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Meine Erfahrungen mit Online-Therapie als Psychotherapeutin

Bei meinem Gegenüber ist es schon dunkel. Onlinetherapie kann man von überall in der Welt machen. Nah am Bildschirm spüre ich manchmal sogar den Lufthauch, der vom Lautsprecher kommt, wenn der andere spricht. Diese blöde Scheibe zwischen uns möchte ich oft so gerne einfach wegnehmen. Und doch entstehen mitunter „Now Moments“, die denjenigen der „echten“ Psychotherapie sehr nahe kommen. Weiterlesen

Mehr als ein Teddy: Winnicott über das Übergangsobjekt und den Übergangsraum. Warum er keine Mandalas mochte und das Squiggle-Spiel erfand.

Donald Woods Winnicott (1896-1971) war ein britischer Kinderarzt und Kinderpsychoanalytiker. Er prägte die Begriffe „Übergangsobjekt“ (1953) und „Übergangsraum“. Ein Übergangsobjekt ist ein Objekt, das die Verbindung zwischen Säugling und Mutter herstellt, wenn sie nicht da ist. Weiterlesen

Die Toilette des Psychoanalytikers. Und was macht der Psychotherapeut, wenn er mal muss? Der Reizdarm des Psychoanalytikers

„Also während der Stunde gehe ich schon mal gar nicht! Das Klo ist direkt neben dem Therapieraum. Da schäme ich mich in Grund und Boden.“ Patienten sprechen in Online-Foren darüber, wie schwer es ihnen fällt, bei ihrem Psychotherapeuten auf die Toilette zu gehen.Weiterlesen

Die Lehranalyse, die Psychoanalyse beenden: Wie fühlt sich das an?

Die Beendigung einer Psychoanalyse oder Lehranalyse würde der Analysand in verschiedenster Weise etwa zwei Jahre vor dem Ende ankündigen, hörte ich vom Psychoanalytiker Salman Akhtar („Master Clinicians and Theologians in Dialogue“: Salman Akhtar, Youtube). Ich denke, auf mich traf das ungefähr zu. Ich weiß, dass ich in früheren Phasen der Ausbildung oft nichts vom Ende der Lehranalyse hören wollte. Zu unvorstellbar war es für mich.Weiterlesen

„Was wäre das Schlimmste, das passieren könnte?“ Warum diese Frage bei schweren Ängsten oft nicht hilft.

Ich hatte so eine Angst. Ich dachte, ich muss sterben. Dann fragte mich mein Arzt: „Was wäre denn das Schlimmste, was passieren könnte?“ Ich war baff. Der Überraschungsmoment und seine Ruhe wirkten auf mich irritierend. Weiterlesen

Schematherapie und Psychoanalyse ähneln sich in mancher Hinsicht

Die Schematherapie, entwickelt zwischen 1985 und 1998 von Jeffrey Young (Wikipedia), gehört zur Dritten Welle der Verhaltenstherapie. Schematherapeuten gehen davon aus, dass es „Lebensfallen“ (Schemata) gibt, die uns in unserer Entwicklung behindern und die im Laufe unserer Kindheit und Jugend entstanden sind. Dies entspricht in etwa dem Begriff der „Fixierung“ in der Psychoanalyse. Weiterlesen

Die psychoanalytische Deutung erlernen – eine Kunst in Psychotherapie und Psychoanalyse

Ein Psychoanalytiker hört lange zu und deutet dann. Er findet im Dickicht eine Lichtung, beschreibt das Gefühl oder Bild, das in ihm entstanden ist, er hat eine Idee, errät den Zustand des Patienten oder stellt einen bisher nicht gesehenen Zusammenhang her. Weiterlesen

Hypnotherapie – wie fühlt sich Hypnose an?

Bei „Hypnose“ denken wir an dramatische Bilder und Wirkungen. Es hat was Sexuelles, etwas Unerklärliches, etwas stark Wirksames, so meinen wir. Menschen, die an einer Showhypnose auf der Bühne teilnehmen, stehen unter einem hohen sozialen Druck. Allein deshalb „gehorchen“ sie dem Hypnotiseur besonders gut. Weiterlesen

Medikamente bei Angst und Depression – ja oder nein?

„Die Ärztin hat mir sofort Opipramol verschrieben“, höre ich. Doch die Zweifel sind gross. Bei der Medikamentenfrage ist es aus meiner Sicht wichtig, dem zu folgen, was Dir selbst behagt. Weiterlesen

Imagination: Nicht jeder kann sich einen sicheren Ort vorstellen. Warum Meditation bei frühen Traumata oft (zuerst) nicht gut tut

„Ich gehe mit Dir auf eine Reise zu Deinem inneren sicheren Ort“, sagt der Therapeut. Du sollst Dir einen Ort vorstellen, an dem Du Dich sicher und wohl fühlst. Doch wenn du z.B. komplex traumatisiert bist, dann kann das sehr schwierig werden. Weiterlesen