Die Toilette des Psychoanalytikers. Und was macht der Psychotherapeut, wenn er mal muss? Der Reizdarm des Psychoanalytikers

„Also während der Stunde gehe ich schon mal gar nicht! Das Klo ist direkt neben dem Therapieraum. Da schäme ich mich in Grund und Boden.“ Patienten sprechen in Online-Foren darüber, wie schwer es ihnen fällt, bei ihrem Psychotherapeuten auf die Toilette zu gehen.

Mitbestimmend bei dieser Frage ist auch die Aufteilung der Praxisräume: Gibt es ein Patienten-WC, oder teilt sich der Psychoanalytiker mit dem Patienten eine Toilette? Ist das WC weit genug vom Behandlungsraum entfernt, um keine Geräusche zu hören?

„Du warst doch gerade!“

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Links:

Alessandra Lemma (2014):
Off the couch, into the toilet. Exploring the psychic uses of the analyst’s toilet. In: Minding the Body: The Body in Psychoanalysis and Beyond. The New Library Of Psychoanalysis, amazon

Nick Haslam (2012): Toilet psychology. the psychologist, June 2012, Vol.25 (pp.430-433), The British Psychological Society, thepsychologist.bps.org.uk/… : „In 30 years of studying the field, I rarely came across any recognition that human beings are creatures who excrete. … Psychologists have examined the psychobiology of eating, sleeping and sex at great length, and devoted numerous journals and professional associations to them. We have investigated how substances cross from outer to inner but largely ignored traffic in the other direction.“

Nick Haslam (2012): Psychology in the Bathroom, amazon.com

Petra Christian-Widmaier (2009): Nonverbale Dialoge in der psychoanalytischen Therapie. Eine qualitativ-empirische Studie. Buchreihe: Forschung Psychosozial, 2009: „Sie (die Autorin) geht dem subtilen Blickaustausch, dem Handkontakt von Patient und Analytiker, den Toilettengängen des Patienten sowie dem beiderseitigen Umgang mit der Tür bei der Begrüßung und Verabschiedung nach.“psychosozial-verlag.de/732

L. Pfeffer (2004):
L’imaginaire olfactif: Les fantasmes d’une odeur pénétrante. In: Le corps et ses orifices, ed. Méchin, Bianquis & Le Breton. Paris: Éditions L’Harmattan: pp. 67-100.

Beitrag vom 11.5.2026 (begonnen am 21.8.2015)

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