Willkommen

Wenn wir die anderen immer lenken wollen, fühlen wir uns bald ungesehen

„Wo ich hinkomme, reagieren die Menschen mit Ärger auf mich. Ich weiß nicht, wieso. Es sind sehr unbefriedigende Begegnungen.“ Eine Patientin erzählt, dass fast alle ihre Kontakte von unbegreiflicher Aggression betroffen sind. Erst im Laufe der Zeit entdeckt sie, dass sie die anderen ständig steuern will. Sie macht Witze, damit die anderen lachen und sie denkt sich vorher genau aus, was sie sagt, damit die anderen in dieser oder jener Weise reagieren. Auf einmal versteht sie, warum so viel Langeweile in ihrem Leben herrscht: Sie vermeidet die lebendige Begegnung.Weiterlesen

Wenn die Mutter Dich schwer traumatisiert hat: Die Angst zur Entwicklung nutzen

Vielleicht hast Du das Gefühl, dass Du Dich so gut wie nie geborgen fühlst. Das grundlegende Geborgenheitsgefühl entsteht besonders in den ersten Lebensmonaten. Die Mutter ist wohl der bedeutsamste Mensch in unserem Leben, denn die ersten Lebensmonate verbrachten wir in ihrem Körper. Wenn wir schon früh von der eigenen Mutter traumatisiert wurden, wurden wir vielleicht real körperlich beschädigt. Du hast vielleicht auch das Gefühl, dass ein Teil Deiner Seele zerstört wurde. Wie dies ungewollt passieren kann, zeigt z.B. die Säuglingsforscherin Beatrice Beebe in ihrem Video (Youtube, ab Minute 27). Weiterlesen

Hypochondrie als Zeichen früher Traumata

Während wir unter wechselnden Körperbeschwerden leiden und uns immer wieder quälende Sorgen darum machen, fühlen wir uns alleingelassen. Andere nehmen uns oft nicht mehr ernst. Doch häufig gibt es einen sehr ernsten Hintergrund: Viele, die unter der Angst vor Krankheiten (Hypochondrie) leiden, haben als Baby und Kind schon viele medizinische Behandlungen und mitunter auch Gewalt über sich ergehen lassen müssen. Frühe Trennungen von der Mutter, die erste Lebenszeit im „Brutkasten“, Operationen und Therapien wie die Vojta-Therapie waren frühe Angriffe auf den Körper. Diese frühen Erfahrungen sind ein Leben lang als quälende und beängstigende Körpererinnerungen da.Weiterlesen

Wie lässt sich subjektives Erleben verändern?

"Jetzt freu dich doch mal!", hören wir. Doch Gefühle lassen sich nur bedingt steuern. Subjektives Erleben ist sehr schwer konkret zu beeinflussen. Manche psychisch Leidende schaffen es nicht, eine Psychotherapie zu beginnen, weil sie schon am Telefon den mögli...

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder sichtbar.

Jetzt Mitglied werden

Körpersymptome als Aggression gegen den Partner oder Traumafolge?

Das Paar will ins Konzert und die Frau bekommt Migräne. „Vielleicht haben Sie die Migräne ja bekommen, weil Sie wütend waren auf Ihren Mann. So konnten Sie ihm das Leben vermiesen, ohne selbst schuld zu sein.“ Eine Zeitlang war es modern in der Psychoanalyse, das Augenmerk auf mögliche Aggressionen zu legen. Das kann manchmal stimmen und auch hilfreich sein, wenn man denn so wieder die Kontrolle über die Kopfschmerzen gewinnen könnte. Heute prüfen viele Psychoanalytiker jedoch auch, ob nicht ein Trauma hinter der plötzlichen Migräne stecken könnte. Der Konzertsaal kann mit Einengung und Zwang verbunden werden. Schließlich gibt es auch noch die Möglichkeit, dass der Körper aufgrund von Müdigkeit, Unverträglichkeiten und Mangelerscheinungen oder „einfach so“ und weitgehend autonom eine Migräne entwickelt. Weiterlesen

Frühtraumatisierte brauchen länger

„Was haben Sie nur so lange gemacht, dass Sie so alt dabei geworden sind?“, fragt der ältere Herr. Verzweifelt wird gesucht. Warum ein Jahr länger in der Schule? Warum Arbeitslosigkeit und laue Jobs? Warum immer noch nicht verheiratet? Warum keine Kinder? Die anderen sind schon lange weiter. Schamesröte steigt auf und mit ihr kommen diffuse Schuldgefühle. „Ja, was habe ich nur so lange gemacht?“ Die Antwort lautet: „Die anderen Kinder konnten spielen. Sie konnten ruhig schlafen. Während ich die Nächte in Angst und Schlaflosigkeit verbrachte. Das kostet Zeit.“ Traumatisierte brauchen länger. Sie können dieselben Ziele erreichen. Aber sie brauchen mehr Pausen.Weiterlesen

Alexithymie: über die Schwierigkeit, eigene Gefühle zu erkennen und in Worte zu fassen

Alexithymie ist die Schwierigkeit, Gefühle wahrzunehmen, zu beschreiben und zu regulieren. Wenn wir ein Gefühl nicht wahrnehmen können, obwohl es gerade stark aktiv ist, können körperliche Beschwerden auftreten. Das Kleinkind spürt Wut vielleicht nur als "Bauc...

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder sichtbar.

Jetzt Mitglied werden

Embodiment: Seelisches ist in den Körper eingeschrieben

Manchmal wird es uns plötzlich übel, ohne dass wir wissen, warum. Möglicherweise erleben wir gerade eine Situation, die wir unbewusst mit einer früheren Situation verknüpfen, die wir als überwältigend erlebten. Bereits damals wurde uns übel, denn das Überwälti...

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder sichtbar.

Jetzt Mitglied werden

Traumatherapie: Gemeinsamkeiten von Somatic Experiencing nach Peter Levine und Psychoanalyse

Der Biophysiker und Psychologe Peter Levine hat durch einen eigenen Unfall herausgefunden, dass Traumata dann zu bewältigen sind, wenn die körperlichen Reaktionen zugelassen werden können, vor allem dann, wenn ein liebevoller Anderer anwesend ist (siehe: Dr. P...

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder sichtbar.

Jetzt Mitglied werden

„A Beam of Intense Darkness“ von James Grotstein (Lesetipp)

Schon allein Titel und Titelbild sind eine Wohltat. All die Versuche, positives Denken an Land zu ziehen, kann man hier einfach fallen lassen. James Grotstein war der Lehranalysand von Wilfred Bion und die tiefe Verbundenheit zu seinem Lehranalytiker ist immer...

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder sichtbar.

Jetzt Mitglied werden