
Wenn wir etwas Schönes erblicken, hüpft unser Herz vor Freude. Auch das ist eine Art „Auge-Herz-Reflex“. Aber eigentlich ist der folgende körperliche Vorgang damit gemeint: Wird Druck auf den Augapfel ausgelöst, so schlägt das Herz langsamer. Bei einem hohen Augeninnendruck können herzinfarktähnliche Symptome auftreten. Übelkeit, Brechreiz, Schwitzen, Blutdruckerhöhung, Verlangsamung des Herzschlages (Bradykardie) und schließlich Herzstillstand können die Folge des Drucks auf den Augapfel sein. Der Druck auf das Auge beeinflusst die Spannung des Nervus vagus (Vagotonus, Vagusnerv = 10. Hirnnerv). Der Herz-Auge-Reflex wird auch trigemino-vagaler Reflex genannt. Weiterlesen
Acetylcholin (ACh) ist ein Botenstoff im vegetativen Nervensystem, also in dem Nervensystem, das wir nur wenig willentlich steuern können. Das vegetative Nervensystem wird auch als „autonomes Nervensystem“ bezeichnet. Damit gemeint sind die zwei großen Systeme „sympathisches und parasympathisches Nervensystem“. Vereinfacht kann man sagen: Der Sympathikus ist für Aktivität, Wachheit und Flucht zuständig. Bei Überreizung macht er uns Stress. Der Parasympathikus ist für das Ruhen und die Verdauung zuständig. Er entspannt uns. Weiterlesen
„If you’ve got no stomach for anxiety, you’re in the wrong profession“, so zitiert die Psychoanalytikerin Edna O’Shaughnessy den britischen Analytiker Ruprecht Bion im Video „Encounters through generations“. „In Ihrem Magen herrscht Krieg“, sagt Marco Rima. „Und in Ihrem Magen wird entschieden über Krieg oder Frieden“ (Youtube, 5:41). Wer als Psychoanalytiker einen neuen Patienten aufnimmt, der fühlt in sich hinein. „Was regt der Patient in mir an? Wo kann ich mitschwingen? Welche körperlichen Reaktionen ruft der Patient in mir hervor?“Weiterlesen