
Von Kindes Beinen an beschäftigt mit einer Frage: Wohin? Von klein auf kein Widerhall. Kein Verstehen, keine Resonanz. Die Eltern, die Schutz bieten sollten: eine Bedrohung. Gewalt. Entwicklung ist so nicht möglich, Überleben hat höchste Priorität. Wachsen. Erwachsen. Der Schweiß läuft über die Stirn, die Hände zittern. Wohin? Wer kann mich verstehen? Wem kann ich trauen? Die Lebensangst geht über den Tod hinaus. Wohin nur? Wohin?Weiterlesen

Wir wissen nicht, wohin. Unser Schmerz begleitet uns wie ein beständiges Hintergrundgeräusch. Wir spüren ihn in unserem Leben immer wieder. Anders als bei vielen körperlichen Gebrechen können andere diesen Schmerz jedoch nicht sehen. Wenn wir „schon wieder“ über unseren Schmerz sprechen wollen, schütteln die anderen verständnislos den Kopf. Zu lange geht das nun schon so. Doch wie können wir unsere inneren Schmerzen kanalisieren? Kürzlich las ich die Überschrift: „Es fehlt uns an Klageliedern“. Weiterlesen
Eine Psychoanalyse-Ausbildung ist kräftezehrend. Es kann Phasen geben, da drehen sich alle Gedanken nur noch um die Ausbildung: Kann ich in diesem Beruf zurechtkommen? Habe ich genügend Zeit für mein Kind? Kommt der Patient und wird er bleiben? Zahlt seine Kasse? Hat der auserwählte Supervisor noch einen Platz frei? Kann ich die Pflicht-Seminare noch zeitlich in den Alltag integrieren? Bleibe ich gesund? Bleibt der Lehranalytiker gesund? Hält mein Auto durch? Reicht das Geld? Sorgen über Sorgen. Weiterlesen

Wenn wir an Grübelzwängen leiden, müssen wir immer denken. Wir suchen die Lösung, aber finden sie nicht. Das Grundgefühl ist das Gequältsein. Schon morgens, wenn wir aufwachen, taucht unser quälender Gedanke auf: Da ist es wieder. Doch wie finde ich aus der Qual heraus? Es fühlt sich an wie ein Rätsel, das du nicht lösen kannst wie z.B. die Frage nach dem Sinn des Lebens oder nach dem Tod. Es ist das tiefe Grundgefühl, dass da etwas nicht passt und vielleicht nie passend werden kann. Es ist vielleicht wie das Gefühl, nicht mit der Mutter zusammenzupassen. Auch deine Wünsche, dein So-Sein und dein Körper passen nicht zu den Anforderungen, die von aussen kommen, so dein Eindruck. Weiterlesen

Du wachst auf, zitterst, bekommst schwer Luft. Da sind Schweiß, Herzrasen, vielleicht Übelkeit und Durchfall. Gedanken, die sich Dir immer wieder aufdrängen. Du befürchtest vielleicht, verrückt zu werden oder schwer krank zu sein. Kurzum: Du bist verzweifelt. Weiterlesen

Gewalterfahrungen in der Kindheit haben das Leben ausgebremst. Es gab einen Unfall und schwere Verletzungen. Der eigene Sohn hat sich vor Jahrzehnten abgewendet. Die Angststörung ist trotz Psychotherapie nicht vergangen. Der Junkie greift die Ärztin an – seither hat sie Hepatatis C. Der Kinderwunsch wurde nie erfüllt. Wie lässt sich mit solchen Dauerschmerzen leben? Weiterlesen

Psychische Traumata können tödlich sein. Sie führen zu einem empfindlichen Nervensystem. Sie belasten das Herz und verkürzen die Telomere, die Endstücke der Chromosomen, die auf die Lebenserwartung hinweisen. Komische Eindrücke und Gefühle kommen immer wieder hoch. Sie sind in mir. Weiterlesen

Ein Psychoanalytiker hört lange zu und deutet dann. Er findet im Dickicht eine Lichtung, beschreibt das Gefühl oder Bild, das in ihm entstanden ist, er hat eine Idee, errät den Zustand des Patienten oder stellt einen bisher nicht gesehenen Zusammenhang her. Weiterlesen

Als Psychoanalytiker kann man klarifizieren, konfrontieren, Gesagtes markieren, Übertragungsgeschehen und Konflikte deuten, Widerstandsdeutungen geben, Zusammenhänge herstellen und vieles mehr. Aber ganz besonders kann man mit gleichschwebender Aufmerksamkeit, also in einem meditativen Zustand, da sein. Weiterlesen