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Häme – ein kurioses Gefühl

Am Anfang stehen manchmal Gefühle von Minderwertigkeit und Unterwerfung. Man „gehorcht“ dem anderen und tut das, was er will, weil man ihm unterlegen und weil man von ihm abhängig ist. Aber man verachtet sich selbst für sein unterwürfiges Verhalten. Ist die Situation vorbei, wird man hämisch und verspottet den anderen. Weiterlesen

Punktgenau

Gleich kommt es auf mich an. Alle Blicke liegen auf mir. Ich muss da sein, parat sein. Das Gefühl, auf den Punkt genau leistungsfähig sein zu müssen, lässt uns zittrig und ängstlich werden. Doch wir können das trainieren: Freihändig Rad fahren, obwohl die Augen auf uns gerichtet sind. Wir können weiter auf unserer inneren Insel bleiben, auch, wenn Menschen um uns herum hohe Erwartungen haben. Weiterlesen

Ego States: Mit Kind-Ich, Erwachsenen-Ich und Eltern-Ich lassen sich Ichzustände oft nur oberflächlich beschreiben

Je nach Tagesform, Ort und Aufgaben haben wir verschiedene „Ich-Zustände“. Manchmal fühlen wir uns gut und sind dankbar für diesen Zustand. Aber vielleicht werden wir immer wieder überwältigt von unaushaltbaren Zuständen, die aus unserer Vergangenheit herrühren oder aus aktuellen Lebenslagen, die lange anhalten. Wir würden am liebsten weglaufen. Weiterlesen

Der Baum der Erkenntnis

Er steht da, im Paradies: Der Baum der Erkenntnis. Um mich herum ist die Welt in Ordnung. Innen drin bin ich unwissend. Ich stelle mich dumm, ich halte mich dumm. Ich weiß: Wenn ich diesen Apfel esse, wird die Welt um mich herum zusammenbrechen. Aber ich bin lieber gebildet in einer kaputten Welt als ungebildet in einer heilen Welt. Und als ich den Apfel esse, sehe ich, dass die Welt schon vorher nicht heil war. Aber jetzt können wir einander verstehen, die Welt und ich .Weiterlesen

Meine Erfahrungen mit Online-Therapie als Psychotherapeutin

Bei meinem Gegenüber ist es schon dunkel. Onlinetherapie kann man von überall in der Welt machen. Nah am Bildschirm spüre ich manchmal sogar den Lufthauch, der vom Lautsprecher kommt, wenn der andere spricht. Diese blöde Scheibe zwischen uns möchte ich manchmal so gerne einfach wegnehmen. Und doch entstehen mitunter „Now Moments“, die denjenigen der „echten“ Psychotherapie sehr nahe kommen. Weiterlesen

„Mein Patient hat sich umgebracht.“ Wie gehen Psychotherapeuten mit dem Suizid ihrer Patienten um?

Wenn sich ein Psychotherapie-Patient das Leben nimmt, kann der Psychotherapeut trauern wie nach dem Tod eines Angehörigen. So erging es mir selbst – und so wird es auch im Deutschen Ärzteblatt beschrieben: „Selbstfürsorge: Wenn Patienten sterben“ (PP 10, Ausgabe November 2011, Seite 506). Weiterlesen

Generalisierte Angststörung: Panikattacken und dissoziative Zustände mischen sich

An der Supermarktkasse überfällt dich wieder dieses komische Gefühl. Dir wird heiss und kalt und wenn Dich jemand fragt: „Was hast Du?“, kannst Du eigentlich gar nicht antworten. Es kann sein, dass Dir übel ist. Du fühlst Dich verlassen und wackelig in dieser Welt. Weiterlesen

Psychotherapeuten haben oft sehr hohe Ansprüche an sich selbst und brauchen selbst manchmal Psychotherapie

Psychotherapie kann tiefgreifendere Probleme meistens nicht dauerhaft beseitigen. Eine sogenannte psychische Störung ist oft ein Wechselspiel aus Phasen des Wohlergehens und Phasen des Aufruhrs, der Depression und Angst. Der Umgang mit dem persönlichen Leid ist häufig ein lebenslanger Prozess. Viele Psychotherapeuten haben ihren Beruf ergriffen, weil sie selbst einmal eine Psychotherapie gemacht haben. Weiterlesen

„Aber Sie müssen doch mal die Realität sehen!“ Und Du willst Analytikerin werden?

Andy Holzer ist blind und Bergsteiger. Linda Thomas ist aus Leidenschaft Reinigungsfachkraft. Sie schreibt Bücher und hält Vorträge über den spirituellen Hausputz (Putzen!? Von der lästigen Notwendigkeit zu einer Liebeserklärung an die Gegenwart, amazon). Safi Nidiaye hat sich mithilfe ihrer Intuition aus ihrer Geldnot befreit und die „Intuitive Herzensarbeit“ entwickelt. Weiterlesen

Wie lassen sich starke Affekte regulieren?

Bei grosser Wut oder starker Angst, ist es nicht leicht, einen klaren Kopf zu behalten. Doch es ist gut, wenn wir auch bei grosser Aufregung weiterhin denken und beobachten können. Wenn der innere Faden nicht abreisst, ist viel gewonnen. Wir können versuchen, durch eine verlängerte Ausatmung unser Nachdenken aufrecht zu erhalten. Je weniger traumatisiert ein Mensch ist, desto länger kann er Intensives fühlen und dabei weiter nachdenken. Weiterlesen