Magenschmerzen und die Psyche: Das Gefühl der Einsamkeit ist mit das Schlimmste. Über meine eigenen Erfahrungen und die TCM.

Wenn dein Magen schmerzt, ist das ein schwer zu beschreibendes Gefühl: Es zieht ganz merkwürdig unangenehm. Es ist, als hätte jemand dir in den Magen geboxt. Ich selbst spüre manchmal, wie mein Magen auf der Stelle mehr Magensäure produziert, wenn ich darüber nachdenke, abnehmen zu wollen. Allein der Gedanke, mir selbst Mangel zuzumuten, lässt den Magen überaktiv werden.

Der Magen stellt ähnlich wie die Lunge die Verbindung zwischen Deinem Inneren und der Aussenwelt her: Du musst dir von aussen Nahrung zufügen, um zu leben. Durch Essen fühlst du dich mit der Welt verbunden. Doch bei Magenschmerzen kannst du vielleicht gerade nicht gut essen. Trauer kommt und ein grosses Gefühl des Alleinseins, das auch dadurch bedingt ist, dass du nicht weisst, was du jetzt tun sollst.

Dabei kann es sogar sein, dass du eine Art „angstvolle Gewissheit“ entwickelst, sterben zu müssen, denn natürlich können wir nicht leben, ohne zu essen. Dieses Körpergefühl, von der Nahrung abgeschieden zu sein, kann zu unangenehmen Angstgefühlen führen.

Überraschenderweise führt Stress nicht unbedingt zu einer erhöhten Magensäureproduktion. Die Forscher Gerald Holtmann und Kollegen beschrieben 1990 (link.springer.com), wie stressige Aufgaben bei manchen Menschen sogar zu einer Verringerung der Magensäureproduktion führen können: „About half the individuals reacted with a decrease (up to 60%) and the other half with an increase (up to 60%) in acid output.“

Bei Studienteilnehmern mit bestimmten Persönlichkeitszügen wie z.B. Impulsivität, erhöhte sich die Magensäureproduktion rasch infolge von Reizen: „During the mental stress period, gastric acid output increased in subjects with high scores on the impulsivity scale, but significantly decreased in those with low scores.“

Der Gastritis-Experte Wilfried Obel spricht im Schweizer Gesundheitsfernsehen QS24.TV von „mentalen Säuren“, die mit der Säure im Magen korrespondieren können (youtube).

Verlangsamte Magen-Darmbewegungen

Wenn du es gerade „am Magen hast“, merkst du vielleicht beim Schlucken, wie sich deine Speiseröhren- und Magenbewegungen verlangsamen. Daher verordnen manche Ärzte den Wirkstoff Metoclopramid (MCP), um die Magen-Darm-Bewegungen zu fördern, jedoch halte ich wenig davon. Dass dein Magen langsamer wird, hat seinen Sinn. Die Beschwerden zeigen auch, dass du vielleicht gerade mehr erlebst, als du verdauen kannst.

Wenn wir ganz aufmerksam sind, spüren wir vielleicht sogar, wie die Magensäureproduktion angekurbelt wird, wenn wir daran denken, was wir noch alles erledigen müssen, wie knapp das Geld ist oder dass wir Konflikte mit denen haben, die uns am Herzen liegen.

Bei Magenschmerzen kannst du dich wie von der Welt abgeschnitten fühlen. Du kannst dieses Gefühl in etwas Aktives umwandeln – beispielsweise kannst du fasten. Schon nach 24 Stunden (die sehr unangenehm sein können) kann sich der Magen deutlich beruhigen.

Doch nicht jedem tut das gut – Fasten während der akuten Gastritis ist umstritten. Kleine Mahlzeiten mit Hafer sind vielleicht für dich in der akuten Phase hilfreicher. Auch ein Sud aus Leinsamen soll die Magenschmerzen abmildern können – ich hatte das Gefühl, das macht’s noch schlimmer. Wirklich hilfreich finde ich puren Jogurt mit etwas Marmelade.

Huminsäure = Trinkmoor, ist „erdig“ und soll sehr hilfreich sein. Diesen Tipp habe ich bei der Ärztin Ruth Biallowons (Youtube) gehört. Nach der chinesischen Medizin entspricht der Magen dem Element „Erde“ – daher klingt es nachvollziehbar.

