Schematherapie und Psychoanalyse ähneln sich in mancher Hinsicht

Die Schematherapie, entwickelt zwischen 1985 und 1998 von Jeffrey Young (Wikipedia), gehört zur Dritten Welle der Verhaltenstherapie. Schematherapeuten gehen davon aus, dass es „Lebensfallen“ (Schemata) gibt, die uns in unserer Entwicklung behindern und die im Laufe unserer Kindheit und Jugend entstanden sind. Dies entspricht in etwa dem Begriff der „Fixierung“ in der Psychoanalyse.
Im Gegensatz zur Schematherapie, in der der Therapeut Grenzen setzt und rasch auf die bewusste Ebene geht, gibt sich der Therapeut in der Psychoanalyse sehr viel stärker seinen Gegenübertragungsgefühlen hin. So nehmen Gefühle wie Wut, Hass und Zuneigung auf Seiten des Therapeuten in der Psychoanalyse einen ausgedehnteren Raum ein als in der Schematherapie. Dies ist schon allein dadurch möglich, dass dem Analytiker und dem Patienten mehr Zeit zur Verfügung steht.
So sieht die Schematherapie aus
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Links:
Jeffrey E. Young (1999):
Cognitive Therapy for Personality Disorders: A Schema-Focused Approach. amazon
Donna Orange (1995)
Emotional Understanding. Studies in Psychoanalytic Epistemology. The Guilford Press, 1995,
psycnet.apa.org/…
Joseph Fernando (2022):
A Psychoanalytic Understanding of Trauma:
Post-Traumatic Mental Functioning, the Zero Process, and the Construction of Reality. Routledge, 2022, karnacbooks.com…
Jonathan Shedler:
That Was Then, This Is Now: Psychoanalytic Psychotherapy For The Rest Of Us. Contemporary Psychoanalysis, 2022, Vol. 58, Issue 2-3: Pages 405-437, doi.org/… , tandfonline.com/…
Beitrag vom 25.4.2026 (begonnen am 20.9.2016)


