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„Was denkt der jetzt von mir?“ heisst auch: Was fühlt der andere in Bezug auf mich?

„Was mag der jetzt von mir denken?“ Wir machen uns einen Kopf darüber, was andere von uns denken. Wir haben das Gefühl, dass wir das ja relativ leicht steuern können, wenn wir uns nur „richtig benehmen“. Waz wir jedoch kaum beeinflussen können, ist, was der andere fühlt, wenn er mit uns zusammen ist. „Mag er/sie mich noch? Ist der/die andere sauer auf mich?“ Diese Fragen verunsichern uns. Weil es oft so schwer ist, zu beeinflussen, wie der andere in Bezug auf uns fühlt, wollen wir wenigstens, dass er gut über uns denkt. Wir beginnen dann damit, etwas leisten zu wollen. „Wenn ich viel leiste, dann mag mich der andere“, denken wir Weiterlesen

Ich weiss es eben nicht

„Du musst doch wissen, was Du willst!“, höre ich. „Ja hast Du denn gar keinen Plan?“ Nein. Ich weiß es nicht. Schon eine geraume Weile nicht. „Woher soll denn das Geld kommen? Welche Stelle willst Du denn? Oder willst Du lieber selbstständig sein? Willst Du da eigentlich immer wohnen bleiben? Hast Du schon das Ergebnis Deiner Untersuchung? Meinst Du, Du hältst das kräftemäßig durch?“ Und die freudige Antwort ist immer wieder: Ich weiß es nicht. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Manchmal fühlen wir uns gedrängt, uns zu entscheiden, die Richtung zu kennen und die Dinge zu wissen. Einen Plan zu haben. Doch wir wissen es eben nicht.Weiterlesen

Von der Sucht, dem angsteinflössenden, arroganten Menschen zu gefallen

Wie kommt es, dass wirklich fiese, arrogante Menschen immer noch oben auf der Karriereleiter stehen, obwohl sie einfach nur „schreckliche Menschen“ sind? Womit arbeiten sie? Mit Provokation und Verachtung, mit hochgezogenen Augenbrauen. Und weshalb sind sie dennoch auf eine merkwürdige Art beliebt? Weil sie etwas Faszinierendes, aber vielleicht auch Mitleiderregendes ausstrahlen. Weil man Angst hat vor ihnen und vor allem: weil man ihnen gefallen will. Weiterlesen

„Ich will nicht mehr leben!“ Suizidalität – über das Gefühl der Auswegslosigkeit

Vielleicht hast du das Gefühl, dass dir nicht mehr zu helfen ist. Vielleicht erscheinen dir deine Situation, deine Gefühle von Sinnlosigkeit und deine innere Leere so groß, dass du dich nach dem Tod sehnst. Weiterlesen

„Aber eben wolltest du doch noch …“ Nicht nur Kindern fallen Entscheidungen schwer

„Gerade wolltest du noch Roller fahren! Ich hol‘ dir jetzt nicht dein Fahrrad raus! Du musst schon wissen, was du willst!“, sagt die Mutter, die gerade ihr Fahrrad aus der Garage zieht. Der „Eben-wolltest-du-noch-Satz“ ist wohl einer der Sätze, der uns Eltern am häufigsten über die Lippen geht. Wir ärgern uns, schütteln den Kopf, wollen unserem Kind klarmachen, dass es so nicht geht. Dabei spricht unser Kind nur aus, was in ihm vorgeht und was wir auch als Erwachsene gut kennen. Hin- und Hergerissen zu sein ist etwas Menschliches. Das Seelenleben ist voller Konflikte (siehe Leon Wurmser: „Der Konflikt und die Freiheit, 2013, Youtube). Wir sind so oft ambivalent.Weiterlesen

Wenn das Trauma „Bindung“ heißt, ist die Nähe selbst der „Trigger“

„Achtung, Trigger!“, steht in manchen Internetforen, was eigentlich eine Warnung an traumatisierte Menschen sein soll. Sie sollen hier nicht weiterlesen, denn es könnten ungute Gefühle, Erinnerungen ans Trauma, „Flashbacks“ und Ängste ausgelöst werden. Natürlich wird durch diese Vorwarnung oft der gegenteilige Effekt erreicht: Neugierig klickt man drauf und freut sich heimlich fast auf’s Gruseln. Viele Traumatisierte leiden jedoch regelrecht darunter, dass sie keinen „Trigger“ ausmachen können, sondern sie eiskalt erwischt werden von ihrer Angst.Weiterlesen

Entscheidungen treffen – aber wie?

Manchmal scheint eine Entscheidung unmöglich. Es ist, als hättest Du nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Für so manche Entscheidung ist es wichtig, sich ausreichend Informationen zu beschaffen. Doch manchmal scheint das wenig zu nützen – trotz ausführlicher „Pro- und Kontraliste“ fällt die Entscheidung nicht leichter. Da kannst Du vielleicht nur überlegen: Was ist zumindest ein bisschen weniger schlimm? Gilt Deine Entscheidung für immer und ewig? Weiterlesen

Du kannst es auch allein! Sonnencremes, Antidepressiva und das Vertrauen in sich selbst

Manche Menschen können sich gar nicht mehr vorstellen, dass auch ein schwerer grippaler Infekt mit Bettruhe von alleine wieder vergehen kann. Die gesunde Haut fettet sich von selbst, dazu brauchen wir keine Cremes. Der gesunde Darm schafft seine Verdauung alleine, wenn wir ihn nicht mit Verdauungsmitteln durcheinanderbringen. Auch Geburten verlaufen bei gesunden Müttern und Kindern ohne besondere Eingriffe von außen oft am besten. Doch woher kommt unsere Eingreiferitis? Weiterlesen

Wie lerne ich am besten Französisch?

Seit August 2024 lebe ich in Frankreich. Trotz vier Jahren Schulfranzösisch und vielen Selbstlernversuchen komme ich hier im Alltag erstmal nicht so richtig klar. „Tabitu?“ ist keine afrikanische Sprache, sondern heisst: „Tu habites où?“ Erst gestern noch konnte ich im Café nicht das Wort „soci“ finden, obwohl die Kassiererin jeden fragte: „Avecsoci?“ Das Rätsel konnte ich vor Ort noch lösen: „Avec ce-ci? (= mit dem hier? = ausserdem?). Überall gibt’s gute Ratschläge, doch am Ende ist man allein mit dem Problem. Hier eine Liste mit meinen bisherigen Erfahrungen und eigenen Ratschlägen:Weiterlesen

Den Berg stehen zu lassen, das ist die Kunst

„Wenn Du weißt, was Du willst, kannst Du Berge versetzen“, heißt es. Manche haben die Erfahrung gemacht, dass sie nahezu Übermenschliches schaffen, wenn der Wille und die Not gross sind. Wer Schaffenskraft, Energie, vielleicht auch Wut und Mut hat, der kann unglaublich viel verändern. Doch wird die Veränderung am Ende nicht immer als Gewinn empfunden. Es gibt Situationen im Leben, da ist es besser, den Berg stehen zu lassen, wo er ist. Es zu unterlassen, den Berg zu versetzen, kann um ein Vielfaches mehr Kraft kosten, als Berge in Bewegung zu setzen.Weiterlesen