Ruth Biallowons empfiehlt auch „Retterspitz innerlich“, retterspitz.de/… – bei ihr habe es einen „Sudden Relief“ bei Sodbrennen gebracht. Ich selbst wiederum konnte diesen Effekt bei mir nicht feststellen. Das zeigt, dass jeder seinen individuellen Weg finden muss.

Eine Ernährungsumstellung bedeutet eine neue Welt

Wenn du die Ernährung umstellen möchtest, ist es, als verliessest du eine alte Welt. Wilfried Obel sagt ganz richtig, dass das, was dem Gesunden hilft, dem Kranken eben oft nicht hilft. Es ist sehr individuell.

Magenschmerzen entstehen oft, wenn man sich nicht mehr „zu Hause“ fühlt. Ich selbst versuche in Phasen von Magenschmerzen oft die Ernährung umzustellen, doch ich bin dann enttäuscht, wenn es sich anfühlt, als würde alles nur noch schlimmer werden.

Irgendwann kehre ich nach einer Weile zur „ge-wohnten“ Ernährung zurück und merke, dass es besser geht. Beispielsweise quälen Naturheilkundler und Gesundheitssendungen einen damit, dass Kuhmilch nicht gut sei. Also verzichte auch ich immer wieder auf Kuhmilch.

Erst als ich in der Sendung „Abenteuer Diagnose“ einen Jungen mit Darmproblemen sah, der erstaunlicherweise Kuhmilch und Kakao am besten vertrug, beschloss auch ich wieder, Kakao zu trinken – wie seit Kindertagen. Und es tut mir gut – auch, wenn sich der Magen nach einer Auslassdiät nur langsam wieder an die Milch gewöhnt. Du merkst, ob Du Kuhmilch zu dir nehmen möchtest oder nicht.

Für die Hypochonder unter uns

Könnten meine Magenschmerzen ein Zeichen für Krebs sein? Bei der Magenschleimhautentzündung und der ganzen psychischen Anspannung ist die Verdauung meistens nicht normal. Wenn du dann liest: „Ein Zeichen für Darmkrebs ist der Wechsel aus Verstopfung uund Durchfall“, hast du direkt schon deinen inneren „Beweis“ für Krebs.

Ausserdem steht überall geschrieben, dass die akute Gastritis innerhalb von 14 Tagen wieder abklingt. Wir aber schleppen uns vielleicht schon seit Wochen und Monaten damit herum. Das lässt die Angst vor Krebs ins Unermessliche steigen.

Wir können nie sicher vor Krebs sein. Ich denke, es kann eine gute mentale Übung sein, diese Möglichkeit in unser Denken einzubauen und den Schrecken spüren. Wir können uns nicht vor der emotionalen Erschütterung schützen, die käme, wenn wir wirklich vor der Diagnose „Krebs“ stünden. Gute bedeutsame Beziehungen sind vielleicht das beste Kissen, auf das wir unser aufregendes Leben legen können.

Und was ist mit Helicobacter pylori? Dieses Bakterium kommt bei der Hälfte der Menschen vor. Er kann an der Entstehung von Krebs beteiligt sein und sollte beseitigt werden, sagen Ärzte. Aber er kommt oft wieder und macht bei wohl den meisten Menschen eben keinen Krebs.

Was du tun kannst, wenn du bei einer Helicobakter-Infektion keine Antibiotikatherapie machen möchtest, findest du ebenfalls im Video von QS24 mit Wilfried Obel (Youtube).

„Ich und der Helicobacter – wir können vielleicht in Frieden zusammen leben“, dachte ich kürzlich.

Zum Krebs könnte z.B. Magenbluten gehören. „Ich habe einen sehr niedrigen Eisen- und Ferritinwert!“, denkst du erschrocken. „Das spricht doch für eine innerre Blutung, oder?“, schliesst du gekonnt.

Doch eine stärkere Blutung im Magen könnte sich zum Beispiel durch einen sehr dunklen bis schwarzen Stuhl zeigen, denn das frischrote Blut gerinnt im Verdauungstrakt und kommt als schwarzer Stuhl (Teerstuhl) wieder zum Vorschein. Solange dein Stuhl normal gefärbt ist, kannst du das Schlimmste erstmal ausschliessen.

