Willkommen

Ohnmachtsgefühle – wie mit ihnen umgehen?

Du fühlst dich ohnmächtig – sei es, weil du verlassen wurdest, sei es, dass du dein Kind verloren hast oder dass du nicht weißt, wie es beruflich oder finanziell weitergehen soll. Stundenlang liegst du nachts wach. Wie sollen wir bloß mit dieser Hilflosigkeit umgehen? Schwierig, da etwas zu raten, denn manche Lebenssituationen lassen sich nur äußerst schwer verändern. Manchmal wird eine Phase der Ohnmacht, die wir für kurzfristig hielten, zu einem chronisch langen Leiden.Weiterlesen

Flugangst hat auch mit Beziehung zu tun – was hilft?

Wenn Du unter Flugangst leidest, gibt es ein patentes Mittel: einfach nicht ins Flugzeug steigen. Doch dadurch kannst du wunderbare Chancen verpassen. Hier ein paar Tipps, wie du Flugangst lindern kannst: 1. Das „Drumherum“ muss stimmen: Denke genau darüber nach, warum du diese Flugreise antrittst. Wenn dein Partner auf diese Reise gepocht hat, dann kann dieser Konflikt Flugangst hervorrufen. Vielleicht hast du klein beigegeben, obwohl du lieber einfach an die Nordsee gefahren wärest. Weiterlesen

Sicherheitshalber

Sicherheitshalber - stellen wir uns schon mal auf den Abschied ein, dabei wollen wir noch gar nicht Abschied nehmen. Sicherheitshalber bereiten wir uns innerlich auf das Wiedersehen vor, dabei genießen wir doch noch unser Alleinsein. Wir versuchen, in der Sch...

Weiterlesen als Mitglied.

Jetzt Mitglied werden

Kann ich nachträglich Urvertrauen gewinnen?

Am schlechtesten gehe es den Menschen, die ohne gute innere Mutter leben, sagte der Selbstpsychologe Heinz Kohut (1913-1981). „Urvertrauen“ ist ein großes Wort und wir machen uns Sorgen, weil wir davon ausgehen, selbst kein Urvertrauen zu haben. Doch der Begriff ist idealisiert, denn wer wünscht sich nicht ein Grundgefühl von „absolutem Vertrauen“ oder ungetrübter Geborgenheit? Ein grundlegendes „Alles-ist-gut-Gefühl“ haben manche vielleicht als ein fast ständiges Grundband. Andere spüren hauptsächlich die Angst als Hintergrundmusik. Doch wenn wir mal punktuell schauen, so können wir vielleicht sagen: Die meisten Menschen kennen das Gefühl von Bettschwere. Das sind dann Momente eines Ur- bzw. Grundvertrauens. Weiterlesen

„Was denkt der jetzt von mir?“ heisst auch: Was fühlt der andere in Bezug auf mich?

„Was mag der jetzt von mir denken?“ Wir machen uns einen Kopf darüber, was andere von uns denken. Wir haben das Gefühl, dass wir das ja relativ leicht steuern können, wenn wir uns nur „richtig benehmen“. Waz wir jedoch kaum beeinflussen können, ist, was der andere fühlt, wenn er mit uns zusammen ist. „Mag er/sie mich noch? Ist der/die andere sauer auf mich?“ Diese Fragen verunsichern uns. Weil es oft so schwer ist, zu beeinflussen, wie der andere in Bezug auf uns fühlt, wollen wir wenigstens, dass er gut über uns denkt. Wir beginnen dann damit, etwas leisten zu wollen. „Wenn ich viel leiste, dann mag mich der andere“, denken wir Weiterlesen

Ich weiss es eben nicht

„Du musst doch wissen, was Du willst!“, höre ich. „Ja hast Du denn gar keinen Plan?“ Nein. Ich weiß es nicht. Schon eine geraume Weile nicht. „Woher soll denn das Geld kommen? Welche Stelle willst Du denn? Oder willst Du lieber selbstständig sein? Willst Du da eigentlich immer wohnen bleiben? Hast Du schon das Ergebnis Deiner Untersuchung? Meinst Du, Du hältst das kräftemäßig durch?“ Und die freudige Antwort ist immer wieder: Ich weiß es nicht. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Manchmal fühlen wir uns gedrängt, uns zu entscheiden, die Richtung zu kennen und die Dinge zu wissen. Einen Plan zu haben. Doch wir wissen es eben nicht.Weiterlesen

Von der Sucht, dem angsteinflössenden, arroganten Menschen zu gefallen

Wie kommt es, dass wirklich fiese, arrogante Menschen immer noch oben auf der Karriereleiter stehen, obwohl sie einfach nur „schreckliche Menschen“ sind? Womit arbeiten sie? Mit Provokation und Verachtung, mit hochgezogenen Augenbrauen. Und weshalb sind sie dennoch auf eine merkwürdige Art beliebt? Weil sie etwas Faszinierendes, aber vielleicht auch Mitleiderregendes ausstrahlen. Weil man Angst hat vor ihnen und vor allem: weil man ihnen gefallen will. Weiterlesen

„Ich will nicht mehr leben!“ Suizidalität – über das Gefühl der Auswegslosigkeit

Vielleicht hast du das Gefühl, dass dir nicht mehr zu helfen ist. Vielleicht erscheinen dir deine Situation, deine Gefühle von Sinnlosigkeit und deine innere Leere so groß, dass du dich nach dem Tod sehnst. Das ist nicht unbedingt „krank“, wie manche sagen. Die Suche nach Ruhe und dem Ende der Qual ist auch eine gesunde und natürliche Regung der Psyche – ein Versuch der Selbstregulation und der Selbstfürsorge. Innerer Schmerz und Terror können so groß sein wie eine unaushaltbare körperliche Not. Der Tod, so die Hoffnung, ist ein mögliches „Ticket out“ (Cathy Penney in „Take these broken wings“, Youtube). Weiterlesen

„Aber eben wolltest du doch noch …“ Nicht nur Kindern fallen Entscheidungen schwer

„Gerade wolltest du noch Roller fahren! Ich hol‘ dir jetzt nicht dein Fahrrad raus! Du musst schon wissen, was du willst!“, sagt die Mutter, die gerade ihr Fahrrad aus der Garage zieht. Der „Eben-wolltest-du-noch-Satz“ ist wohl einer der Sätze, der uns Eltern am häufigsten über die Lippen geht. Wir ärgern uns, schütteln den Kopf, wollen unserem Kind klarmachen, dass es so nicht geht. Dabei spricht unser Kind nur aus, was in ihm vorgeht und was wir auch als Erwachsene gut kennen. Hin- und Hergerissen zu sein ist etwas Menschliches. Das Seelenleben ist voller Konflikte (siehe Leon Wurmser: „Der Konflikt und die Freiheit, 2013, Youtube). Wir sind so oft ambivalent.Weiterlesen

Wenn das Trauma „Bindung“ heißt, ist die Nähe selbst der „Trigger“

„Achtung, Trigger!“, steht in manchen Internetforen, was eigentlich eine Warnung an traumatisierte Menschen sein soll. Sie sollen hier nicht weiterlesen, denn es könnten ungute Gefühle, Erinnerungen ans Trauma, „Flashbacks“ und Ängste ausgelöst werden. Natürlich wird durch diese Vorwarnung oft der gegenteilige Effekt erreicht: Neugierig klickt man drauf und freut sich heimlich fast auf’s Gruseln. Viele Traumatisierte leiden jedoch regelrecht darunter, dass sie keinen „Trigger“ ausmachen können, sondern sie eiskalt erwischt werden von ihrer Angst.Weiterlesen