen, Nuckeln und das Verlangen, alles in den Mund zu nehmen steht im ersten Lebensjahr an oberster Stelle. Schon im Bauch haben wir unseren Daumen in den Mund genommen, um uns zu beruhigen. Als wir auf die Welt kamen, erkundeten wir sie mit dem Mund. Weiterlesen

Die Schematherapie, entwickelt zwischen 1985 und 1998 von Jeffrey Young (Wikipedia), gehört zur Dritten Welle der Verhaltenstherapie. Schematherapeuten gehen davon aus, dass es „Lebensfallen“ (Schemata) gibt, die uns in unserer Entwicklung behindern und die im Laufe unserer Kindheit und Jugend entstanden sind. Dies entspricht in etwa dem Begriff der „Fixierung“ in der Psychoanalyse. Weiterlesen

Von „Attunement“ (tune [englisch] = Einklang, Harmonie) sprechen Entwicklungspsychologen, wenn Du Dich in Dein Baby einfühlst und ihr Euch verbunden fühlt. Dein Baby äußert sich durch Laute, Bewegungen und Mimik Manchmal kannst Du nur schätzen, was Dein Baby will – andere Male kommst Du mit Deinem Baby in Einklang. Weiterlesen

„Mein Baby war ein Schreibaby und ich habe das Gefühl, dass das nie aufgehört hat. Immer ist mein Kind unruhiger und auffälliger als andere Kinder geblieben.“ Vielleicht kennst Du das. Eine Studie von Ina Santos und Kollegen (2014), jech.bmj.com/…, gibt Dir recht: Kinder, die mit drei Monaten exzessiv schreien, zeigen im Alter von vier Jahren häufiger Verhaltensauffälligkeiten als ruhigere Babys. Weiterlesen

Ich hatte eine schwere Erkältung und merkte, wie sich Schleim auf meine Stimmlippen setzte. Schon den ganzen Tag war ich heiser und konnte kaum sprechen. Die Schleimschicht konnte ich auf einmal nicht mehr abhusten. Weiterlesen

Wenn du einen oder mehrere Asthmaanfälle hattest, bist du wahrscheinlich ständig in Hab-Acht-Stellung. Wann passiert es das nächste Mal? Du konntest vielleicht nicht mal mehr sprechen, geschweige denn Hilfe holen. Du fühlst dich vielleicht sehr allein. Weiterlesen

Viele vegetative Beschwerden kommen unter anderem daher, dass wir unseren Körper nicht gut kennen. Am Schreibtisch sitzend fühlen wir uns irgendwann wie eingelullt. Doch bleiben wir zu lange sitzen, können unerklärliche Beschwerden, Angst und Panikattacken hinzukommen – Auslöser ist oft ein zu langes Verharren in derselben Position (das spielt sogar schon bei der Schulangst eine Rolle). Weiterlesen

Elf Jahre hat meine Ausbildung bei der DPV gedauert, bis ich mich endlich bei der Ärztekammer zur Prüfung angemeldet habe. Ein Abschlusskolloquium bei der DPV habe ich jedoch nicht gemacht. Ein paar Jahre zuvor wäre diese Vorstellung für mich noch katastrophal gewesen. Weiterlesen

Ein Psychoanalytiker hört lange zu und deutet dann. Er findet im Dickicht eine Lichtung, beschreibt das Gefühl oder Bild, das in ihm entstanden ist, er hat eine Idee, errät den Zustand des Patienten oder stellt einen bisher nicht gesehenen Zusammenhang her. Weiterlesen