Bei Krebs würdest du zudem wider Willen viel Gewicht in kürzester Zeit verlieren, nachts extrem schwitzen und dauerhaft leichtes Fieber haben („B-Symptomatik“). Wenn du schon älter bist und an Hitzewallungen leidest, kann auch das dir Angst machen. Es gehört zum „sorgenvollen Magen“ dazu, sich nicht wirklich beruhigen zu können. Du fühlst dich vielleicht sehr unruhig und schlaflos.

Vielleicht ist es ja die Gallenblase – oder die Leber?“

Kann auch sein. Gallensteine zeigen sich jedoch oft durch kolikartige Schmerzen, die vom Charakter meistens anders sind als Magenschmerzen. Kolikartige Schmerzen fühlen sich durch das Zusammenziehen und Erschlaffen der glatten Muskulatur eher wie Wehenschmerzen oder „Migräne“ an. Bei der Gallenkolik wäre es also eher ein starker, wellenartiger Schmerz, der dann wieder nachlässt.

„Aber mein Stuhl ist gelblich, das ist doch ein Zeichen für Gallensteine, oder?“ Ja, kann immer sein. Doch ich stelle bei Verdauungsproblemen immer wieder fest, dass der Stuhl weicher, dünner, heller und „gelber“ wird.

Du kannst beim Arzt einen Ultraschall machen lassen und dir Blut abnehmen lassen. Du musst jedoch nicht unbedingt zum Arzt gehen, wenn du dich davor scheust. Du kannst dir auch in einem unabhängigen Labor Blut abnehmen lassen und deine Leberwerte (GGT, GOT, GPT, Alkalische Phosphatase) und dein Bilirubin (direkt und indirekt) untersuchen lassen.

Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Blutes, das im Blut ansteigt, wenn die Leber oder Gallenblase nicht richtig funktionieren. Oft ist dann jedoch auch der Urin dunkler und rötlicher. Mit Urinteststreifen aus der Apotheke kannst du deinen Urin selbst auf Bilirubin im Urin untersuchen – allerdings musst du explizit nach Teststreifen mit dem Ergebnis-Feld „Bilirubin“ suchen.

Du kannst aber auch schauen, ob das Weiss in deinen Augen weiss ist oder eher gelblich. Bei einer Leber-Gallenschädigung würden deine Augen ab einem bestimmten Schädigungsgrad eher gelblich aussehen.

Helicobacter pylori: Das Bakterium alleine kann nichts dafür

Ist die Widerstandskraft der Magen- und Darmschleimhaut geschwächt, kann das Bakterium Helicobacter pylori die Magenschleimhautentzündung mit befördern. Wenn der Erreger krank macht, haben vorher oft schon viele Mechanismen stattgefunden, die die Schleimhaut geschwächt haben.

Manchmal kommt es auch zu einem Geschwür von Magen und/oder Zwölffingerdarm (Ulcus pepticum ventriculi et duodeni. Griechisch „peptos“ = „gekocht, gar“).

Geschwüre von Magen und Darm treten oft als „Entwurzelungssyndrom“ auf. Häufig trifft es Menschen, die gerade umziehen, ein Haus bauen, ein Kind bekommen oder ihre Heimat verlassen haben. Aber auch Arbeitslose und andere Menschen, die aus gewohnten Strukturen herausgerissen wurden, leiden daran – sogar dann, wenn die neuen Strukturen in vieler Hinsicht besser sind.

Wenn wir dann zur Überanpassung und Selbstkritik neigen, spüren wir förmlich, wie unser Magen Säure produziert – besonders auch dann, wenn wir schon im Vorhinein versuchen, die Forderungen von anderen zu erfüllen.

Der Magen und die Psyche

Beim Magen geht es psychisch besonders um die Themen Versorgen und Versorgtwerden, Verlangen und Empfangen, Lieben und Geliebtwerden. Bist du finanziell und emotional gut versorgt, entspannt sich auch dein Magen.

Konflikte zwischen dir und deinen Nächsten können dir vielleicht besonders leicht Magenschmerzen bereiten. Wenn du in einer Patchworkfamilie deine Liebe aufteilen musst zwischen Menschen, die sich nicht mögen, zerreisst es dir nicht nur das Herz – auch der Magen kann sich melden.

Aus traditioneller psychoanalytischer Sicht zählt das Zwölffingerdarmgeschwür zu den klassischen psychosomatischen Erkrankungen (Holy Seven). Zum Beispiel kann auch die Zunahme von Verantwortung wie z.B. zum Beginn eines Studiums oder bei einer Beförderung zu Magengeschwüren führen. Wir meinen, mehr verdauen zu müssen, als wir tatsächlich verdauen können.

