Der psychische Schmerz der Wechseljahre: Mit dem Ende der Tage sind die Tage nicht zu Ende

Die Veränderungen des Körpers mit Neugier betrachten heißt auch, sich überraschen zu lassen von dem, was plötzlich möglich wird, was nicht mehr möglich ist und was einfach so bleibt wie es immer war. Bleiben die Tage weg, fühlst du dich vielleicht auch wieder etwas unbeschwerter – ähnlich wie als junges Mädchen.
Ich selbst hatte befürchtet, das Ende meiner Regel sehr zu betrauern. War es doch ein ganz besonderes Ereignis, zum ersten Mal meine Tage zu bekommen. Es war auch das Zeichen für meine Eltern, mehr Abstand zu halten. Meine Mutter hörte auf, mich zu schlagen. Ich empfand die Periode als einen Schutz und eine Orientierung. Das Ufer des Erwachsenseins war erreicht. Die Periode bestimmte von da an den Lebensrhythmus. Doch als die Menopause konkret da war, trauerte ich nicht mehr. Die Arbeit war schon getan. Es fühlt sich natürlich an.
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Buch:
Marie-Luise Hermann:
War das schon alles? Babyboomer jenseits der Lebensmitte. Mit einem Geleitwort von Brigitte Boothe
Psychosozial-Verlag, Gießen, 2023, amazon
Beitrag vom 18.8.2026 (begonnen am 10.2.2015)
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One thought on “Der psychische Schmerz der Wechseljahre: Mit dem Ende der Tage sind die Tage nicht zu Ende”
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Vielen Dank für den ergreifenden und informativen Artikel. Man kann nur hoffen, dass der Frauenarzt in solchen Seite auch psychologisch etwas zur Seite steht. Schliesslich ist der Gynäkologe stetig in Kontakt mit Frauen in diesem Alter und kann entsprechend daraus Schlussfolgerungen ziehen die nachfolgenden Generationen helfen könnten damit umzugehen. Es wäre daher wünschenswert wenn Ärzte diese Unterstützer-rolle annehmen.