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Meine Erfahrungen mit Online-Therapie als Psychotherapeutin

Bei meinem Gegenüber ist es schon dunkel. Onlinetherapie kann man von überall in der Welt machen. Nah am Bildschirm spüre ich manchmal sogar den Lufthauch, der vom Lautsprecher kommt, wenn der andere spricht. Diese blöde Scheibe zwischen uns möchte ich manchmal so gerne einfach wegnehmen. Und doch entstehen mitunter „Now Moments“, die denjenigen der „echten“ Psychotherapie sehr nahe kommen. Weiterlesen

Meditation im Hamsterrad und beim Putzen hilft bei lang andauernder Überforderung

Manchmal sehen wir kein Ende im Tunnel der Anstrengungen. Mitten in der Zeitnot kann es helfen, ganz langsam zu werden. Meditierend die Spüle zum Glänzen zu bringen oder im Stau die einzelnen Nackenmuskeln zu aktivieren, kann sich sinnvoll anfühlen. Wir machen nach einer Weile die Erfahrung, dass es wirklich nützt, was wir tun. Es gibt viele kleine Momente, in denen wir ganz langsam werden können – und sei es, um unseren Schmerz ganz genau zu spüren. Mitten im Hamsterrad.Weiterlesen

Einsamkeit: „Am schlimmsten sind die Sonntage“

Einsamkeit ist ein fast körperlicher Schmerz. Nicht berührt zu werden, tut unglaublich weh. Das Gefühl des „Nichts“ auf der Haut und in der Seele ist oft kaum auszuhalten und macht unruhig. Oft schämen sich die Einsamen ihrer Einsamkeit. Eine stille Wut auf andere mit Partner und Familie und ein stechender Neid auf alle, die nicht einsam sind, macht sich breit. Weiterlesen

Wohin?

Von Kindes Beinen an beschäftigt mit einer Frage: Wohin? Von klein auf kein Widerhall. Kein Verstehen, keine Resonanz. Die Eltern, die Schutz bieten sollten: eine Bedrohung. Gewalt. Entwicklung ist so nicht möglich, Überleben hat höchste Priorität. Wachsen. Er...

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Schwindel und der Weg zu neuem Halt: Fünf Tipps bei Neuronitis vestibularis und Vestibularismigräne.

Du wachst auf und alles dreht sich. Du musst Dich vielleicht übergeben, fühlst Dich benommen und bist wie seekrank, ohne auf einem Schiff zu sein. Die Diagnose: Akute Neuronitis vestibularis - ein entzündeter Gleichgewichtsnerv. Vielleicht ist es aber auch ein...

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Wie lässt sich mit psychischem Dauerschmerz leben? Das eigene Leid zur Lebensmeditation machen

Gewalterfahrungen in der Kindheit haben das Leben ausgebremst. Es gab einen Unfall und schwere Verletzungen. Der eigene Sohn hat sich vor Jahrzehnten abgewendet. Die Angststörung ist trotz Psychotherapie nicht vergangen. Der Junkie greift die Ärztin an – seither hat sie Hepatatis C. Der Kinderwunsch wurde nie erfüllt. Wie lässt sich mit solchen Dauerschmerzen leben? Weiterlesen

Geduld

Ein Wort, so schnell und leicht gesagt. Vielleicht stellen wir uns ein paar Stunden oder Tage, höchstens Wochen vor. „Geduld“ aber braucht man in schwierigen Dingen Monate und Jahre, nicht selten Jahrzehnte. Geduld erfordert einen langen Atem. Geduld ist ein Band – manchmal kann ein Geduldsfaden reißen, aber oft man kann den Faden wieder aufnehmen und ihm weiter folgen. Manchmal kann man resignieren, manchmal gibt man auf. Die Dinge gehen nicht immer gut aus.Weiterlesen

Langeweile: ein Un-Gefühl. Auch Psychoanalyse kann langweilig sein

Bist du gelangweilt, bist du zu müde zum Wachsein und zu wach zum Schlafen. Ein Sonntagnachmittagsspaziergang bei heissem Wetter kann auch zeigen: Übelkeit und Langeweile liegen nah beieinander. Wir essen, trinken, schlafen aus Langeweile. Wir warten darauf, wieder anzuspringen, doch nichts spricht uns an. Wir brauchen Resonanz. Übermäßiges Versorgtsein kann das Gefühl von Langeweile hervorrufen. Hingegen ist das Nicht-Wissen, was man morgen zu essen hat, oft das Gegenteil von Langeweile. Der Mangel ist ein Motor.Weiterlesen

Leben fast ohne Berührung – was hilft bei jahrelangem Alleinsein?

Wenn du einsam lebst, sind gelegentliche Umarmungen vielleicht die einzige Quelle von Berührung. Fehlt auch diese Berührung, kann das großes Leid hervorrufen. Doch auch, wenn Alltags-Umarmungen möglich sind, hilft dir das vielleicht herzlich wenig. Trotz Kusch...

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Die Dunkelheit in Dir kennenlernen

Manchmal fühlen wir uns, als sei alles nur noch dunkel. Ich meine damit nicht die „Schattenseiten“ in uns, von denen der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung sprach. Es geht nicht um die Seiten in uns, die wir nicht haben wollen, wie z.B. Neid, Gier, Aggressionen etc. Ich meine die Dunkelheit in uns, die wir manchmal lange oder weniger lang in uns spüren. Diese Dunkelheit ist wie eine tiefe innere Einsamkeit. Wie eine Gewissheit, dass es wohl keinen Menschen gibt, der „das“, dieses Namenlose, jetzt nachvollziehen kann. Es ist wie ein Loch in uns. Weiterlesen