Die Dunkelheit in Dir kennenlernen

Manchmal fühlen wir uns, als sei alles nur noch dunkel. Ich meine damit nicht die „Schattenseiten“ in uns, von denen der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung sprach. Es geht nicht um die Seiten in uns, die wir nicht haben wollen, wie Neid, Gier oder Aggressionen.
Ich meine die Dunkelheit in uns, die wir manchmal lange oder weniger lang in uns spüren. Diese Dunkelheit, die ist wie eine tiefe innere Einsamkeit. Wie eine Gewissheit, dass es wohl keinen Menschen gibt, der „das“, dieses Namenlose, jetzt nachvollziehen kann. Es ist die absolute Hoffnungslosigkeit, das Gefühl, dass es einem nie mehr besser gehen wird. Es ist das Gefühl, sich weder alleine noch in Anwesenheit anderer jemals wieder wohlfühlen zu können.
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„After controlling for age, caregiving status, gender, body mass index, exercise, and sleep, the presence of multiple childhood adversities was related to both heightened IL-6 (0.37 ± 0.03 log10 pg/mL versus 0.44 ± 0.03 log10 pg/mL) and shorter telomeres (6.51 ± 0.17 Kb versus 5.87 ± 0.20 Kb), compared with the absence of adversity; the telomere difference could translate into a 7- to 15-year difference in life span.“ (n = 132 Studienteilnehmer)
Janice K. Kiecolt-Glaser et al. (2011):
Childhood Adversity Heightens the Impact of Later-Life Caregiving Stress on Telomere Length and Inflammation. Psychosomatic Medicine 73(1):p 16-22, January 2011, DOI: 10.1097/PSY.0b013e31820573b6, journals.lww.com/…
Johannes vom Kreuz
Die dunkle Nacht. Verlag Herder Spektrum, www.amazon.com/…3451043742
Beitrag vom 9. Mai 2026 (begonnen am 2.10.2016)
6 thoughts on “Die Dunkelheit in Dir kennenlernen”
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Ich habe eben erst diesen Artikel gefunden, als ich nach „Dunkelheit in mir“ gegoogelt habe. Er spricht mir sehr aus der Seele, denn seit langem befinde ich mich in der „dunklen Nacht der Seele“, die unvorstellbare Qualen bedeutet, keine innere Heimat, totale Hoffnungslosigkeit und gegen die bisher auch nichts geholfen hat (Therapie etc..)
Und vorhin dachte ich noch: Ich bin so müde, ich bin verloren, mir bleibt nichts mehr als schlichtes Annehmen. Mehr bleibt manchmal wirklich nicht.
Danke für den Text, er tat gut.
Anne
Danke sehr, lieber Simon, die Rückmeldung freut mich.
Ich hätte es nie so formulieren können, aber es ist mir aus der Seele gesprochen.
Das Wissen, dass ich nicht der Einzige bin der so fühlt, tut gut und erleichtert. Danke dafür.
Liebe Kati,
es freut mich sehr, dass Sie sich verstanden fühlen! Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und alle guten Wünsche für 2018!
Dunja Voos
Danke liebe Frau Voos für diesen Artikel!
Sie beschreiben genau meinen Gefühlszustand seit mehreren Monaten, ich empfinde es als unaushaltbar, Es ist als sei da eine Macht in mir die gegen mich arbeitet. Alles erscheint bedeutungslos und sinnlos, nicht einmal mit mir selbst kann ich etwas anfangen. Und ich habe Angst meine Umwelt genau so hilflos zu machen, wie ich es bin!!
Aber Ihre Texte machen mir immer wieder Mut weiter zu machen, da ich mich dadurch einfach verstanden fühle – da beschreibt jemand genau das, was ich fühle, wie es in mir aussieht, das ist was sehr Wohltuendes!
Lieben Dank!
Kati
Genauso fühle ich mich schon lange..Im Moment kaum aushaltbar.. Ich hab keine wirkliche Heimat in mir.. In Therapie bin ich seit 20 jahren