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Gedankenlos

Kind und Nachbarskind sitzen bei Oma auf der Bank. Oma entsteint Kirschen, die Kinder haben nur Badehosen an. Rote Finger, rote Münder – der Saft läuft ihnen über Brust und Bauch. Der erste Einkochtopf steht schon auf dem Herd. Die Kinder sind erst vier oder fünf Jahre alt. Sie klettern von der Bank und rennen nach draußen. Sie springen ins Wasser. Gedankenlos. Das Wasser spritzt, die Sonne scheint, das Wasser glitzert und auf den heißen Steinen sieht man die süßen Spuren der nassen Kinderfüße.Weiterlesen

Die unbarmherzige Mutter

Das Kind, es bittet um Entschuldigung. Die Mutter sitzt auf dem Sofa. Und schweigt. Das Kind weiß nicht, warum die Mutter so wütend ist auf das, was es getan hat. Die Mutter ist unbarmherzig. Und schweigt. Den ganzen langen Sommernachmittag. Das Kind will vergehen. Weiterlesen

Wenn innere Objekte versauern: Warum der gute Psychoanalytiker am Wochenende schlecht wird

In einer Psychoanalyse merkst du an den Wochenenden oder in den Ferien vielleicht manchmal, wie der Analytiker innerlich verdirbt und zum „Bösen“ wird, während du auf die nächste Stunde wartest. Weiterlesen

Ödipale Phase: Im Alter von vier bis sechs Jahren wird das Geschlecht interessant

Nach psychoanalytischer Theorie ist ein Kind (in unserer Kultur) zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr in der ödipalen Phase, auch „phallische Phase“ genannt (phallus = griechisch: Penis). Hier werden die Themen, die sich rund um das eigene Geschlecht, die Sexualität und die Geschlechterrollen drehen, besonders deutlich. Mädchen und Jungen entdecken intensiv den Unterschied zwischen den Geschlechtern. Doktorspiele sind jetzt beliebt. Weiterlesen

„Ich habe Angst, meinem Baby etwas anzutun.“ Über Zwangsimpulse nach der Geburt

Das Baby fallen zu lassen, es mit dem Messer zu erstechen oder es aus dem dritten Stock zu werfen – solche Gedanken oder auch Impulse sind zutiefst erschreckend. Vielleicht fühlst du dich nach der Geburt deines Babys genau so. Weiterlesen

Magisches Denken – was hat es damit auf sich?

Wenn wir einen Zusammenhang zwischen zwei Dingen sehen, die in Wirklichkeit nicht zusammenhängen, denken wir magisch. „Klopf auf Holz“, sagen wir, um ein Unglück abzuwenden. Dabei kann Holzklopfen wahrscheinlich kaum etwas ausrichten. Aber es beruhigt uns. Weiterlesen

Anale Phase: Das Nein und das Mein werden in Worte gefasst. Lass deinem Kind bei Verstopfung mehr Zeit

Im zweiten und dritten Lebensjahr ist dein Kind in der „analen Phase“. In westlichen Ländern lernt es in dieser Zeit Stuhl und Urin bewusst zu halten und abzugeben. Der Schweizer Kinderarzt Remo Largo hat in der Zürcher Längsschnittstudie erforscht, wie lange ein Kind braucht, um trocken zu werden und warum die Angaben so unterschiedlich sind. Weiterlesen

Ich bin auch alleinerziehend – mein Mann kommt immer erst um 20 Uhr nach Hause

Es gibt wohl kaum eine alleinerziehende Mutter, die diesen Satz nicht schon mal gehört hat: „Mein Mann kommt immer erst spät nach Hause – ich bin sozusagen auch alleinerziehend.“ Ich antwortete dann meistens: „Die Tage sind nicht das Problem. Erst in der Nacht spürt man die Last.“ Weiterlesen

Böse ist, was abwesend ist: Auch das Abwesende bestimmt unsere Identität

Kaum etwas beschäftigt uns mehr als die Abwesenheit von etwas oder jemandem. Die Abwesenheit der Mutter ist für das kleine Kind das Dasein von furchtbarem Schmerz. Die abwesende Mutter wird zur bösen Mutter. Weiterlesen

Führst du zu viele medizinische Behandlungen bei deinem Kind durch, weil du Schuldgefühle hast? Vielleicht leidest du an einem Münchhausen-by-Proxy-Syndrom

Dich plagt ständig das schlechte Gewissen – Du leidest vielleicht darunter, dass mit deinem Kind etwas nicht stimmt: Es hat eine chronische Erkrankung oder eine Behinderung. Und du möchtest alles dafür tun, das Problem zu beseitigen und Schlimmeres zu verhindern. Weiterlesen