Die Fehlstunden häufen sich und Du weißt nicht weiter: Morgens in der Schule wird’s Dir vielleicht oft so schlecht, dass Du nach Hause gehen musst. Oder aber Du möchtest flüchten und fühlst Dich von dem Gedanken überfordert, in der Schule bleiben zu müssen. Und so richtig helfen kann Dir scheinbar niemand – Du hast Schulangst. Genaugenommen unterscheidet man zwischen „Schulphobie“ und „Schulangst“. Bei der Schulphobie hat man konkret Angst vor der Schule – zum Beispiel vor Mobbing, vor dem Gebäude, vor den Lehrern oder vor Klassenarbeiten. Weiterlesen
Der Blick wird eng, die Atmung flach, der Kopf schwebt, das Herz drückt. Die Beine werden schwach, die anderen gucken doof. Überall nur leere, verständnislose Gesichter. Kein Ausweg. Gefangen in der Unendlichkeit – räumlich und zeitlich. Wo der Nervus vagus lang läuft, kann ich jetzt genau sagen. Im Bauch wirds flüssig. Ich will nur noch rennen. Was war denn nun schon wieder passiert? Meine Psyche macht das einfach so. Ohne mich zu fragen. Lange kann das so sein. Ich krame in meinem Verstand, reflektiere, versuche, es zu beschreiben, mit meinen Gedanken auf meine Gefühle einzuwirken. Nichts. Funkstille. Zwischen mir und mir. Kein Kontakt zu irgendjemandem. Abgrundtiefe Einsamkeit. Weiterlesen
Als Studentin hatte ich eine saftige Angststörung. Ich weiß genau, wie sich Panikattacken und frei flottierende Angst anfühlen und wie extrem schwierig es für mich war, Boden unter die Füße zu bekommen. Und dann höre ich in Fernsehsendungen, dass Angststörungen zwar extrem unangenehm, aber relativ gut zu behandeln seien. Autoren wie der Psychiater Borwin Bandelow (3SAT, Sternstunde Philosophie 2015) berichten davon. Doch wo finde ich Beschreibungen zu meiner Angst, die namenlos ist, wie Bion es nannte?Weiterlesen
„Die Ärztin kann zaubern“, „Heute Nacht kommt die Zahnfee“, „Morgen kommt das Christkind“, sagen die Eltern. „Kannst du nochmal unter dem Bett nachgucken, ob da wirklich kein Monster ist?“, fragt das Kind. Das Problem mit guten Geistern: Sie sind nicht allein. Erzählt man einem Kind etwas von einer guten Fee, dann entsteht im Unbewussten schnell auch die Vorstellung von einer bösen Hexe. Feen und Zauberer sind nicht nur gut – sie sind auch unkontrollierbar. Kleine Kinder haben noch keine sicheren psychischen Grenzen. Es ist nicht immer klar, was Realität ist und was Phantasie. Sie befürchten leicht, dass Erwachsene ihre Gedanken lesen könnten. Auch Erwachsene mit einer Psychose glauben, dass andere ihre Gedanken lesen können. Was, wenn der Nikolaus das auch kann?Weiterlesen
Bei der „Emotional Freedom Technique“ (EFT) klopfst Du Dir mit den Fingern auf verschiedene Akupressurpunkte. Daher wird diese Technik auch als „Klopf-Akupressur“ oder „Meridian-Tapping“ bezeichnet. Sie gehört zur sogenannten Energetischen Psychologie. Insbesondere das Massieren des Punktes „Lunge 1“ (siehe Der-gelbe-Kaiser.de) unter dem Schlüsselbein Richtung Achselhöhle) wird als angstlösend beschrieben. Die Idee dahinter: Während einer Panikattacke oder während man schlechte Glaubenssätze denkt, kann man mit dem Klopfen der Punkte die körperlichen „Blockaden“ lösen. Studien zur EFT zeigen gemischte Ergebnisse, denn auch Plazebo-Punkte wirken. Weiterlesen
Das Gefühl, verrückt zu werden, ist sehr unangenehm. Es schwirrt im Kopf. Es ist, als ob sich zwei Energien aneinanderrieben. Es ist eine Mischung aus „Ich will das nicht“ und „So ist es aber.“ Ähnlich, wie Schwindelgefühle von unterschiedlichen Wahrnehmungen herrühren (ich bewege mich körperlich nicht, aber die Umwelt bewegt sich), so können wir das Gefühl, verrückt zu werden, dann bekommen, wenn unsere innere Wahrnehmung mit dem Äußeren nicht übereinstimmt. Wenn wir uns ein anderer, dem wir sehr vertrauen, etwas sagt, was wir selbst aber ganz anders wahrnehmen, kann dieses Gefühl entstehen. Weiterlesen
„Nicht die Wut hat mich, sondern ich hab‘ die Wut“, heißt es. „Ich beherrsche die Angst“, heißt es. Doch bei der Angststörung ist die Angst ein Zustand, der größer ist als man selbst. Manchmal hängen Angst und unbewusste Wut zusammen, manchmal auch nicht. Man befindet sich dann wie in einem Traum: Auch der Traum ist größer als man selbst. Man selbst geht durch die Traumwelt. Auch im tiefen Traum (Ausnahme: luzide Träume, Träume mit mehr Bewusstsein) können wir nichts tun, außer zu warten, bis der Traum vorbei ist. Weiterlesen