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Wie werde ich Psychoanalytiker*in? „Wie hältst Du die Geschichten aus?“

Bei der Vorstellung, Psychoanalytiker*in zu werden, fragen sich viele, ob sie die „Geschichten“ aushalten, die ihnen die Patienten erzählen. Man hält sie meistens gut aus, wenn man eine gute Ausbildung erhält. In der Ausbildung zum Psychoanalytiker begibt man sich selbst in Lehranalyse – bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) legt man sich in der Ausbildung 4-mal pro Woche bei einem Lehranalytiker auf die Couch, um eigene Probleme und Traumata zu bearbeiten. Weiterlesen

Psychoanalytiker werden – eine Alternative nicht nur für Ärzte und Psychologen: Auch Akademiker anderer Fachrichtungen können Psychoanalytiker (Laienanalytiker) werden

Wer Psychoanalytiker wird, ist meistens Arzt oder Psychologe – doch auch Akademiker anderer Fachrichtungen können eine Psychoanalyse-Ausbildung machen. Ärzte, die keinen Facharzttitel haben und nicht im Gesundheitssystem arbeiten möchten, können dennoch die Ausbildung z.B. bei der DPV oder DPG machen. Sie sind als Psychoanalytiker dann auf Selbstzahler angewiesen. Weiterlesen

Wie werde und bleibe ich Psychoanalytiker*in? Auf die Ohren achten und sich gesund halten

Ein Psychoanalytiker kann wohl blind seinen Beruf ausüben, nicht aber gehörlos. Psychoanalyse auf der Couch in Gebärdensprache funktioniert leider nicht. Psychoanalytiker fürchten sich daher besonders vor einer Schwerhörigkeit. Denn die Voraussetzung für gutes Zuhören (englisch: Listening) ist ganz simpel die körperliche Fähigkeit zu hören (to hear). Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Du brauchst ein Auto

In der Psychoanalyse-Ausbildung zu sein heißt: viel Auto fahren – es sei denn, du lebst mitten in einer Psychoanalytiker-reichen Stadt. Einige wenige fahren 100 km pro Weg zu ihrem Lehranalytiker – vier Mal pro Woche. Etwa zweimal pro Woche fährt man zu Theorieseminaren ins Institut. Vor dem Vorkolloquium ist zudem das Erstinterview-Seminar Pflicht. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Was kostet das Leben in der Psychoanalyse-Ausbildung?

„Die Ausbildung bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) ist mir zu teuer“, sagen manche, die sich dafür interessieren. Für Ausbildungsteilnehmer ohne guten finanziellen Hintergrund ist die Ausbildung auch finanziell eine Herausforderung, aber sie ist nicht unmöglich. Das, was die Lehranalyse einem mitgeben kann, ist oft von unbezahlbarem Wert. Existenzängste gehören jedoch bei vielen dazu – man weiß eben nicht, wie es ausgeht. Vor einigen Jahren (2015) habe ich einmal ausgerechnet, wie das bei mir in der Anfangszeit der Ausbildung mit den Kosten aussah. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Couchgeschwister

Irgendwann geht man in der Psychoanalyse-Ausbildung zu einem Seminar, kommt ins Gespräch mit der Sitznachbarin und stellt fest: Wir haben beide denselben Lehranalytiker. „Couchgeschwister“ nennt man die Kollegen, die zum selben Lehranalytiker gehen wie man selbst. Schnell taucht dann die Frage auf: Wie gehe ich mit meinem Couchbruder/meiner Couchschwester um? Die Antworten fallen ganz unterschiedlich aus und hängen auch von der Größe des Instituts ab. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Erstgespräche organisieren

Voraussetzung für die Zulassung zum Vorkolloquium ist es (Beispiel DPV), dass man insgesamt 20 psychoanalytische Erstinterviews mit Patienten geführt hat. Davon müssen 10 Erstinterviews supervidiert werden. Für die Ausbildung nach den DPV-Regularien muss der Supervisor auch ein Lehranalytiker sein. Für viele, die eine Ausbildung zum Psychoanaltiker machen, sind diese Erstgespräche kein Problem, weil sie diese in der Klinik, im Institut oder in der Praxis führen können, in der sie arbeiten. Angehende Laienanalytiker hingegen müssen sich ihre Patienten manchmal etwas zusammensuchen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Weiterlesen

Zusatztitel „Psychotherapie“ und „Psychoanalyse“ auch für Arbeitsmediziner möglich

Den Zusatztitel „Psychoanalyse“ darf unter den Ärzten nur ein „Facharzt der unmittelbaren Patientenversorgung“ (UPV) tragen. Fachärzte für Arbeitsmedizin gehören nun auch zur „unmittelbaren Patientenversorgung“ – das beschlossen die Ärzte auf dem Ärztetag 2018 in Erfurt (Beschlussprotokoll, PDF). Das bedeutet, dass auch Fachärzte für Arbeitsmedizin den Zusatztitel „Psychoanalyse“ nach bestandener Prüfung tragen können. Zuvor war dies nur in einigen Bundesländern (Bremen, Niedersachsen und Berlin) möglich. Nun wäre nur noch zu wünschen, dass Arbeitsmediziner, die ausschließlich als Psychotherapeut oder Psychoanalytiker arbeiten, auch die Möglichkeit bekommen, sich kassenärztlich niederzulassen. Weiterlesen

Wie werde ich Psychoanalytiker*in? Das Vorkolloquium (Beispiel DPV) und der Beginn der Patientenbehandlungen. Wie Patienten finden?

Die Psychoanalyseausbildung beginnt mit der eigenen Lehranalyse. Frühestens eineinhalb Jahre später kann man das Vorkolloquium machen. Voraussetzung ist, dass man 10 supervidierte psychoanalytische Erstgespräche mit Patienten geführt hat und 10 weitere Gespräche schriftlich bestätigt sind. Das Vorkolloquium findet entweder auf der Frühjahrs- oder der Herbsttagung der DPV statt. Weiterlesen