Wenn wir träumen, sind uns Gegensätze, Widersprüche und Logik vollkommen egal. Wir orientieren uns nicht mehr an der Vernunft. Rechts kann im Traum auch links sein, oben und unten sind Eins (lateinisch: „altus“ = „hoch, tief“), zeitliche Abfolgen spielen keine Rolle. Diese Art des Denkens nannte Sigmund Freud den „Primärvorgang“, auch „Primärprozess“ genannt. Weiterlesen

Vielleicht hast du sehr schlechte Erfahrungen mit der Psychoanalyse gemacht – du fühlst dich regelrecht traumatisiert. Du hast vielleicht das Gefühl, dass dein Selbstwertgefühl nach der Psychoanalyse noch schwächer ist als es vorher je war. Du hast dich dem Psychoanalytiker anvertraut, aber du wurdest im Regen stehengelassen. Weiterlesen
Der britische Psychoanalytiker Wilfred Bion (1897-1979) stellte viele Theorien über das Denken und Fühlen auf. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Thema „Psychose“ und mit der Frage, warum psychotische Patienten oft nur schwer denken und fühlen können. Bions ehemaliger Analysand James Grotstein (1925-2015) beschreibt seine Theorien sehr verständlich. In seinem Buch „A Beam of Intense Darkness“ (Karnac, 2007) schreibt Grotstein: Weiterlesen

Bei schweren psychischen Störungen spielen unbelebte Dinge oft eine sehr große Rolle: Messies häufen Müll an, zwanghafte Menschen sammeln Briefmarken, Fetischisten erregen sich an Stöckelschuhen und narzisstische Menschen brauchen dicke Autos. Weiterlesen

Wenn Menschen mit einer Schizophrenie Bilder malen, finden sich immer wieder ähnliche Elemente. Oft malen sie z.B. Spiralen. Ich habe einmal ein gesundes Kind gebeten, eine Spirale zu malen (rechts): Hier sieht man Bewegung und Entwicklung: Es zeigt sich ein Weg hin zur Schrift, ein Weg nach draußen, ein Blick von der Seite. Psychotische Patienten malen Spiralen oft in einer Ebene (links) – Spiralen, die „einer Schnecke ähneln“, wie das Kind es beschreibt. Weiterlesen

nie hätte ich gedacht, dass sich eine konsequent zuckerfreie ernährung (also eine ernährung ohne künstlich zugegebenen zucker) so positiv auf die mundgesundheit, das wohlbefinden und die wachheit auswirkt. Weiterlesen
„Sind Sie noch da?“, fragt der Patient den Analytiker, wenn er still hinter der Couch sitzt. Hat der Patient traumatisierende, frühe Abwesenheiten von Mutter und Vater erlebt, dann wird die Vorstellung, der Analytiker könnte verschwunden sein, unter Umständen so stark, dass der Patient sich auf der Couch umdrehen und vergewissern muss, dass der Analytiker noch da ist. Das Gefühl, der andere sei da oder auch das Gefühl, man selbst ist da, ist nicht immer selbstverständlich. Weiterlesen
„Der Narzissmus ist das Interesse am Selbst.“ So einfach definiert es der amerikanische Psychoanalytiker Ben Bursten in seinem Buch „The Manipulator“ (amazon). Weiterlesen

Manche unserer eigenen Taten erleben wir wie ein Trauma. Die Bilder verfolgen uns und es gibt nichts auf der Welt, das entschuldigen könnte, was wir getan haben. Manchmal kann uns das Leben in furchtbare Zwangslagen bringen. Weiterlesen
Sobald ein Ungeborenes das Licht der Welt erblickt, nimmt es Kontakt zur Mutter auf. Seine Stimme und Blicke erreichen sie und die Mutter weiß intuitiv, was zu tun ist. Dieses angeborene Bindungsverhalten sichert uns seit jeher das Überleben. Der britische Arzt und Psychoanalytiker John C. Bowlby (sgipt.org) (1907-1990) und die amerikanische Entwicklungspsychologin Mary S. Ainsworth (Wikipedia) (1913-1999) entwickelten die Bindungstheorie. Weiterlesen