Psychoanalyse und Buddhismus können sich ergänzen

Psychoanalyse ist häufig wie gemeinsames Meditieren: Auf der Couch liegend erzählst Du in freier Assoziation und gelangst fast unmerklich ine eine Art Trance. Als Psychoanalytiker*in sitzt Du dahinter und nimmst alles mit freischwebender Aufmerksamkeit auf, ebenfalls vielleicht in einem tranceartigen Zustand.

Mitunter taucht in der Analyse die Freude auf, die entstehen kann, wenn man die Dinge sein lässt und nichts machen muss. Um dahin zu kommen, bedarf es jedoch einer Art psychischen Nährbodens, der oftmals erst gelegt werden muss.

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Jakucho Setouchi
(1922-2021), Wikipedia, is a revered nun and famous novelist, yet few know how psychoanalysis shaped her spiritual life: „Buddhism can give the impression that, with enough meditation or prayer, mental health problems will simply go away.“ … „When people are suffering, when they have some kind of complex, or when they’re lonely, they need someone to notice them.“

Esther Pelled (2007):
Learning from experience: Bion’s concept of reverie and Buddhist meditation: A comparative study.
International Journal of Psychoanalysis. Volume 88, 2007 – Issue 6, Pages 1507-1526. doi.org/ , tandfonline.com/… : Abstract: „She (Esther Pelled) argues that enhancement of the ability of reverie, or improving the inner container such that it can hold any content while unmoved by desire, is the purpose of Buddhist practice. Both (Bion and Buddhism, DV) view the mind as capable of transcending its own restrictions and ‘the capacity to know anything’ as attainable through disciplined practice.“

(Übersetzt von Voos:) „Eshter Pelled sagt, es sei die Absicht der Buddhistischen Praxis, die Fähigkeit zur Reverie zu vergrössern. Auch der innere Container könne so erweitert werden, dass er jeglichen Inhalt halten kann, ohne von Wünschen bewegt zu sein. Sowohl Bion als auch der Buddhismus sähen den Geist als fähig an, sich von seinen eigenen Begrenzungen zu befreien und ‚die Fähigkeit, alles zu wissen‘ zu erlangen – dies könne durch disziplinierte Übung erreicht werden.“

Beitrag vom 28.8.2026 (begonnen am 12.1.2019)

2 thoughts on “Psychoanalyse und Buddhismus können sich ergänzen

  1. Melande sagt:

    Ich habe mit meinem Therapeuten auch keine Vertrauensbasis/keinen „Nährboden“ in mir schaffen können, auf dem neue, positive Erkenntnisse und Verhaltensweisen wachsen konnten. Die Therapie ist jetzt seit 2 1/2 Jahren beendet. Was ist an Positivem geblieben?

    Warum ist bei manchen Therapeuten die Fähigkeit, über sich selbst und „ihre“ Therapien kritisch zu reflektieren, so schwach entwickelt? Vielleicht, weil sie „nur/zu viel“ allein sind mit den Therapieverläufen/Patienten, also es an einem supervidierenden/auch aufpassend-korrigierendem und fruchtbare-Impulse-gebendem Gegenüber ( i. S. v. z. B. lebenslanger Intervision) fehlt?

  2. hubi sagt:

    ich finde es ist äußerst schwer diesen nährboden mit dem therapeuten zu schaffen. es hat bei mir bisher nicht funktioniert. und jetzt sind wir in der abschiedsphase angekommen. ich kann davon nur träumen, wie schön dieses setting sein kann und fühle mich von etwas beraubt.

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