Insbesondere Ärger und Kummer durch Kontaktabbrüche sind Emotionen, die sich leicht „auf den Magen schlagen“. Wenn du in Konflikten bist und dich zwischen verschiedenen Menschen hin- und hergerissen fühlst, versuche, deinen eigenen inneren Weg wiederzufinden und dich darauf zurückzubesinnen.

Magenschmerzen und chinesische Medizin

Magenschmerzen finden in der „upper gastric region“, der epigastrischen Region statt, also in der Bauchregion zwischen Rippenbogen und Bauchnabel. Hier liegen auch das Zwerchfell, Leber und Galle, die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und die Milz. Alles hängt miteinander zusammen. Der Magen liegt so, als würdest du ein Baby in deinem linken Arm halten.

Wenn du Magenschmerzen hast, kann es sich anfühlen, als hättest du einen Gurt um deinen Oberbauch gespannt. Manchmal fühlt es sich vielleicht an, als sei ein Ball darin, den du hinausbefördern möchtest. Nächtliche Träume von Schwangerschaft und Geburt können dazukommen.

Nach der traditionell chinesischen Medizin (TCM) ist die Zeit von 7 bis 9 Uhr morgens die aktive Zeit des Magens.

TaiChi kann entlasten

In der chinesischen Medizin schaut man sich nicht nur das Energiefeld des Magens selbst an, sondern beachtet auch die Umwelt. Du spürst täglich, dass du auch in Energiefeldern lebst – beispielsweise merkst du beim Betreten eines Raums, ob die Menschen darin gerade Streit haben oder nicht.

Der Magen gehört zum Element „Erde“ – die Erde in der Umgebung korrespondiert mit der Energie des Magens. Interessant dabei finde ich, dass gerade chronisches Heimweh bei Auswanderern oft mit Magenproblemen assoziiert ist. Auf welchem Boden bewegen wir uns? Barfuss über warmen Boden zu helfen, kann sehr entspannend sein.

Der Magen mag aus Sicht der TCM auch keine Hitze (siehe Youtube von TCM-Ernährungsberaterin Katharina Ziegelbauer. Ich merke, dass ich besonders oft im heissen Sommer an Magenproblemen leide.

Manchmal können Imaginationen etwas helfen, zum Beispiel die Vorstellung, nach Hause zu kommen oder sich ganz passiv jemandem, Gott oder dem Leben hinzugeben. Das Zuhausegefühl ist wohl das Wichtigste beim Magen. Und der „Retterspitz innerlich“ wirkt nicht nur, weil er gut wirkt, sondern weil das Familienunternehmen seit 1902 besteht und es dir die beste Freundin empfohlen hat.

Die Umgebung und unsere Verbindungen sind also enorm wichtig. Der chinesische Taichi-Lehrer Michael (@YutaoLife) zeigt auf seinem Tiktok-Kanal eine Taichi-Übung, die sich positiv auf den Magen auswirkt: tiktok.com/@yutaolife/…. Es ist, als würde man das energetische Feld, das auf Magenhöhe vor dem Körper liegt, beruhigen.

Hilfreich finde ich ganz leichte Akupressur auf den Punkt „Ren Mai 12“, vier Fingerbreit („Cun“, sprich „Tschun“) über dem Bauchnabel – aber nur ganz sanften Druck ausüben! Der Punkt gilt auch als „Alarmpunkt„, denn er kann schmerzen, wenn du bei Magenproblemen darauf drückst.

Auch die Punkte „Magen (Stomach) 21/Liangmen“ (Weiden-Akupunktur.de…) und „Magen (St.) 25/Tiantsu“ (Weiden-Akupunktur.de…) empfinde ich als hilfreich. Ich finde, durch Druck auf diese Punkte entsteht so etwas wie eine stabilisierende, gefühlte Landkarte.

Drücke diese Punkte leicht zwei bis drei Mal täglich, wenn du es als hilfreich empfindest. Zwei Minuten reichen. Die Akupressur des Punktes Magen 25 soll weniger wirksam sein, wenn man Mastzellstabilisatoren (Crromone wie z.B. Cromolyn, Nedocromil) einnimmt (Weiden-Akupunktur.de…).

