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Warum Denken und Fühlen in der Psychose oft schwierig ist und konkretistisches Denken überwiegt

Der britische Psychoanalytiker Wilfred Bion (1897-1979) stellte viele Theorien über das Denken und Fühlen auf. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Thema „Psychose“ und mit der Frage, warum psychotische Patienten oft nur schwer denken und fühlen können. Bions ehemaliger Analysand James Grotstein (1925-2015) beschreibt seine Theorien sehr verständlich. In seinem Buch „A Beam of Intense Darkness“ (Karnac, 2007) schreibt Grotstein: Weiterlesen

Ein Patenschaftssystem zur Finanzierung von Psychoanalysen und Psychoanalyse-Ausbildungen gründen?

Zum Glück können viele Patienten in Deutschland eine Psychoanalyse machen, weil sie unter der Bezeichnung „Analytische Psychotherapie“ von den Krankenkassen bezahlt wird. Doch das ist nicht immer so. Beispiele: Die Krankenkasse hält die Psychoanalyse bei einem Patienten für eine ungeeignete Therapie. Die Krankenkasse ist der Meinung, dass der Patient genügend Sitzungen hatte, sodass keine weiteren Stunden bezahlt werden. Der Psychoanalytiker ist weder Arzt noch Psychologe. Dann gilt er trotz seiner jahrelangen Ausbildung als „Laienanalytiker“ und darf nur Selbstzahler behandeln. Ich frage mich: Wie kann die Psychoanalyse für Menschen möglich werden, wenn die Kasse nicht zahlt? Weiterlesen

Der Wolfsmann mit den weissen Wölfen von Sigmund Freud, der Rattenmann mit der Zwangsneurose und der kleine Hans mit der Angst vor dem Wiwimacher

„Der Wolfsmann“ (1918) war ein Patient von Sigmund Freud, der in Wirklichkeit „Sergej Pankejeff“ hieß. Er träumte im Alter von vier Jahren einen Angsttraum von weißen Wölfen, die übereinander herfielen. Der Patient litt seither unter einer Wolfsphobie. Sigmund Freud deutete dies als den unbewussten Wunsch, dass der Vater des Patienten über diesen herfiele. Als Kleinkind hatte Sergej Pankejeff beobachtet, wie sein Vater über seine Mutter im Beischlaf „hergefallen“ war. Die Geschichte des Wolfsmanns ist in Sigmund Freuds Werk „Aus der Geschichte einer infantilen Neurose“ (Projekt Gutenberg) nachzulesen.Weiterlesen

Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV), Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG), DGPT und IPA – ein Überblick

Die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft für Psychoanalytiker. Die Vereinigung gehört zur Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Die DPV besteht aus 13 Instituten. Die Institute haben Ambulanzen, an die man sich mit psychischen Beschwerden wenden kann. An den Instituten kann man sich außerdem zum Psychoanalytiker ausbilden lassen. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? „Wie hältst Du die Geschichten aus?“

Bei der Vorstellung, Psychoanalytiker*in zu werden, fragen sich viele, ob sie die „Geschichten“ aushalten, die ihnen die Patienten erzählen. Man hält sie meistens gut aus, wenn man eine gute Ausbildung erhält. In der Ausbildung zum Psychoanalytiker begibt man sich selbst in Lehranalyse – bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) legt man sich in der Ausbildung 4-mal pro Woche bei einem Lehranalytiker auf die Couch, um eigene Probleme und Traumata zu bearbeiten. Weiterlesen

Die verschiedenen Arten psychischer Schmerzen

Über einige Formen des psychischen Schmerzes kann man relativ gut sprechen: über Trauer, Neid, Eifersucht, Zorn, Ärger, Wut. Es sind Gefühle, die wir erspüren und benennen können. Doch darunter liegt noch eine andere Schmerzschicht, eine andere Art von Schmerzen: Es gibt namenlose Schmerzen, die sich nur schwer als Schmerzen identifizieren lassen. Meistens äußern sie sich durch eine nicht beschreibbare Stimmung oder ein völlig unverständliches Verhalten. Wir wollen zerstören, sind „schlecht gelaunt“, attackieren die, die wir liebe, finden keinen Sinn mehr im Leben und möchten sterben. Weiterlesen

Verwirrung ist Zerstörung

Hält die Grenze? Erkennt er, was ich wirklich denke? Ich teste es aus, weil ich Angst habe. Angst davor, durchsichtig zu sein. Ich verwirre ihn. Nein, er sieht nicht, was ich wirklich meine. Erleichtert stelle ich fest, dass die Grenze hält. Durch meine Verwirrung habe ich ihn auf Abstand gehalten. Enttäuscht stelle ich fest, dass er nicht in mich hineingreifen kann, um meine Wirklichkeit herauszufischen. Und plötzlich spüre ich: Ich habe auch mich selbst verwirrt. Was ich mir wünsche, weiß ich nicht mehr, weil ich nicht nur ihn und mich, sondern auch unsere Kommunikation verwirrt habe. Verwirrung ist Zerstörung. (Text: © Dunja Voos; Bild: © Julia)

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Psychoanalytiker werden – eine Alternative nicht nur für Ärzte und Psychologen: Auch Akademiker anderer Fachrichtungen können Psychoanalytiker (Laienanalytiker) werden

Wer Psychoanalytiker wird, ist meistens Arzt oder Psychologe – doch auch Akademiker anderer Fachrichtungen können eine Psychoanalyse-Ausbildung machen. Ärzte, die keinen Facharzttitel haben und nicht im Gesundheitssystem arbeiten möchten, können dennoch die Ausbildung z.B. bei der DPV oder DPG machen. Sie sind als Psychoanalytiker dann auf Selbstzahler angewiesen. Weiterlesen

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