
Obwohl der Arzt nichts feststellen kann – keinen Diabetes, keine organischen oder hormonellen Störungen (Aldosteron, Antidiuretisches Hormon etc. sind normal) – fühlt sich Dein Mund oft trocken an und obwohl Du viel trinkst, geht Dein Durst nicht weg. Warum das so ist, können auch viele Ärzte nicht erklären. Manchmal steckt eine (psychisch bedingte) Schluckstörung dahinter, sodass Du ständig zu wenig Flüssigkeit zu Dir nimmst, obwohl Dein Durst groß ist. Auch Müdigkeit oder Mangelerscheinungen können das Durstgefühl verstärken. Hier ein paar Tipps:Weiterlesen
„Ich frage mich auch, ob Kinder, die ihre Eltern verlassen, sich selbst letztendlich wirklich gut fühlen? Ob sie meinen, richtig gehandelt zu haben? Wenn ich eine Aktion starte und feststelle, dass sie ein Stück in die falsche Richtung geht, dann versuche ich, mich zu korrigieren. Wird Maya das auch so sehen?“ Das schreibt die Autorin Angelika Kindt in ihrem Buch „Wenn Kinder den Kontakt abbrechen“ (2015, penguin.de, S. 60). Sie erzählt, wie ihre Tochter Maya den Kontakt abbrach und wie es ihr als Mutter damit geht. Das Ringen von Eltern, deren Kinder den Kontakt abgebrochen haben, beginnt oft jeden Tag von vorne. Weiterlesen

„Die Situation an sich ist so wie sie ist. Was sie so unerträglich macht, sind die Gedanken dazu. Unsere Bewertung entscheidet darüber, ob etwas gut ist oder schlecht“, hört man. Ich denke, dass es anders ist für Menschen, die frühe, schwere traumatische Erfahrungen gemacht haben – insbesondere, wenn der Körper mit einbezogen war. Da spürten sie genau: Zuerst ist da das Unerträgliche. Die Gedanken sind nur die Folge, um es zu begreifen. Sie hatten keinen anderen Menschen, der das Unerträgliche mit ihnen ertrug. Weiterlesen
Jahrelang ringt man in der Psychoanalyse um Erkenntnisse. Irgendwann dämmert es einem, warum man da ist, wo man gerade ist und warum man es früher nicht anders machen konnte. Und dann fällt es einem wie Schuppen von den Augen: Jetzt weiß man, warum man nicht seinen Traumberuf ergriffen hat, warum man kein Geld hat, warum man krank geworden ist, warum man keinen Partner finden und/oder kein Kind bekommen konnte. Doch jetzt ist es für manches zu spät. Der Schmerz, der dann entsteht, ist unendlich groß. Will man noch retten, was zu retten ist, oder will man einfach verbittern?Weiterlesen
Manchmal gehen wir fast mit teuflischen Mitteln ans Werk. Wir haben eine Unternehmensgründung, ein Projekt, eine Reise, eine Prüfung vor uns und fürchten uns davor. Wir fürchten die Ohnmacht, die damit einhergeht. Aber wir können uns vorbereiten. Doch nicht nur darauf, dass alles gut geht und wir bestehen – denn dann lassen wir ein Stück Abhängigkeit von den Prüfern, den inneren Zuständen und äußeren Umständen zu. Wir können uns darauf vorbereiten, unser Vorhaben nicht zu bestehen und zu scheitern. So sind wir abhängig von niemandem, außer von unserem eigenen Geschick. Wir haben alles in der Hand. Und das macht Lust. Die Lust wächst. Wir haben einen Plan. Und der ist sicher.Weiterlesen
Mit dem Geld ist es wie mit der Diät: Sobald man krampfhaft versucht, mehr zu verdienen, werden die Zahlen auf dem Konto kleiner. „Konto rauf, Gewicht runter“ – das funktioniert meistens nicht, wenn man darüber nachdenkt und es kontrollieren will. Wenn man versucht, Diät zu machen, steigen die Kilo-Zahlen auf der Waage. Es ist so verflixt wie mit dem Einschlafen: Wenn man es krampfhaft versucht, weil man doch den Schlaf braucht, liegt man stundenlang wach. Wenn man nur noch ans Geld denkt, fehlt einem die Energie zur liebevollen Arbeit. Weiterlesen
Im Leben ist es uns immer wieder zu viel – sagt der Psychoanalytiker Adam Phillips in seinem Video „On being too much for ourselves“ (Youtube). Wenn wir emotional oder physisch überfordert sind, dann reagieren wir körperlich: Herzrasen, Übelkeit, Bluthochdruck, Tinnitus, Heiserkeit, Atemnot, Zittern und Durchfall sind die Folge. Mit Tränen zeigen wir, wenn es uns zu viel wird – wir laufen dann über. Weiterlesen
„Wag‘ es Dich ja nicht!“, zischte uns die strenge Mutter zu. „Du wirst schon sehen, was Du davon hast“, sagte der Vater. Wir hörten es oft. Wenn wir als Erwachsene vor einer Entscheidung stehen, kommt die Erinnerung: „Wag‘ es Dich nicht!“, hören wir eine Stimme in uns. Wir verbieten uns das Gute. „Es ist, als sei da ein ganz anderer Mensch in mir, der so mit mir spricht“, sagt der Patient über seine innere kritische Stimme. „Diese Stimme ergab früher vielleicht einen Sinn, aber heute tut sie es nicht mehr“, sagt der Therapeut in der Schematherapie. Aber warum fühlt es sich dann immer noch sinnvoll an?Weiterlesen
Für „psychische Gesundheit“ gibt es unzählige Definitionen. Besonders klar aber bringt es der Psychoanalytiker Wilfred Bion (1897-1979) auf den Punkt: Die Wahrheitsliebe und die Fähigkeit, Frustration zu ertragen, sind die wohl wichtigsten Zeichen psychischer Gesundheit (siehe James Grotstein: A Beam of Intense Darkness, Karnac 2007). Unsere Neugier hilft uns dabei, die Wahrheit herauszufinden. Wir wollen’s wissen – fast immer, fast überall, fast jeden Tag. Weiterlesen
„In meiner Klasse sind jetzt die Jungs in der Überzahl“, erzählt mir eine Lehrerin. Es handelt sich um dieselbe Schülerzahl und um dieselben Schüler. Doch einige Mädchen hätten im Laufe der Schulzeit festgestellt, dass sie sich als Junge fühlten. Sie wollten sich zu Männern entwickeln. Viele Ärzte unterstützten das recht früh mit Hormonbehandlungen, höre ich. Die Kinder wollten von den Lehrern und Lehrerinnen nun anders angesprochen werden. Viele Erwachsene sind ratlos. Wie lässt sich das verstehen?Weiterlesen