Zurück in den Westen

Solltest du eine Magenspiegelung (Gastroskopie) erwägen, dann finde ich es wichtig, zu wissen, dass es auch Magenspiegelungen gibt, die den Eingang durch die Nase wählen. Was zunächst unangenehm klingt, ist meistens jedoch oft angenehmer, sodass die „transnasale Gastroskopie“ gerne auch bei Jugendlichen angewendet wird (Lee et al. 2025).

Du kannst dabei auf Narkosemittel verzichten. Rechne mit einem Schmerz, der ungefähr so ist, als würdest du ein Bonbon als Ganzes schlucken – der Dehnungsschmerz der Speiseröhre ist unangenehm, aber auszuhalten, wenn du dich darauf einstellst.

Und sonst?

Magenprobleme entstehen oft durch eine „Überfülle“. Versuche, dich selbst in Ruhe zu lassen – auch psychisch. Versuche, „Entspannungsstress“ zu vermeiden – du musst nicht entspannen, aber du kannst es zwischendurch versuchen. Achte auf eine gute Umgebung und esse viel Hafer, Mandeln und Kümmel, wenn es dir gut tut.

Medikamente wie „Magensäurehemmer“ (Protonenpumpenhemmer, z.B. Pantoprazol) würde ich selbst nur wenige Tage anwenden, da sie die natürliche Regulation durcheinanderbringen und nach einer Weile selbst für Magenschmerzen sorgen können. Aber sprich immer mit deinem Arzt – jeder Körper ist anders.

Ich finde es auch wichtig, nicht zu lange auf Diät oder „Schonkost“ zu bleiben, denn sie kann selbst den Magen quasi „unterfordern“ – der Magen will mehr oder auf altgewohnte Weise arbeiten. Wenn du beispielsweise länger keine Milch getrunken hast, muss sich der Magen wieder ganz neu daran gewöhnen, wenn du wieder mit dem Milchtrinken anfangen möchtest. Kuhmilch hat oft einen schlechten Ruf, gerade bei Naturheilkundlern. Meine persönliche Erfahrung ist jedoch, dass sie den Darm auch beruhigen kann.

Ganz oft hilft simpel auch „Mechanisches„, also Bewegungsübungen, bei denen du deinen Oberbauch dehnst – entweder im Stehen oder auf dem Boden (Bujangasana, Cobra Pose: The Yogic Lens, Youtube). Du kannst auch einfach öfter beim Durchgang durch die Tür deine Hände auf den oberen Türrahmen legen und dich bewusst nach vorne strecken. Manchmal wird es davon aber auch schlimmer. Hör dir selbst gut zu.

Auch Trampolinspringen und regelmässiger Kopfstand bringen Bewegung in die Darmregion. Beobachte einmal, wie sich Liegestützen oder Bauchmuskeltraining auf deinen Magen auswirken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein Krafttrraining der Arme das „Gefühl des Magens“ verstärkt.

Muskelkater im Oberbauch und Magenschmerzen können zusammenhängen. Wenn du dich nach vorne beugst und eine Muskelkatergefühl ïn der Magengegend hast, dann kannst du ruhig überlegen, ob du nicht wirklich etwas Schweres getragen hast. Andererseits kann auch nach Erbrechen ein Muskelkatergefühl im Magen auftreten.

Im Fall einer Magenhernie (Hiatushernie), also wenn ein Stück des Magens durch das Zwerchfell schlüpft, kann es zu dem Gefühl kommen, dass etwas gequetscht wird. Hiatushernien kann man z.B. durch eine Barium-Schluckuntersuchung im Röntgen feststellen. Übungen zur Erleichterung: L’ostéopathe, Youtube.

Doch auch, wenn Bewegung gut tut, habe ich den Eindruck, dass in der akuten Phase der Magenschmerzen Ruhe und Ablenkung die grösste Linderung bringen. Vielleicht kannst du dich zwischendurch in die tiefe Hocke setzen – in dieser Haltung entspannt der Magen-Darm-Trakt.

Ich finde oft die Atem-Übungen Uddiyana Bandha und Jihva Bandha aus dem Yoga (Pranayama) hilfreich: „Yoga for acid reflux“, (Geetha Kanthasamy, Youtube). Wenn du Uddiyana Bandha machst, also den Magen ganz stark einziehst, merkst du vielleicht, wie ein Hustenreiz ausgelöst wird. Daran siehst du, wie dein Magen möglicherweise auch mit Hustenreflexen zusammenhängt.

