
Mit schwer traumatisierten Patienten solle man in der Psychotherapie nicht lange schweigen, weil dann der Phantasieraum angeregt würde und die Patienten in der Haltlosigkeit abstürtzen, heisst es oft. Doch es kommt auf die Art des Schweigens an: Wenn ich mich als Psychoanalytikerin emotional „einklinke“ und wirklich präsent bin, dann suchen auch schwer traumatisierte Menschen immer wieder das lange Schweigen. So werden sie der Schwierigkeit, überhaupt Worte zu finden, gerecht. Weiterlesen
Der Thalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und „Tor zum Bewusstsein“. Der Name leitet sich vom Griechischen „thalamos“ = „innere Kammer, Bett, Schlafzimmer“ ab. Sinnesreize, die über die Sinnesorgane hereinkommen, verlaufen durch den Thalamus, bevor sie die Großhirnrinde erreichen, um dort registriert zu werden. Im Thalamus liegen sehr viele Nervenzellkörper (= Neurone). Der Thalamus ist gleichzeitig ein Filter – er entscheidet, ob die ankommenden Sinneseindrücke wichtig oder unwichtig sind. Außerdem spielt der Thalamus eine wichtige Rolle bei der Schmerzwahrnehmung. Weiterlesen
Es gibt Psychotherapeuten, die einen sogenannten „Kassensitz“ haben (= eine Kassenzulassung haben). Das sind die Psychotherapeuten, bei denen die Therapie ganz normal von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird. Diese Pychotherapeuten nennt man auch „Vertrags-Psychotherapeuten“. Wenn du schon länger auf der Suche nach einem Psychotherapeuten bist, aber keinen Platz gefunden hast, kannst du dich an eine Privatpraxis, also an einen Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung wenden. Weiterlesen

„Du hast doch eine Psychoanalyse gemacht – wie kommt es denn, dass Du immer noch unter Einsamkeit, Ängsten und Neid leidest?“, höre ich manchmal. Und auch ich frage mich, wie ich den Unterschied zwischen Vorher und Nachher beschreiben könnte. Weiterlesen
Manche Psychoanalytiker und Psychotherapeuten haben keinen Kassensitz, das heißt, die Krankenkassen übernehmen nicht so selbstverständlich die Kosten wie bei einem Vertragspsychotherapeuten (ein Vertragspsychotherapeut hat Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen geschlossen). Psychologen oder Ärzte mit abgeschlossener Psychoanalyse- bzw. Psychotherapie-Ausbildung können jedoch nach dem „Kostenerstattungsverfahren“ mit den gesetzlichen Krankenkassen zusammenarbeiten. Weiterlesen