Auch die Atemübung „Kapalbathi“ („Schädelleuchten“, Anna Trökes, Youtube) wirkt sich oft gut auf den Bauch aus. Das kann dir auch helfen, wenn du in der Zeit der Magenschmerzen nicht weinen kannst und wie erstarrt bist, denn das ruckartige Ausatmen imitiert ein wenig die Atembewegungen beim Weinen.

Auch nach der Indischen (ayurvedischen) Medizin haben wir verschiedene Energiefelder im Körper, die einige Zentimeter über unsere feste Körpergrenze hinausreicht. Über dem Nabel liegt das sogenannte „Manipura Chakra“, das Energiefeld des oberen Magen-Darm-Trakts.

Du kannst mit der Hand die Handstellung „Manipura Chakra Mudra“ (Youtube) einnehmen und sie über deinen Solarplexus (einem Nervengeflecht vor der Bauchschlagader in deinem Oberbauch) halten.

Lass dir Zeit! Sind Magenschmerzen erstmal da, brauchen sie oft lange, bis sie wieder vergehen. Versuche, geduldig zu bleiben und wenn du merkst, dass du dich zu etwas pushen willst, gehe innerlich einen Schritt zurück, wenn möglich.

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Links:

Gail B Mahady et al. (2003):
Ginger (Zingiber officinale Roscoe) and the Gingerols Inhibit the Growth of Cag A+ (Cytotoxin associated Gene A) Strains of Helicobacter pylori. Anticancer Res. 2003 Sep-Oct;23(0):3699–3702.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3761965/

KJ Dabos et al. (2010):
The effect of mastic gum on Helicobacter pylori: a randomized pilot study. Phytomedicine 2010 Mar;17(3-4):296-9, pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19879118

Natalya N. Besednova et al. (2015)
Review: Prospects for the Use of Extracts and Polysaccharides from Marine Algae to Prevent and Treat the Diseases Caused by Helicobacter pylori. Helicobacter, 20: 89-97. https://doi.org/10.1111/hel.12177, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/hel.12177
„Based on the analysis of literary materials in recent years, the authors concluded that fucoidan can be attributed to the generation of new candidates to create drugs intended for the inclusion in the scheme of eradication therapy of H. pylori infection.“

Gerald Holtmann (2014):
The stomach-brain axis. Best Practice & Research Clinical Gastroenterology, Volume 28, Issue 6, December 2014, Pages 967-979, sciencedirect.com/…: „Brain areas such as thalamus, amygdala, putamen and praecuneus are activated by the ingestion of food.“

Katharina Ziegelbauer:
Magenschmerzen und Gastritis:Vier Heilrezepte aus der TCM, YouTube

SR deins, 2025:
Ernährungsmediziner Prof. Dr. Andreas Michalsen – Scheinfasten und gesunde Ernährung. Youtube

Ruth Biallowons: Sodbrennen: Der wahre Auslöser & was Du tun kannst! #028, youtube

Klinoptilolith, ein natürlicher Zeolith

Retterspitz innerlich: www.retterspitz.de

Comment j’ai éradiqué ma GASTRITE (symptômes, jeûne…) – mon parcours | Coralie Béguin, Youtube

Toshihiro Nishizawa et al. (2006):
Emotional Stress Enhanced Ghrelin Secretion from the Stomach. www.jstage.jst.go.jp/…: „Ghrelin, a novel growth hormone releasing peptide, has been reported to accelerate food intake and gastrointestinal motility. … The plasma ghrelin levels were significantly increased in the stress-applied mice.“ Ghrelin: das Hungerhormon. Es wird im Magen gebildet, fördert den Appetit und meldet Hunger ans Gehirn.

RN Melmed and Y Gelpin (1996):
Duodenal ulcer: the helicobacterization of a psychosomatic disease? Israel Journal of Medical Sciences 1996, 32(3-4):211-216, pubmed …

Jui-Wen Lee et al. (2025): The benefits of transnasal endoscopy compared to conventional endoscopy in adolescents. Journal of the Formosan Medical Association, Volume 124, Issue 12, December 2025, Pages 1167-1170, doi.org/10.1016/j.jfma.2024.11.007, sciencedirect.com/…

Dr. med. Thomas Braun, Vizepräsident des Akupunkturwelterbandes, medizin-1.de

Beitrag vom 6.6.2026 (begonnen am 1.12.2012)

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